Urlaub im Nordosten Spaniens Schöne Landhotels in Katalonien

Kataloniens Küche

Wildbret und Pilze sind in Katalonien genauso zu Hause wie hervorragende Fischgerichte. Ihre kulinarischen Besonderheiten pflegen die einzelnen Regionen des Landes mit großem Engagement. So haben sich in sechs Gebieten Restaurants und Hotels zu Collectius de Cuina zusammengeschlossen. Der Verband Barceloneta Cuina bewahrt dabei die traditionellen Gerichte der Barceloner Fischer, während La Cuina Volcànica sich um die Zubereitung von Wildschwein, Trüffel und Maronen aus der Garrotxa kümmert. Es ist kein Zufall, dass weltweit führende Spitzenrestaurants immer wieder in Katalonien zu finden sind (z.B. "El Celler de Can Roca" in Girona): Lokaltypische Spezialitäten, die hier mit Inbrunst zelebriert werden, sind oft Inspiration für Meisterköche. Seit 2014 prämiert Katalonien kleinere, meist familiengeführte Hotels mit regionaler Küche als Hotels Gastronòmics de Catalunya. Sie müssen komfortabel ausgestattet sein und hohe kulinarische Ansprüche erfüllen. Gekocht wird dort nur mit hochwertigen Zutaten mit  Herkunftsbezeichnung. Insgesamt tragen 43 Hotels diese Auszeichnung, alle hier genannten gehören dazu.

1. Barcelona: Hotel Adagio 

Seine Lage im touristischen Epizentrum der Stadt macht dieses Hotel zu einer guten Wahl für alle jene, die gern mittendrin sind. Zu den Rambles und zur Plaça de Sant Jaume mit dem Rathaus und dem Palast der Generalitat sind es jeweils nur ein paar Meter, und der Trubel des Barri Gòtic brandet mächtig gegen seine Tür. Das Haus selbst ist eher schlicht und unauffällig, umso spektakulärer sind die Tapas, die Jordi Herrera hier serviert. Er backt Kartoffelscheiben in Tempura aus und serviert sie mit einer Harissa-Mayonnaise oder kreiert Mini-Hamburger mit Thunfisch, wobei er das selbst gebackene Brot mit Tintenfischtinte schwarz färbt.
Carrer de Ferrán 21
www.adagiohotel.com

2. Altafulla: Hotel Gran Claustre 

Hotel Gran Claustre in Altafulia
Tim Langlotz
Hotel Gran Claustre in Altafulia
Im Jahr 1732 wurde das Kloster der Theresianerinnen direkt neben der Burg von Altafulla errichtet. Die alte Bausubstanz ist komplett erhalten und wurde mit viel Feingefühl erweitert. Das Resultat ist ein Hotel, in dem Vergangenheit und Gegenwart eine wunderbare Entente cordiale bilden – der ideale Rahmen für die Küche von Jaume Drudis, der die klassischen katalanischen Gerichte manchmal behutsam, manchmal aber auch wagemutig modernisiert. Das Haus liegt in unmittelbarer Nähe der Weinbaugebiete Penedès, Priorat und Montsant, was sich segensreich auf der Weinkarte niederschlägt.
Carrer del Cup 2
www.granclaustre.com

3.Puigcerdà: Hotel del Prado 

Hotel del Prado
Hotel del Prado
In den Bergen vergeht die Zeit langsamer, und so scheinen auch in diesem Hotel im Pyrenäen-Städtchen Puigcerdà die Uhren irgendwann in den siebziger Jahren stehen geblieben zu sein. Es mag ein wenig verwelkt wirken, doch die Küche macht das spielend wett. Am Herd steht Juan Ramón Fernández, ein Mann, der sich ganz der lokalen Küche der Bergbauern verschrieben hat und sie mit großem Können auf den Teller bringt. Er kocht streng saisonal, verwendet gern Wild und Waldpilze, ist aber kein Dogmatiker und setzt auch Fisch aus dem Mittelmeer oder dem Atlantik auf die Karte.
Ctra. Llívia 1
www.hoteldelprado.cat

4.Sant Julià de Vilatorta: Ca La Manyana 

Hotel Ca La Manyana
Tim Langlotz
Hotel Ca La Manyana
Ein Hotel voller Dinge, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln: Ölgemälde bukolischer  Landschaften, Kinderfotografien, Porzellan-Nippes. Zur Begrüßung steht eine Karaffe Süßwein auf dem Zimmer. Koch Silvino González stammt aus Kastilien und erweitert die deftige Küche der Region Osona gern um Klassiker wie kantabrischen Steinbutt mit Safran.
Av. Verge de Montserrat 38
Sant Julià de Vilatorta, Provinz Girona
www.calamanyana.com

5. Madremanya: Hotel Restaurant La Plaça

Hotel Restaurant La Plaça
Tim Langlotz
Hotel Restaurant La Plaça
Ein 400 Jahre alter Gutshof mit herrlicher Terrasse in einem winzigen, wie aus der Zeit gefallenen Weiler, dessen Kirche auf den Fundamenten eines römischen Tempels errichtet wurde: Wer sich hier nicht wohlfühlt, ist selbst schuld. Die großzügigen Zimmer verbinden gekonnt den Charme des Alten mit modernem Design. Und die Küche von Vicenç Fajardo ist eine ebenso gelungene Mischung aus traditionellen Gerichten, neuesten Kochtechniken und der überbordenden Fantasie eines leidenschaftlichen Kochs. Eine helle Freude ist auch die Weinkarte, auf der ausschließlich spanische Gewächse stehen – und daneben Flaschenpreise, die man andernorts leicht für ein Glas zahlt.
Carrer Sant Esteve17
www.hotelmadremanya.com