La Gomera Wandern im Zauberwald

Wer auf La Gomera ankommt, merkt schnell, dass es auf dieser Insel anders als auf den anderen kanarischen Inseln zugeht. Statt mit dem Flieger ist die Insel nur mit der Fähre erreichbar. Statt Bettenburg grüßt die Hafenstadt San Sebastián de la Gomera die Neuankömmlinge mit Kleinstadtidylle. Die Häuser hängen wie ein Haufen bunter Punkte in Hanglage am Berg. Und wer den Blick schweifen lässt, sieht keine dicht bebauten Stranddomizile, sondern eigentlich nur eines: grün bewachsene Berghänge. 

Die Vegetation dieser Insel ist üppig. So sehr, dass die Unesco den Nationalpark Garajonay gar 1986 zum Weltnaturerbe ernannte. Hier befindet sich der weltweit größte noch existierende Lorbeerwald. Nicht nur deshalb ist er bei Urlaubern beliebt. Im rund 4000 Hektar großen Park verlaufen zahlreiche Wanderwege. Häufig verfängt sich der Nebel in den Baumkronen und taucht die mit Moos überzogenen Stämme und Äste in eine mystische Atmosphäre. Zauber- oder Nebelwald wird der Garajonay daher auch gerne genannt.

Fotograf Oliver Weber hat die verwunschene Stimmung im Nebelwald eindrucksvoll festgehalten: "Ich fahre nach einem arbeitsreichen Tag gerne mal für ein paar Stunden in den Zauberwald. Das typische Licht auf dieser Insel, das sich von einer auf die andere Minute ändern kann, bringt ständig andere Eindrücke in den schillerndsten Farben hervor."

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Autor:
Bianca Schilling