Über Nacht Die besten Hotels in Berlin

Die Möglichkeiten, Berlin zu erleben, werden immer vielfältiger – so viele neue Hotels eröffnen in bester Lage. Eine kleine Entscheidungshilfe.
Brandenburger Tor Berlin

Charlottenburg-WIlmersdorf: Im wieder wilden Westen

Die Eröffnung des Luxushotels »Waldorf Astoria« am Bahnhof Zoo war 2013 eine große Sache, danach haben dann vergleichsweise geräuschlos einige Häuser aufgemacht, die auch nahe Ku’damm und Co. liegen, aber weniger exponiert.

Da ist seit 2016 das Max Brown: sehr schöne Zimmer mit netten Details (Basketballkorb an der Wand, passender Softball im Regal), extrem freundlicher Service, grandioses Frühstück. Letzteres wird im »Benedict« serviert, berlinweit gerühmt als jenes Restaurant, in dem es nichts anderes als Frühstück gibt – in vielen internationalen Varianten und von früh bis spät. An die Zwanziger Jahre, die goldenen Zeiten, sollen die Zimmer im Designhotel Provocateur erinnern. Es gehört zur Gekko-Group, die sich auf Hotelbars versteht. Auch hier sind Drinks wie Einrichtung ein Genuss – den man wochenends mit vielen teilt. Anders im Hotel Henri: Da sind der Rote und der Blaue Salon und das Damenzimmer, alle drei sehr geschmackvoll, den Gästen vorbehalten, zum Frühstücken, einen Drink oder die kostenlose »Abendstulle«. Die 68 Zimmer stehen den Salons, was den Wohlfühlfaktor betrifft, in nichts nach. Seit 2016 residiert das »Henri« in einem Haus, das Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Jenseits des Ku’damm, gleich beim Savignyplatz, lädt auch Sir Savigny in ein Haus von 1893 – mit schönem kleinem Innenhof und großartigem Design bis ins letzte Detail der 44 Zimmer. Beliebt ist auch die sehr gute Burger-Bar »The Butcher« im Erdgeschoss.

Weitere Infos: Hotel Max Brown, Ku’damm Uhlandstr. 49, www.maxbrownhotels.com, Provocateur Brandenburgische Str. 21, www.provocateur-hotel.com, Hotel Henri, Meinekestr. 9, www.henri-hotels.com, Sir Savigny, Kantstr. 144, www.sirhotels.com

Mittendrin: Museumsinsel

»Serviced apartments« sind der Clou des Capri by Fraser, das südlich des Humboldt Forums liegt. Alle 143 Räume haben eine Küchenzeile; Restaurant und Fitness-Studio stehen rund um die Uhr offen. Dass der Untergrund hier geschichtsträchtig ist, beweist der Glasboden in der Eingangshalle: Darunter liegen die Kellergewölbe alter Bürgerhäuser. Adresse + Infos: Scharrenstr. 22, berlin.capribyfraser.com

Alexanderplatz I

Die Preise sind ebenso moderat wie die Wege zum Prenzlauer Berg oder ins Regierungsviertel: Das Hampton by Hilton Berlin City Centre Alexanderplatz, liegt ideal für den ersten Besuch, bei dem alle Sehenswürdigkeiten auf der Liste stehen. Adresse + Infos: Otto-Braun-Str. 69, www.hiltonhotels.de

Alexanderplatz II

Zehn Motel Ones verteilen sich über die Stadt, zuletzt wurde der Ableger neben dem Alexanderplatz eröffnet: 708 Zimmer, Lobby und Frühstückszone im zweiten Stock teils von Modedesign-Studenten und einem Künstlerkollektiv eingerichtet, unter dem Motto »Fashion meets Street-Art«. Besonderheit: die Möbel des Designlabels »Moroso«. Adresse + Infos: Grunerstr. 11, www.motel-one.com

Potsdamer Straße

Das Nordende der Potsdamer Straße ist gerade eine der spannendsten Ecken in Berlin mit zig tollen Läden und Galerien. Das hat sich auch nach Dänemark herumgesprochen. Im Januar 2018 eröffnete die Hotelkette Guldsmeden im ehemaligen »Hotel Altberlin« ihr erstes Haus in Deutschland: Lulu. Es hat 81 Zimmer, sechs davon sind Suiten, die sich teils perfekt für Familien eignen. Das Haus nennt sich »biologisches Hotel«, was konkret bedeutet: Die Einrichtung besteht weitestgehend aus Naturmaterialien mit Böden und Betten aus Holz. Und im hauseigenen Restaurant »Sæson« werden Bio-Lebensmittel verwendet. Viel interessanter aber: Dieses Restaurant ist ein schöner Ort, um auf dieser extrem geschäftigen Straße in Ruhe zu genießen. Infos + Adresse: Potsdamer Str. 67, www.guldsmedenhotels.com

Kreuzberg

200 Meter zum Landwehrkanal, 700 Meter zum Jüdischen Museum, zwei U-Bahnhaltestellen um die Ecke, das klingt nicht gerade nach ruhiger Lage. Die aber hat das 2017 an der Grenze von Kreuzberg und Mitte eröffnete Boutique Hotel The Yard. Mit drei neuen Wohnhäusern bildet es ein Ensemble um einen – daher der Name – sonnigen, begrünten Innenhof. Gestaltet hat ihn der italienische Landschaftsarchitekt Enzo Enea, auch »Picasso der Gärten« genannt. In Arbeit ist ein Wellnessbereich mit Schwimmbad, Sauna und Zugang ins Grün. In den 55 Zimmern ist die Fensterbank gepolstert, für einen bequemen Blick in den Hof. Innen dominieren die Farben Naturweiß, Beige und Braun – auch im Bistro, das mittags und abends geöffnet hat. Übrigens wohnen Sie hier fast in der geografischen Mitte Berlins, die wurde nach der Wiedervereinigung neu berechnet und liegt nur ein paar Meter weiter an der Alexandrinenstraße. Infos+ Adresse: Alexandrinenstr. 125, www.hotel-theyard.berlin

Günstig an der Spree

Wenige Meter von East Side Gallery und Spree: Das »Meininger« in Friedrichshain ist frisch eröffnet – mit günstigen, geräumigen Zimmern und viel Industriecharme. Den Blick auf den größten Mauerrest gibt es inklusive. Infos unter: www.meininger-hotels.com

Günstiger in Neukölln

Helle, frisch renovierte Zimmer (Einzel, Doppel, Mehrbett) für kleines Budget und großen Erlebnishunger: Das »Karl-Marx-Hostel«-Team gibt gern Tipps für das Viertel, das sich jüngst gewandelt hat wie kein anderes in der Stadt. Infos unter: www.karlmarxhostel.de