Kulturreise Die besten Tipps rund um die Kunstszene in Berlin

Jenseits der großen Museen: Galeristen und Künstler aus aller Welt machen die Stadt und ihre fantastischen Plätze zu einem großen Projektraum.
Mit dem Erbe der Berliner Größen ist Staat zu machen wie nie zuvor. Im Kronprinzenpalais Unter den Linden wurde 1990 der Einigungsvertrag unterzeichnet. Die Friedrichswerdersche Kirche und die Schlossbrücke erinnern an Karl Friedrich Schinkel, den großen

Ausstellungsorte, die überraschen

Sammlung Boros

Agenturchef Christian Boros und seine Frau Karen zeigen in einem riesigen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg Werke aus ihrem wachsenden Kunst-Fundus. Darunter sind Arbeiten von Künstlern wie Martin Boyce, Michel Majerus, Ai Weiwei und Olafur Eliasson. Besichtigung nur nach Voranmeldung! Weitere Infos: Mitte, Reinhardtstr. 20, www.sammlung-boros.de

KW Institute for Contemporary Art

Die »Kunst-Werke« verstehen sich als Labor, das jüngste Entwicklungen der globalen Kunstwelt zeigt – in einer einstigen Margarinefabrik in Mitte. Kunst-Tausendsassa Klaus Biesenbach gründete das Haus Anfang der 1990er Jahre, die Ausstellungen wechseln regelmäßig. Weitere Infos: Mitte, Auguststr. 69, www.kw-berlin.de

The Feuerle Collection

Das Privatmuseum, 2016 in einem alten Telekommunikationsbunker eröffnet, stellt kaiserlich-chinesische Möbel und traditionelle Kunst aus Südostasien zeitgenössischen Werken gegenüber. Nur mit Voranmeldung! Weitere Infos: Kreuzberg, Hallesches Ufer 70, www.thefeuerlecollection.org

Schinkel Pavillon

Der achteckige Pavillon liegt direkt am versteckten Park des Kronprinzenpalais – ein großer Pluspunkt. Der zweite: Er wird von der Künstlerin Nina Pohl kuratiert, die ein Händchen für Newcomer aus den Bereichen Skulptur, Installation und Medienkunst hat. Weitere Infos: Mitte, Oberwallstr. 1, www.schinkelpavillon.de

Berlin Biennale

Die internationale Groß-Ausstellung ist ideal, um Künstler aus aller Welt zu entdecken – und nebenbei die Stadt immer wieder mit neuen Augen zu sehen. Alle zwei Jahre, 2018 zum zehnten Mal, öffnen sich einen Sommer lang neue Orte für die zeitgenössische Kunst, werden andere Gebäude als Schauplatz erschlossen – in diesem Jahr unter anderem das Zentrum für Kunst und Urbanistik auf dem ehemaligen Güterbahnhof-Gelände in Moabit. Auch die Kuratorenteams wechseln mit jeder Biennale. Bei der zehnten Ausgabe hat die Südafrikanerin Gabi Ngcobo den Hut auf, die an der Wits School of Arts in Johannesburg lehrt und sich viel mit Postkolonialismus beschäftigt. www.berlinbiennale.de