Riad mit Glamour Wo Stars wohnen

Kaum ein Riad in Marrakesch wird heute noch von Einheimischen geführt. Das Kniza ist seit knapp 200 Jahren in Familienbesitz und ist heute das Hotel der Stars. Manager Kamal Bouskri hat uns verraten, welche Prominenten im Kniza ein- und ausgehen.

Das Riad Kniza wurde vor 25 Jahren umfangreich renoviert. Seither erstrahlt es in neuem Glanz.

Kamal Bouskri führt das Riad Kniza. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert und war von Anfang an im Besitz der Familie seiner Mutter.
Nicht alle marokkanischen Besitzer haben ihre Riads an Ausländer verkauft. Der Riad Kniza blieb in den Händen der Familie Bouskri – und wurde zu einem Hotel der Stars. »Das Haus stammt aus dem 18. Jahrhundert und war von Anfang an im Besitz der Familie meiner Mutter«, erzählt der Manager Kamal Bouskri. »Wir haben es vor etwa 25 Jahren renoviert, nachdem es für rund zwanzig Jahre leer gestanden hatte. Fünf Jahre hat die Renovierung gedauert.« Bouskri zeigt auf eine Einfassung im Türbogen zum Innenhof, ein weißes Gitter aus Gips, bestehend aus unzähligen geschwungen Strukturen, Blüten und Ornamenten. »Das wurde nicht in eine Form gegossen, sondern von Hand geschnitzt«, erklärt er. »Insgesamt sind Hunderte von Arbeitsstunden nur in die Gipsverkleidungen geflossen.« Die Opulenz setzt sich in den elf Zimmern und Suiten fort: Holzdecken mit aufwendigen Schnitzereien, Sofas mit bestickten Brokatkissen, Fußböden aus kleinteiligem Parkett. Dass sich hier Stars einquartieren, ist kein Zufall: Der Vater von Kamal Bouskri hat sich vom Antiquitätenhändler zum Reiseleiter von prominenten Besuchern wie Robert De Niro, Kurt Russell und Ronald Reagan hochgearbeitet. Haben Stars mitunter Starallüren? »Die meisten sind sehr nett, aber natürlich sind einige netter als andere«, sagt Kamal Bouskri und grinst. »Bill Gates und Brad Pitt fand ich besonders angenehm. Bill Gates kam hier in Turnschuhen und kurzen Hosen an. Hätte er keinen Bodyguard dabei gehabt, hätte man ihn kaum bemerkt. Brad Pitt ist sogar zum Essen zu uns nach Hause gekommen, das war sehr schön.«

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