Jahreswechsel Wo Sie Silvester ohne Böller feiern können

Für die einen gehören Feuerwerk, Knallfrösche und Böller zu einem gelungenen Silvester dazu, andere wünschen sich nichts sehnlicher als einen Abend ohne Knallerei. Wir haben Ideen gesammelt, wo Sie böllerfrei feiern können.
Erdhaus in Neißeaue

Sachsen: Silvester im Erdhaus                                                     

Wer dem Silvesterspektakel entfliehen will, ist im Erdhaus im sächsischen Neißeaue genau richtig. In dem unterirdischen Nachtlager können sich bis zu 28 Freunde gemeinsam verkriechen. Wer genau hinhört kann vielleicht sogar die Schnarchgeräusche der Murmeltiere im umgebenden Erdreich hören. Der Preis für eine Übernachtung beträgt ca. 50 Euro. Darin enthalten sind auch ein gemütliches Abendessen am Lagerfeuer sowie das Frühstück am nächsten Morgen.         
                                                                   
Niederlande: Ferienparks ohne Böllerei

Knallerfreie Zone: Landal Green Park Hunerwold State
Landal Green Park Hunerwold State
Knallerfreie Zone: Landal Green Park Hunerwold State

In den Niederlanden haben sich gleich mehrere Ferienparks zur böllerfreien Zone erklärt. Insgesamt sechs Landal Green Parks verzichten in diesem Jahr auf Böller & Co. Auch im Ferienpark TopParken wird auf Raketen und Knallerei verzichtet.Die Idee kommt besonders bei Familien mit kleinen Kindern und Hundebesitzern fantastisch gut an.

Nordseeinseln: knallerfreie Zone

Ein Ort mit vielen Reetdachhäusern ist in Deutschlsand oft ein Garant für knallfreie Silvesternächte. Aufgrund der großen Brandgefahr haben sich beispielsweise die Inseln Sylt, Föhr und Amrum dafür entschieden, Feuerwerk zu verbieten. Wer trotzdem das neue Jahr mit einem Blick in den Raktenhimmel begrüßen möchte, kann im Hafen Hörnum auf Sylt das offizielle Feuerwerk bewundern. Auf Föhr darf am Wyker Hafenstrand auch selbst geböllert werden.

Harz: Stille in der Altstadt

Im Harz haben Anhänger der ruhigen Silvesternacht gleich an mehreren Orten gute Chancen auf eine böllerfreie Nacht. Im gesamten Nationalpark Harz ist Feuerwerk verboten, um die Tiere im Park nicht zu erschrecken. In der historischen Altstadt von Quedlingburg und in Goslar gilt ebenfalls Feuerwerks-Verbot.

Großbritannien: Schallgeschützt schlafen im Bunker in Essex                                                   

Absolut böllerfrei: Bunker in Essex
Wimdu
Absolut böllerfrei: Bunker in Essex

Hier sind Übernachtungsgäste vor Silvester-Knallern sicher. Der Bunker in Essex nordöstlich von London hätte während des Kalten Krieges bis zu 600 Personen vor einem eventuellen Atomangriff schützen sollen. Mit seinen langen Gängen, Funkgeräten und alten Karten ist er ein schauriges Zeugnis vergangener Tage. Nach dem Kalten Krieg ging der Bunker wegen seiner hohen Instandhaltungskosten von Regierungs- in Privatbesitz über. Heute dient er als außergewöhnliches Gästequartier. Hier können sich mehrere Silvester-Hasser solidarisch vereinigen, denn die Mindestbelegung liegt bei 25 Gästen. Pro Person kostet eine Übernachtung rund 28 Euro.

Paris: Romantik statt Rauch

Stimmungsvoll beleuchtet: der Eiffelturm
MAL Langsdon/Reuters/Corbis
Stimmungsvoll beleuchtet: der Eiffelturm

In der Stadt der Liebe setzt man am Silvesterabend auf stimmungsvolle Beleuchtung statt auf lärmende Böllerei. Viele Franzosen lassen das Jahr mit einem guten Essen ausklingen und feiern entweder direkt im Restaurant oder daheim - oder mischen sich unter die Feierfreudigen auf dem Champs-Élysées, um sich ein "bonne année" zu wünschen. Um Mitternacht bietet der Eiffelturm eine Lasershow - wer braucht da noch Feuerwerk?

Venedig: Küsse statt Knaller

Venedig bei Nacht
Angelo Cavalli/Corbis
Venedig bei Nacht

Die Lagunenstadt Venedig versucht den Gästen und Einheimischen den Verzicht auf Böller am Silvesterabend mit einem einladendem Motto schmackhaft zu machen: "Keine Knaller, sondern Küsse." Schöner kann man ein Böllerverbot wohl kaum erlassen. Statt Geknalle gibt es allerdings etwas zum Anschauen: Um Mitternacht wird ein Feuerwerk gestartet.

 

Und sonst:
In einer ganzen Reihe an Städten ist in den historischen Ortskernen das Starten und Abbrennen von Feuerwerkskörpern untersagt, darunter etwa Mühlhausen, Rudolstadt, Duderstadt, Northeim, Tübingen, auch auf Schloss Nymphenburg in München, Burg zu Burghausen, Bamberger Domplatz, Kaiserburg in Nürnberg und Festung Marienburg in Würzburg ist Feuerwerk nicht erlaubt.

Autor

Bianca Schilling