Städtetrip Die schönsten Bootstouren in Kopenhagen

Auf 8 Kilometern vorbei an Kopenhagens schönsten Ufern. Was Sie erwartet: eine Meerjungfrau, ein Diamant und ein Platz zum Küssen.
... die Königliche Oper, die 2005 eröffnet wurde. Die <i>Operaen</i>, wie sie auf dänisch heißt, gilt als eine...

Alle paar Minuten pflügt sich die nächste gelbe Fähre durch den Hafen – und fährt viele bekannte Sehenswürdigkeiten an. Der Fahrplan ist denkbar einfach: Die Linie 991 fährt gen Süden, die Linie 992 steuert die gleichen Stationen auf ihrem Weg nach Norden an; eine dritte Linie, die 993, verbindet Nyhavn und Oper. Da die Fähren zum öffentlichen Nahverkehr ge­ hören, kostet das Ticket nur gut 3 Euro, es ist eine Stunde lang gültig, die Fahrt­ richtung spielt keine Rolle.

An diesen Stopps lohnt es sich, auszusteigen:

Refshaleøen

Das Hafenareal ist die neue Experimen­tiefläche für Spitzenköche wie Matt Orlando mit seinem »Amass«. Es gibt aber auch rustikale Hafenkneipen wie den italienischen Imbiss La Banchina oder die Bierbar Baghaven. Abfahrt: La Banchina: Refshalevej 141A, Baghaven: Refshalevej 169B

Nordre Toldbod

Auf dem einstigen Zollareal »Kastellet« sind heute die Zentralen großer Firmen untergebracht; einige wenige historische Gebäude sind noch erhalten. Die meisten Passagiere steigen aber aus einem anderen Grund aus: Hier sitzt seit 1913 die berühm­ te Bronzestatue der Kleinen Meerjungfrau nach dem Märchen von Hans Christian Andersen aus dem Jahr 1837.

Nyhavn

Eine Ecke entfernt vom Nyhavn punktet der Ofelia Plads mit großartigem Design und oft erstklassigem Streetfood. Der 2016 neu gestaltete Platz ist ein perfektes Beispiel dafür, wie sich Kopenhagen in den vergangenen Jahren neu erfunden hat: Frü­her ein übersehener Fleck zwischen Schauspielhaus und Schloss Amalienborg, ist er nun das Ziel für Cliquen, Familien, Touris­ten. Die ultraschicken Pavillons verkaufen kleine Snacks, oft gibt es kostenlose Open­Air­Konzerte – und die neun Stufen zum Wasser hinab heißen im Volksmund längst »kissing steps«. Ofelia Plads: Kvæsthusbroen Programminfos über www.ofeliaplads.dk

Knippelsbro

Hier beginnt einer der schönsten Spazier­ gänge der Stadt: Rauf auf die Brücke Knip­pelsbro, vor dem Kanal nach rechts in die Overgaden Neden Vandet. Dort reihen sich bunte Häuser, viele noch aus dem frühen 18. Jh., an der sonnigen Seite des Christianshavns Kanal entlang. »Bau­ könig« Christian IV. schuf hier Wohnraum für die Oberschicht seiner Zeit, später wur­de die Gegend zum Arbeiterviertel, heute künden Galerien und Cafés von neuem Glanz. Wer dem Kanal rechts um die Ecke folgt, den bringt der Hammershøis Kaj zur Fußgängerbrücke Cirkelbroen von Ólafur Elíasson. Finale Grande dieser Tour: das Havnebadet, ein Schwimmbad im Hafen. Es wird täglich mit dem – sauberen! – Was­ ser aus dem Kanal gefüllt, der Eintritt ist kostenlos. Wer Hunger bekommt, setzt sich auf eine der Bierbänke der Künstlerkneipe Bryggens Spisehus direkt am Wasser. Auf der anderen Kanalseite liegt Kalvebod Bølge: dort kann man auch schwimmen oder Kajaks ausleihen. Bryggens Spisehus: Islands Brygge 18

Det Kongelige Bibliotek

Der Fähranleger liegt direkt vor dem mo­ dernen Anbau der Königlichen Bibliothek, wegen seiner Fassade aus Granit auch »Schwarzer Diamant« genannt. Es lohnt sich, hineinzugehen und mit den imposan­ten Rolltreppen ein Stockwerk höher zu fahren. Von dort haben Sie einen noch besseren Blick auf das Deckengemälde des dänischen Avantgardisten Per Kirkeby. Bevor Sie wieder auf die Fähre steigen: Leihen Sie sich nur wenige Meter an der Straße Christians Brygge stadteinwärts ein Rad von Bycyklen, Sie werden es an der nächsten Station brauchen. Den Sorte Diamant: Søren Kierkegaards Plads 1, www.kb.dk Bycyklen: www.bycyklen.dk

Bryggebroen

Schieben Sie Ihr Rad von Bord für eine Fahrt über eine der schönsten Fahrradbrü­cken der Welt. Erst geht es über die auch schon recht elegante Bryggebroen. Dann kommt die edel geschwungene, ganz in Orange gehaltene, wie im Nichts schwe­bende Cykelslangen. Die Brücke des Ar­chitektenbüros Dissing + Weitling gewann im Eröffnungsjahr 2014 den Transport Award von World Architecture News.