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Genuss

Top 5 Wein erleben in Baden

Von Tauberfranken über den Kaiserstuhl bis zum Bodensee: Baden ist berühmt für herrliche Landschaft und hervorragenden Wein. Unsere Tipps für Deutschlands sonnigen Südwesten.

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WANDERN

Fachwerkstädtchen, Burgen und weite Blicke in der Ortenau

Die Kombination ist perfekt: erst wandern, danach ein guter Wein. Der Ortenauer Weinpfad verläuft auf über 100 Kilometer Länge parallel zur Route der Badischen Weinstraße und führt in sieben angenehmen Tagesetappen von Gernsbach bis Diersburg durch die hübsche Ortenau. In dem Gebiet rund um Offenburg liegen hübsche Fachwerkstädtchen wie Ohlsbach und Willstätt; Burgen wie die Ruine Neuwindeck und Schlösser wie Schloss Eberstein setzen markante Punkte. Wanderer können hier ihre Blicke über den Rhein in die Vogesen oder zu den Höhen des Schwarzwaldes schweifen lassen. Etliche Weingüter und urige Straußenwirtschaften liegen auf dem Weg, in Durbach kann man in der Vinothek des Weinguts Graf Wolff Metternich edle Weine kosten. Und wer auf der zweiten Etappe des Weinpfads Lust auf eine etwas längere Pause verspürt, lässt sich von den Affentaler Winzern bei einer Planwagenfahrt durch die Reben kutschieren – inklusive Weinprobe. 

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RADFAHREN

Auf dem Badischen Weinradweg 460 Kilometer durchs Land der Reben

_grl5423 © Gregor Lengler

Wer die ganze Region entdecken will, radelt am besten einmal von Grenzach-Wyhlen an der Schweizer Grenze bis nach Laudenbach am Rand von Hessen. Auf den rund 460 Kilometern geht’s durch sieben der neun Badischen Weinregionen: Markgräflerland, Kaiserstuhl, Tuniberg, Breisgau, Ortenau, Kraichgau und Badische Bergstraße. 3000 Höhenmeter sind auf der gesamten Strecke zu überwinden, aufgeteilt auf acht Etappen von 43 bis 78 Kilometer Länge. Jedes Teilstück hat seine Highlights, manche davon sind echte Kuriosa, so wie Deutschlands erstes Korkenziehermuseum in Vogtsburg-Burkheim. In Breisach lohnt der Besuch des Badischen Winzerkellers. Die Erzeugergemeinschaft mit über 4000 Winzern und Winzerfamilien gehört zu den größten ihrer Art in Europa. Wer unterwegs einen kleinen Stadtbummel einlegen möchte, findet in Staufen, Endingen, Gengenbach und Weinheim hübsche mittelalterliche Straßenzüge. Vor allem aber führt die Tour durch Rebhänge und großartige Natur. Fast wie Amphitheater wirken die Weinhänge in Tuniberg und am Kaiserstuhl, im Markgräflerland zieht der markante Bergrücken des Isteiner Klotz die Blicke auf sich. Einkehren kann man entlang des Badischen Weinradwegs quasi ununterbrochen: Mehr als 300 Weinbaubetriebe und Winzergenossenschaften säumen den Weg. Die zwei Weingebiete, die der Badische Weinradweg nicht berührt, sind Tauberfranken im Norden und die Region Bodensee im Süden. Wer hier mit dem Rad unterwegs sein möchte, findet auf der Route »Liebliches Taubertal – Der Klassiker« und dem Bodensee-Radweg zwei sehr abwechslungsreiche Touren.

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WEIN UND ARCHITEKTUR

Zur »Kathedrale des Weins« und zum Fußballpräsident

vinotorium-24505_2000pix © Christopher Arnoldi

Für das fast mediterrane Klima im Südwesten Deutschlands sorgen über 2000 Sonnenstunden im Jahr. Ihr Licht setzt nicht nur Rebhänge herrlich in Szene, sondern auch außergewöhnliche Gebäude. In den Weinbaugebieten Baden und Württemberg tragen heute über 20 Bauwerke das Siegel »Wein und Architektur«, eine Auszeichnung für Weingüter, Vinotheken und auch Wein-Aussichtspunkte, an denen touristische Angebote mit architektonischer Gestaltung gekonnt vereint werden. In Oberkirch bei Offenburg etwa hat die Winzergenossenschaft ihr Vinotorium in acht Meter Tiefe errichten lassen. In dieser »Kathedrale des Weins« riecht es nach Holz, Erde und Wein. An den Lehmwänden hinauf wandert der Blick zu einer beeindruckenden Deckenkonstruktion aus 55 Eichenlamellen. Spektakulär ist auch das Weingut Franz Keller in Vogtsburg-Oberbergen am Kaiserstuhl, das von DFB-Präsident Fritz Keller geführt wird. Die Architekten haben das Gutshaus förmlich in den Terrassenhang eingegraben. Das Gebäude mit seinen begrünten Dächern und die Weinberge scheinen ineinander zu verschmelzen.

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GONDELN FÜR GOURMETS

Bergauf mit Genuss: sechs Gänge in der Feldbergbahn – und dazu Weine der »Generation Pinot«

Ein paar Mal im Jahr werden 15 Kabinen der Seilbahn auf den Schwarzwälder Feldberg zu Genuss-Gondeln. Je sechs Personen genießen dann bei Traumblick das »Gondelmenü in der Feldbergbahn«, eine Idee, für die 2019 die badischen Jungwinzer und die Hochschwarzwald Tourismus GmbH den Weintourismus-Preis gewannen. Die sechs Gänge, jeder von einem anderen jungen Koch aus dem Hochschwarzwald zubereitet, werden an der zur Küche umgebauten Talstation serviert. Dazu gibt es die passenden Weine der »Generation Pinot«, wie sich die badischen Jungwinzer nennen. Eine Fahrt ist dafür viel zu kurz: Schluss ist erst nach vier Stunden und 14 Gondel-Runden.

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OHNE ALKOHOL

Winzer können nicht nur Wein: feine Alternativen aus besten Trauben

Es geht auch gut ohne Alkohol, findet Sommeliére Christina Hilker. In Baden schätzt sie die »Traubensaft Schorle« vom Weingut Weber in Ettenheim: »Sie duftet nach frischen Trauben und Holunderblüte, passt vortrefflich zu Obstsalat.« Auch die »Cuvée alkoholfrei« vom Staatsweingut Freiburg überzeugt die Stuttgarterin: »Mit ihrem feinen Apfel- und Quittenduft mit Heublumenaroma ist sie ideal zu Frischkäse.« Und die »Prickelnde Traube« vom Weingut Schätzle aus Vogtsburg-Schelingen, die nach Kirschen und Beeren riecht, »harmoniert mit ihrer zarten erdigen Komponente und den Kräuteraromen mit Wildterrine und Flammkuchen.«

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