Australien Sechs Reisetipps an der Ostküste Australiens

Das Great Barrier Reef von oben

Der riesige Kontinent Australien hat viel zu bieten. Von Sonnenbaden und Surfer beobachten am Bondi Beach über tauchen mit schillernden Fischen im Great Barrier Reef bis hin zum Fallschirmsprung aus über vier Kilometern Höhe - sowohl Sonnenanbeter als auch Adrenalin-Junkies kommen am anderen Ende der Welt auf ihre Kosten. Wer die beliebte Ostküste bereist, sollte diese sechs Punkte auf keinen Fall verpassen.

Die Blue Mountains

Blick in die Blue Mountains

Die Blue Mountains: Blick auf die Three Sisters

Blauer Dunst über den von Wäldern bedeckten Bergen - in den Blue Mountains ist der Name Programm. Das Mittelgebirge befindet sich etwa zwei Stunden außerhalb von Sydney und ist überwiegend mit Eukalyptusbäumen bedeckt. Aus den Baumkronen ragen die Wahrzeichen der Blue Mountains, die "Three Sisters" heraus. Die drei nebeneinander stehenden, über 900 Meter hohen Felsen sind Ausflugziel vieler Touristen. Von hier aus schlängeln sich schöne Wanderwege durch die Wälder, mit kantigen Felsformationen, atemberaubenden Aussichtspunkten und in die Tiefe rauschenden Wasserfällen. Wer aufmerksam in die Bäume schaut, kann mit ein wenig Glück Eukalyptus-mampfende Koalas entdecken. Weiteres Highlight: Die Scenic Railway, die angeblich steilste Seilbahn der Welt, bringt Gäste bequem durch das dichte, urwaldartige Grün.

Port Stephens 

Aussichtspunkt über Port Stephens

Aussicht von Tomaree Head über Port Stephens

Der Naturhafen Port Stephens wird auch die "Delfin-Hauptstadt" Australiens genannt und liegt etwa 170 Kilometer nördlich von Sydney. Startet man mit einem Ausflugsboot von dem kleinen Ort Nelson Bay, besteht eine nahezu 100-prozentige Garantie Delfine zu sehen. Mehr als 140 der Meeressäuger leben dort und schnellen immer mal wieder wenige Meter von den Touristenbooten entfernt aus dem Wasser hervor. Einige Schiffe haben herunterklappbare Vorrichtungen mit eingespannten Netzen an den Seiten, in denen Besucher direkt über der Meeresoberfläche sitzen und die Tiere aus nächster Nähe beobachten können - aber die Badehose nicht vergessen, denn es wird nass.
Wer es lieber trocken mag, kann eine Tour zu den Sahara-ähnlichen Sanddünen machen und dort "Sandboarden": Dabei saust man auf einer Art Snowboard die Sandberge hinunter.

Das Lone Pine Koala Sanctuary

Lone Pine Koala Sanctuary

Ein Koala bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Schlafen

Im ältesten Koala-Park in der Nähe von Brisbane leben mehr als 130 der faulen, grauen Baumbewohner. Es macht Spaß den knuffigen Tieren beim Schlafen, Fressen und Herumlungern zuzusehen. Der kleine Koala-Park ist preisgünstiger als der berühmte Australia Zoo - für einen Aufpreis gibt's ein Erinnerungsfoto mit einem Koala auf dem Arm. Ein weiteres Highlight des Lone Pine Koala Sanctuary ist der Känguru-Streichelzoo, in dem man zwischen Emus und Kängurus herumlaufen, sie streicheln und füttern darf. Die hüpfenden Beuteltiere posieren auch gerne für ein Selfie mit den Gästen. Insgesamt leben dort etwa 95 verschiedene Arten typisch australischer Tiere, wie zum Beispiel Tasmanische Teufel, Schnabeltiere und dicke Wombats.

Fraser Island

Mit dem Auto über den Sand-Highway auf Fraser Island

Der Himmel spiegelt sich am Strand von Fraser Island

Auf der größten Sandinsel der Welt düsen viele Besucher mit einem Allrad-Fahrzeug über den schier endlosen Strand. Asphaltierte Wege gibt es kaum, sodass man seine Fähigkeiten an den Sandwegen testen kann. Aber Vorsicht: Nicht selten bleiben übermütige Fahrer stecken. Von der Klippe "Indian Heads" bietet sich der perfekte Ausblick über Fraser Island. Von hier oben ist es möglich, Haie und Rochen im Meer zu beobachten. Auch ein Besuch der "Champagne Pools" lohnt sich. Im Laufe der Jahrtausende haben sich hier natürliche Becken gebildet - wennd die Wellen dagegen krachen, schwappt Wasser hinein und es sprudelt wie in einem Whirlpool.

Mission Beach

Das Great Barrier Reef von oben

Das Great Barrier Reef von oben

Der kleine Ort Mission Beach ist DIE Anlaufstelle für Adrenalin-Junkies. Zwei Stunden südlich der Stadt Cairns hat jeder, der schon immer einmal aus einem Flugzeug springen wollte die perfekte Gelegenheit dazu. Mit einer Absprunghöhe von über 4200 Metern ist es kein 0-8-15 Fallschirmsprung, sondern der höchste Skydive in ganz Australien. Ein zusätzlicher Pluspunkt für die mutigen Springer: Während sich die kleine Propellermaschine der Absprunghöhe nähert, hat man einen sagenhaften Blick über das Great Barrier Reef - und springt direkt darüber aus dem Flugzeug. Nach 60 Sekunden freiem Fall öffnet sich der Fallschirm, und man wird mit einem Adrenalinrausch und der Aussicht über das größte Korallenriff der Welt belohnt, bis man sicher am Strand landet.

Whitehaven Beach

Der Whitehaven Beach

Einer der weißesten Strände der Welt: Whitehaven Beach

Weißer Sandtrand, Meer und Palmen sind für viele Urlauber die Idealvorstellung von Ferien. Der Whitehaven Beach auf den Whitsunday Islands erfüllt und toppt solche Träume: Es ist einer der weißesten Strände der Welt. Von der kleinen Hafenstadt Airlie Beach zwischen Cairns und Brisbane starten Segelturns zu den Whitsunday Islands und Whitehaven Beach. Der Quarzgehalt des Sandes liegt bei nahezu 99 Prozent und lässt den Sand in leuchtendem Weiß strahlen. Das Meer passt sich mit sattem Türkisblau an und macht mit den Palmen das Bild perfekt. Wer sich mit dem Quarzsand die Zähne putzt soll ein weißeres Lächeln bekommen - das schmeckt allerdings nicht sonderlich gut. Nach ein paar Stunden am Traumstrand geht es, leider, wieder zurück zum Schiff. Dabei sollten Urlauber sich hüten, eine Flasche voll Sand als Souvenir mitzunehmen. Das ist verboten, und wer es trotzdem versucht, bekommt eine saftige Geldstrafe.

Autor:
Chiara Lippke