Trinidad und Tobago

Wissenswertes über Trinidad und Tobago

Natur und Klima:

Das aus den beiden Hauptinseln Trinidad und Tobago sowie mehreren Nebeninseln bestehende Land bildet den südlichsten Teil des karibischen Inselbogens. Auf Trinidad, der größten Insel der Kleinen Antillen, verlaufen drei parallele Bergketten (bis 941 Meter hoch). Tobago, die mit 300 Quadratkilometer wesentlich kleinere Insel, liegt 32 Kilometer nordöstlich von Trinidad. Ihr Rückgrat bildet der bis 572 Meter hohe, von Regen- und Bergwäldern bedeckte Main Ridge. Auf beiden Inseln herrscht ein feuchttropisches Klima mit ganzjährigen Temperaturen über 25 Grad und einer Regenzeit von Juni bis Dezember.

Bevölkerung:

Die Bevölkerung ist je zur Hälfte indischer und afrikanischer Abstammung, zwischen denen eine strikte Trennung herrscht. Auf Tobago leben fast nur Schwarze. Europäer und Chinesen sind Minderheiten.

Staat und Politik:

Gemäß der Verfassung von 1976 ist Trinidad und Tobago eine präsidiale Republik im Commonwealth, deren Präsident für fünf Jahre von einem Wahlkollegium gewählt wird. An der Spitze der Exekutive steht der vom Präsidenten ernannte Premierminister. Das Zweikammerparlament besteht aus dem Repräsentantenhaus mit 36 auf fünf Jahre gewählten Abgeordneten und dem Senat mit 31 ernannten Mitgliedern. Regierungspartei ist der PNM (People's National Movement). Der United National Congress - Alliance (UNC-A), der seine politische Basis vor allem in der indischstämmigen Bevölkerung hat, bildet die Opposition. Tobago hat ein eigenes Regionalparlament.

Wirtschaft:

Bedeutende Öl- und Gasvorkommen bilden die Wirtschaftsgrundlage. Außer der petrochemischen Industrie ist die Nahrungsmittel-, Textil- sowie die Baustoffproduktion (Asphalt aus dem Pitch Lake) vertreten. Dem Tourismus kommt wachsende Bedeutung zu; die meisten Touristen besuchen die Strände Tobagos.

Geschichte:

1498 entdeckte Kolumbus die Inseln. Trinidad wurde im 16. Jahrhundert von Spanien kolonisiert. Tobago stand unter wechselnden Herrschaften. Beide Inseln fielen schließlich 1802 bzw. 1814 an Großbritannien und wurden 1889 zu einer Kolonie zusammengefasst.

1962 wurde Trinidad und Tobago als parlamentarische Monarchie im Commonwealth unabhängig. Der PNM-Gründer Eric Williams bestimmte als Regierungschef bis 1981 die politische Entwicklung. 1976 erhielt das Land Republikstatus. Nachdem die Wahlen von 2001 eine Pattsituation im Parlament ergeben hatten, führten Neuwahlen zu einer Regierungsmehrheit des PNM unter Patrick Manning. 2003 wurde George Maxwell Richards Staatspräsident. Innenpolitisches Hauptproblem blieb die hohe Gewaltkriminalität. Die Parlamentswahlen 2007 gewann erneut der PNM. Manning blieb Regierungschef.


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