Palau

Wissenswertes über Palau

Natur und Klima:

Palau gehört zu den westlichen Karolinen und erstreckt sich über 650 Kilometer vom nördlichen Kayangel-Atoll bis zu den Southwest Islands. Die meisten kleineren Inseln bestehen aus Korallenkalk, die größeren sind vulkanischen Ursprungs und von tropischem Regenwald bedeckt. Größte Insel ist mit 370 Quadratkilometern Babelthuap. Landschaftlicher Höhepunkt sind die im Süden gelegenen Rock Islands, ein Insellabyrinth von Hunderten winziger, üppig bewachsener Korallenriffe. Es herrscht ein feuchtes tropisches Seeklima mit einer Regenzeit von Juni bis Oktober. Gelegentlich treten Taifune auf.

Bevölkerung:

Nur elf Inseln sind bewohnt; der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt auf Koror. Die einzige größere Ortschaft ist die Stadt Koror, die bis 2006 auch Hauptstadt des Landes war; die neue Landesmetropole Melekeok liegt auf Babelthuap. Auf den entlegeneren Inseln haben sich teilweise noch traditionelle Lebensformen und eigene Sprachen erhalten.

Staat und Politik:

Nach der Verfassung von 1981 (zuletzt 1993 revidiert) ist Palau eine präsidiale Republik. Der Staatspräsident, der gleichzeitig Regierungschef ist, wird für vier Jahre direkt gewählt. Die Legislative liegt beim ebenfalls für vier Jahre gewählten Zweikammerparlament, das aus Abgeordnetenhaus (16 Abgeordnete) und Senat (neun Mitglieder) besteht. Beratende Funktion hat der 16-köpfige Häuptlingsrat.

Wirtschaft und Verkehr:

Traditionelle Wirtschaftszweige sind die Landwirtschaft und die Fischerei. Wichtigste Einnahmequelle sind jedoch die Ausgleichszahlungen der USA für die Nutzung von Militäreinrichtungen sowie der Tourismus. Die meisten Nahrungsmittel müssen eingeführt werden. Zwischen den Inseln gibt es regelmäßigen Flug- und Schiffsverkehr. Koror und Babelthuap sind durch eine Brücke miteinander verbunden.

Geschichte:

Ruy López de Villalobos entdeckte 1543 als erster Europäer die Inselgruppe und nahm sie für die spanische Krone in Besitz. 1899 kam Palau in deutschen Kolonialbesitz. 1914 besetzte Japan die Inseln und verwaltete sie nach 1922 im Auftrag des Völkerbundes. 1944 wurde Palau von den USA erobert, die 1947 auch die Uno-Treuhandschaft übernahmen. 1981 erhielt die Inselgruppe innere Autonomie. Einem Assoziierungsvertrag mit den USA stimmte die Bevölkerung nach sieben gescheiterten Abstimmungen erst 1993 zu. 1994 wurde Palau unabhängig und Uno-Mitglied. 2008 wählte die Bevölkerung Johnson Toribiong zum Staats- und Regierungschef.