North Carolina Das Land der Golfplätze

North Carolina ist Golfland. Fast jeder Einwohner scheint in dem US-Bundesstaat zumindest ein Schlägerset im Keller zu haben. Plätze zum Spielen gibt es reichlich. Darunter solch legendäre Kurse wie Quail Hollow oder Pinehurst No. 2, aber auch viele versteckte Kleinode. Golfen ist in North Carolina ein Volksport. Die Greenfees kann man im Vergleich zu deutschen Preisen als günstig bezeichnen und die öffentlichen Plätze nehmen es ohne Umstände in Sachen Architektur sowie Zustand mit den besten Kursen unseres Landes auf. MERIAN.de stellt fünf Golfclubs in North Carolina vor, in denen Sie unbedingt aufteen sollten. Natürlich nur, wenn Ihnen pfeilschnelle Grüns, Zählspiel und die Fortbewegung im Golfcart keine Schwierigkeiten bereiten.

Birkdale Golf Club, Huntersville

Natürlich denkt man beim Namen des Platzes an den altehrwürdigen Royal Birkdale Golf Club in England. Und dabei liegt man überhaupt nicht schlecht. Schließlich hat der "King" den 18-Loch-Championship-Kurs nahe Charlotte entworfen. Golfgott Arnold Palmer höchstpersönlich legte hier Hand und Hirn an. Sein Design ist schwer, aber fair. Viel Wasser, jede Menge Bäume und winzige Grüns fordern die volle Aufmerksamkeit. Nervennahrung gibt es auf halber Strecke zwischen 9. und 10. Tee. Das Halfway-Haus bietet nicht nur eiskalte Getränke, sondern auch leckere Hotdogs an. Wer sich diese Genüsse lieber für später aufheben möchte, kehrt in Arnies Tavern ein und kühlt den Sonnenbrand beziehungsweise begießt die Scorekarte mit einem Pitcher Bier.

Birkdale Golf Club, Huntersville, 18-Loch-Kurs von Arnold Palmer, Greenfee inklusive Golfcart: ab 39 US-Dollar

Talamore Golf Resort, Southern Pines

Es muss nicht immer Pinehurst No. 2 sein. Nur ein paar Autominuten von dem mehrfachen US-Open-Austragungsort entfernt liegt der Talamore Golfkurs, der 1991 eröffnet wurde und seitdem jede Menge Preise abgeräumt hat. Die von Rees Jones entworfenen Bahnen schlängeln sich auf mehr als 7000 Yards bergauf und bergab durch den Kiefernwald. Und wer davon nicht genug kriegt, der besucht anschließend einfach einen zahlreichen Golfplätze in direkter Nachbarschaft. An die 20 Kurse stehen zur Auswahl, darunter Designs von Jack Nicklaus, Donald Ross oder Tom Fazio. Kein Wunder, dass man in den Sandhills rund um Pinehurst an einigen Tagen manchmal mehr Golfcarts als Autos auf den Straßen sieht.

Talamore Golf Resort, Southern Pines, 18-Loch-Kurs von Rees Jones, Greenfee inklusive Golfcart: ab 69 US-Dollar

Bald Mountain Golf Course und Lake Lure Golf Club, Lake Lure

Am Fuße der Blue Ridge Mountains lässt es sich gut und günstig Golf spielen. So kostet eine schnelle 9-Loch-Runde im Lake Lure Golf Club unschlagbare 15 US-Dollar inklusive Golfcart. Dafür bekommt man nicht nur ein Donald-Ross-Design geboten, sondern auch schier unglaubliche Höhenunterschiede, die einem Flachlandgolfer schon mal die Sprache verschlagen können. Auch wenn die Fairways nicht im allerbesten Zustand sind, so lässt die Qualität der Grüns keine Wünsche offen. Wasser sucht man hier vergebens, dafür wirkt der Memorial Highway recht einschüchternd, der einigen Löchern ziemlich nahe liegt.

Mehr Nass bietet das Rumbling Bald Resort mit dem Bald Mountain Kurs auf der anderen Seite des Lake Lure. 18 abwechslungsreiche Löcher lang spielt man auch hier hoch und runter - und kämpft ständig mit dem Wald oder dem vielen Wasser. Eines der Highlights des Bald Mountain Golf Courses ist Bahn Nummer 16 auf dessen Grün einst eine Szene des Films "Dirty Dancing" gedreht wurde. Als Golftourist sollte man übrigens gleich noch einen zweiten Tag einplanen: Das Rumbling Bald Resort verfügt nämlich noch über einen weiteren 18-Loch-Kurs, der nicht von schlechten Eltern ist. Und wer unbedingt mal ein Turnier spielen möchte, dem sei hier die US-amerikanische Version des "Herrennachmittags" angeraten. Trinkfestigkeit und derber Humor wird vorausgesetzt.

Lake Lure Golf Club, 9-Loch-Kurs von Donald Ross, 658 Memorial Highway, Lake Lure, Green Fee inklusive Golfcart: Ab 15 US-Dollar

Rumbling Bald Resort, Lake Lure, Zwei 18-Loch-Kurse, Greenfee inklusive Golfcart: ab 25 US-Dollar

Duke University Golf Club, Durham

Der wahrscheinlich schönste öffentliche Golfclub in ganz North Carolina findet sich in Durham. Der altehrwürdige 18-Loch-Platz der Universität Duke wurde von Robert Trent Jones entworfen und 1957 eröffnet. Sohnemann Rees Jones brachte die Bahnen 1994 noch einmal auf den neuesten Stand. Traumhafte Löcher wie die Nummer 12 sind das Ergebnis, die jeden deutschen Golfer auf Auswanderungsgedanken bringen.

Sportlich gesehen ist der Platz eine echte Herausforderung und dient deswegen häufig auch als Austragungsort für US-Open-Qualifikations-Turniere oder College-Meisterschaften. Kein Wunder, dass das Golfteam der Duke University zu den besten des Landes zählt. Angesichts solcher Trainingsmöglichkeiten möchte man sich hier auch sofort einschreiben.

Duke University Golf Club, Durham, 18-Loch-Kurs von Robert Trent Jones & Rees Jones, Greenfee inklusive Golfcart: ab 30 US-Dollar

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Autor:
Denis Krah