Luzern Baden mit Bergblick am Vierwaldstättersee

 Ufschütti am Vierwaldstättersee in Luzern

Ihr ältestes Schwimmbecken im See nennen die Luzerner fast nur beim Kosenamen: "Seebadi". Bei der Eröffnung im Jahr 1885 staunten die Gäste nicht schlecht, als gleich zwei Schwimmbecken zum Planschen einluden. Rechts durften die Herren eintauchen und links – Skandal! – die Damen.

Bis sich beide Geschlechter im See noch näher kamen, verstrichen weitere 30 Jahre. 1919 schwammen am Vierwaldstättersee, im benachbarten Weggis, erstmals in einem Schweizer Strandbad Männer und Frauen ohne Barrieren miteinander. Der Siegeszug der Seebäder begann – und hält bis heute an. Im Sommer, wenn der See 22 Grad warm ist, betrachten die Luzerner auf dem Rücken liegend die Bergriesen am Seeufer, springen nach der Arbeit noch mal kurz ins kühle Nass oder lassen auf dem Oberdeck den Tag mit einem Apéro ausklingen. Doch selbst im Winter, bei Wassertemperaturen um die fünf Grad, stürzen sich vereinzelt Wagemutige in die Wellen. 

Die Luzerner bekommen nicht genug von ihren "Badi", von denen sich immer mehr um den See reihen. In den Siebzigern wurde eigens ein beachtliches Stück See mit Gestein von einem Tunnelbau aufgeschüttet: zur "Ufschötti" einer entspannten Liegewiese am See. 

Die "Ufschötti" (mit Toiletten, Duschen, Imbiss) ist frei zugänglich. Das "Seebadi" (Nationalquai, Tel. 041 4101812) oder das  "Lido" (Lidostraße 6a, Tel. 041 3703806) sind von Mai bis September geöffnet.

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Autor:
Cornelia Heim