Wanderurlaub Vier Wanderrouten auf den Fuji

Wer den Fuji besteigt, wird weise, heißt es in Japan. Weil der Weg nach oben aber nur zwei Monate im Jahr geöffnet ist, pilgern Tausende im Gänsemarsch hoch bis auf knapp viertausend Meter. Wie magisch muss ein Berg sein, damit sein Zauber das aushält?
Vulkan Fuji

Die vier Wanderrouten auf den Fuji sind von Juli bis Mitte September geöffnet, außerhalb dieser Zeit ist eine Besteigung illegal. Busse fahren von Tokio zu den für die Routen unterschiedlichen 5. Stationen, von denen die meisten Wanderer starten. Es gibt unzählige Touranbieter und Bergführer. Hanae Shiga führt umgerechnet ab ca. 220 Euro pro Tag hinauf, Transport und Übernachtung ab ca. 110 Euro. Kontakt: hanae.96niko@gmail.com

Yoshida-Route

Die beliebteste und einfachste Route, gut für Erstbesteiger und Unerfahrene. Hier gibt es die meisten Hütten, zwei Erste-Hilfe-Stationen – aber auch viel Betrieb. Macht es schwierig, sich zu verlaufen, aber auch voranzukommen.

  • Start: 5. Station (2305 Meter)
  • Gipfel: Kusushi-Schrein (3720 Meter)
  • Aufstieg: 7,5 Kilometer (6 Stunden)

Fujinomiya-Route

Die kürzeste Route führt die südliche Seite des Fuji hinauf, mit Blick auf die Suruga-Bucht. Der Aufstieg ist steiler als bei der Yoshida-Tour. Wer anfällig für die Höhenkrankheit ist, sollte vorsichtig sein. Ebenfalls gute Infrastruktur, viele Hütten, stark frequentiert.

  • Start: 5. Station (2390 Meter)
  • Gipfel: Sengentaisha-Okumiya-Schrein (3715 Meter)
  • Aufstieg: 5 Kilometer (5 Stunden)

Subashiri-Route

Die Route verläuft im Osten des Fuji und beginnt etwas weiter unten. Deswegen führt der Weg länger durch bewaldetetes und grünes Gebiet. Weil es weniger Hütten gibt, ist der Weg eher für Fortgeschrittene zu empfehlen. An der 8. Station läuft sie mit der Yoshida-Route zusammen.

  • Start: 5. Station (2000 Meter)
  • Gipfel: Kusushi-Schrein (3720 Meter)
  • Aufstieg: 7,8 Kilometer (6,5 Stunden)

Gotemba-Route

Die längste und schwierigste Route startet auf 1440 Metern. Hütten liegen erst an der 7. Station. Wichtig: früh aufbrechen, in der Hütte schlafen, ausreichend Proviant mitnehmen!

  • Start: 5. Station (1440 Meter)
  • Gipfel: Sengentaisha-Okumiya-Schrein (3715 Meter)
  • Aufstieg: 11 Kilometer (7,5 Stunden)

Ohashimeguri-Kraterumrundung

Die Runde um den Krater dauert eine gute Stunde und führt zum höchsten Punkt auf 3776 Meter. Bei gutem Wetter Panoramasicht und das Gefühl, auf einem fremden Planeten unterwegs zu sein.