Zu viel Energie, Chaos, Tempo - irgendwann überfordert Istanbul selbst den hartgesottensten Besucher. Dann ist es Zeit rauszufahren: an den Strand, in den Wald, auf echte und künstliche Inseln. Dahin jedenfalls, wo Entspannung garantiert ist.
Auf die Prinzeninseln
Sie sind die maritimen Vororte der Millionenstadt, nur eine gute Stunde dauert die Fahrt mit der Fähre zu den Prinzeninseln im Marmarameer nahe der asiatischen Küste. Nur fünf der neun Inseln sind bewohnt und vier regelmäßig mit dem Schiff zu erreichen. Die Istanbuler nennen sie alle adalar von ada, Insel. Sie sind von ungewöhnlicher Schönheit und bieten grandiose Natur. Mehr als 1000 Jahre lebten hier nur Möwen und Mönche, in byzantinischer Zeit dann waren sie ein Ort der Verbannung. Ihren schönen Namen verdanken sie einem grausamen Anlass: Prinzen, die bei der Thronfolge im Weg standen, wurden hier ins Kloster gesteckt und gern zuvor noch geblendet, um ihnen die Machtergreifung ganz und gar unmöglich zu machen. Nach der Eroberung durch die Osmanen bauten sich reiche Familien hier ihre Sommerresidenzen. Mit Einführung der Dampfschifffahrt 1846 waren die Prinzeninseln binnen kurzem erschlossen. Fahren Sie nicht sonntags hierher, dann haben Tausende Istanbuler die gleiche Idee! Machen Sie eine große Droschkentour auf Büyükada, nehmen Sie ein Zimmer im Splendid Palace Hotel, das an vergangene Zeiten erinnert, und genießen Sie die Stimmung von feiner, leiser Melancholie.
Auf die Prinzeninseln fahren mehrmals täglich Fähren ab Kabatas.
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Der Erfinder von Magazinen wie "Wallpaper" und "Monoclé" ist ein Vielreisender und Kosmopolit. Hier schildert Ihnen Tyler Brûlé exklusiv seine ganz persönlichen Eindrücke vom Leben auf der Überholspur. Brûlé und weitere Kolumnisten - hier
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