Österreich Alpen feiern mit Bergfeuern den Sommeranfang

Jedes Jahr zündelt es rund um die Sommersonnenwende in den Alpen. Mit Bergfeuern feiert man hier den Start des Sommers - ein spektakuläres Fest für Zuschauer und Bergfeuerer zugleich. Rund 300 Bergfeurer zaubern bei Einbruch der Dunkelheit Bilder an die Hänge. So sah man beispielsweise schon eine überdimensionale Rose leuchten, Kreuze oder aber auch einen lodernden Hirsch. 

Die Bergfeuer haben in den Alpen Tradition. Besonders das Ehrwalder Bergfeuer mit ihren Symbolfiguren in der Tiroler Zugspitz Arena beeindruckte die Unesco - und ernannte sie als Wahrzeichen lebendigen Brauchtums 2010 zum immateriellen Unesco Kulturerbe Österreichs. Tatsächlich beginnt die Arbeit vor dem großen Fest bereits Monate zuvor. Nach einer sorgfältigen Vermessung der Felswände am Berg, mit Einbezug der Hangneigung werden spektakuläre Motive entworfen. Bis zu 700 Säcke, befüllt mit Sägemehl und Rapsöl, müssen auf die Berge getragen und entsprechend angeordnet werden, damit Zuschauer vom Tal aus die Feuerkunst gut erkennen können. Dabei ist bergsteigerisches Können gefragt: Die Säcke werden in einer Höhe von bis zu 2.000 Metern verankert.

Beste Sicht auf die brennenden Kunstwerke am 23. Juni hat man in der "Tiroler Zugspitz Arena" im Talkessel  zwischen den Orten Ehrwald, Lermoos und Biberwier.

Autor:
Bianca Schilling