Neukaledonien

Wissenswertes über Neukaledonien

Lage und Natur:

Neukaledonien (französischNouvelle-Calédonie) ist eine zu Frankreich gehörige Inselgruppe im Pazifischen Ozean, die geografisch zu Melanesien gehört. Hauptort ist Nouméa auf Neukaledonien.

Die Küste der Hauptinsel (die gleichnamige Insel Neukaledonien) wird von einem Korallenriff gesäumt. Die durch das Riff vom offenen Meer abgetrennten Lagunen bergen eine Vielzahl endemischer, zum Teil vom Aussterben bedrohter Arten. 2008 wurden die Lagunen zum Weltnaturerbe erklärt.

Die Insel selbst ist gebirgig (Mont Panié mit 1628 Metern). Das subtropische Klima ist hinreichend feucht, um dichte Bergwälder und fruchtbare Plantagen und Weiden gedeihen zu lassen.

Bevölkerung:

Die Bevölkerung der Inselgruppe besteht aus mehr als 100.000 Melanesiern (Kanaken), 21.000 Polynesiern, 80.000 Europäern (besonders Franzosen) sowie Javanern und Vietnamesen. Insgesamt hat Neukaledonien rund 237.000 Einwohner.

Wirtschaft:

Angebaut werden Kokospalmen, Reis, Zuckerrohr, Mais, Maniok, Kaffee, Tabak, Ananas, Wein, Gemüse und Baumwolle. Bedeutend ist die Zucht von Rindern und Schafen. Sehr reich sind die Bodenschätze, vor allem Nickel (dritter Platz in der Weltförderung), Chrom, Mangan, Kobalt, Eisen und Kupfer, ferner Wolfram, Blei und Zink. Ein wichtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus (Tauchsport).

Geschichte:

Seit 1853 ist Neukaledonien französisch. Von 1863 bis 1894 war es Strafkolonie. 1984 wurde von Frankreich eine begrenzte Autonomie zugestanden. In einem Referendum soll 2018 über die Unabhängigheit von Frankreich entschieden werden.

 


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