Kiribati

Wissenswertes über Kiribati

Natur und Klima:

Kiribati erstreckt sich über 4500 Kilometer entlang des Äquators. Die 33 Inseln und Korallenatolle gliedern sich in die westlichen Gilbertinseln und die Vulkaninsel Banaba (Ocean Island), die Phönixinseln sowie die östlichen Line Islands mit Kiritimati (Christmas Island), dem größten Atoll der Erde. Mit Ausnahme von Banaba ragen die palmenbestandenen Inseln nur wenige Meter aus dem Meer empor. Ein Problem ist der Mangel an Süßwasser. Die Niederschläge sind mit bis zu 3000 mm zwar hoch, doch fallen sie sehr unregelmäßig und versickern schnell im porösen Korallenkalk. Die Temperaturen liegen relativ konstant bei 27 Grad.

Bevölkerung:

Die Mehrheit der mikronesischen Bevölkerung lebt auf den Gilbertinseln, größter Ballungsraum ist das Atoll Tarawa mit der Hauptstadt Bairiki (bis zu 1600 Einwohner pro Quadratkilometer). Um der Überbevölkerung des Hauptstadtatolls entgegenzuwirken, wurden mehrere Tausend Menschen bereits auf die nahezu unbewohnten Line Islands umgesiedelt.

Staat und Politik:

Nach der Verfassung von 1979 ist Kiribati eine präsidiale Republik innerhalb des Commonwealth. Staatsoberhaupt und Regierungschef ist der für vier Jahre direkt gewählte Staatspräsident. Die Legislative bildet das für vier Jahre gewählte Einkammerparlament. Die Fraktionsbildung orientiert sich stark an den traditionellen Sippenverbänden.

Wirtschaft:

Kiribatis größter Reichtum waren die Phosphatvorkommen auf Banaba. Seit ihrer Erschöpfung (1979) sind Kopra und Fische die wichtigsten Exportprodukte. Die wenig ertragreichen Böden reichen zur Selbstversorgung nicht aus. Einnahmen erbringen der Verkauf von Fischereilizenzen sowie die Überweisungen kiribatischer Seeleute, die im Ausland arbeiten. Insgesamt ist der Staat aber auf Entwicklungshilfe angewiesen, um eine Kleinindustrie aufzubauen und den Tourismus zu fördern.

Geschichte:

Die erste Besiedlung der Inseln erfolgte in vorchristlicher Zeit. Europäische Seefahrer erreichten das Gebiet in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Darunter war auch der Engländer Thomas Gilbert, nach dem die Inseln später benannt wurden. 1892 erklärte Großbritannien die Gilbertinseln zum Protektorat und schloss ihnen 1896 die Elliceinseln (heute Tuvalu) an. 1916 wurde das Protektorat Kolonie, die im Zweiten Weltkrieg zeitweise von Japan besetzt war. Nach der Abtrennung der Elliceinseln 1975 erhielten die Gilbertinseln unter dem Namen Kiribati 1979 die Unabhängigkeit. 1999 wurde das Land Mitglied der Uno. Staatspräsident ist seit 2003 Anote Tong.


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