Frauenmuseum »Die Frechen aus dem Krausfeld«

Marianna Pitzen gründete 1981 in Bonn eines der ersten Museen weltweit zu feministischen Themen. Und leitet es bis heute. Wir haben Sie gefragt, wie es dazu kam und was es im Frauenmuseum zu sehen gibt.

Marianna Ritzen, Gründerin des Frauenmuseums in Bonn, zwischen den von ihr geschaffenen Matronen.

Merian: Frau Pitzen, wie kamen Sie dazu, das Museum zu gründen?
Marianna Pitzen: Im politischen Bonn blühte die Frauenbewegung. Wir gründeten einen Verein, um das Leben in der Stadt mitzugestalten und organisierten Ausstellungen. Frauen kamen damals in der Kunst kaum vor. Das wollten wir ändern.

Was für Ausstellungen zeigt das Museum?
Wir orientieren uns an besonderen Ereignissen, haben aber immer einen feministischen Blick. So stellt etwa die Beethoven-Ausstellung zum Jubiläumsjahr die oft vergessenen Frauen in den Mittelpunkt, die ihn gefördert haben.

Wie nimmt die Kulturszene Ihr spezielles Haus wahr?
Anfangs nannte man uns nur »die frechen Frauen aus dem Krausfeld«. Jetzt stellen wir hier Künstlerinnen wie Yoko Ono, Elvira Bach oder Carolee Schneemann aus.

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