Ureinwohner Kanada Top 5 First Nation Erlebnisse

Geheime Rituale, lebhafte Traditionen: Begeben Sie sich mit uns auf die Spuren der First Nations und erfahren Sie mehr über die Geschichte der Ureinwohner Kanadas. Wir stellen Ihnen fünf Ausflugsziele vor, die auf einer Tour durch Kanada nicht fehlen dürfen!

Top 5 First Nation Erlebnisse

Haida Gwaii

Einer Legende zufolge ist Haida Gwaii der Ort, an dem die Zeit begann. Bereits vor 8.000 Jahren bevölkerten die Haida Indianer die Inselgruppe vor der Küste British Columbias. Heute leben dort rund 4000 Menschen, davon gehören knapp die Hälfte zum Stamm der Haida. Ihre Kultur ist überall spürbar: Wer möchte, kann sich Kajak oder Fahrrad ausleihen und die Landschaft erkunden, Totempfähle und die einstige Lebensweise der indigenen Völker Kanadas im Haida Heritage Center bestaunen, den Gwaii-Haanas-Nationalpark besuchen und den Spirit Lake Trail bewandern. Es warten besondere Begegnungen: Seesterne, Bären, Lachse, Orcas, Weißkopfseeadler, einsame Sandstrände und versteckte Buchten. Möchte man nicht fliegen, dauert die Anreise etwas länger: acht Stunden mit der Fähre von Prince Rupert aus. Doch wer einmal auf Haida Gwaii war, kehrt meist zurück. Háws dáng hl kíng saang, ich sehe Dich wieder, heißt es in der Sprache der Haida. 

Wanuskewin Heritage Park

Ureinwohner Kanadas bei einem traditionellen Ritual
Tänze, Tipis und viele Traditionen: Besucher des 150 Hektar großen Wanuskewin Heritage Park, 15 Kilometer nördlich von Saskatoon, werden von den Nachfahren der First Nations auf eine Reise in die kanadische Vergangenheit abgeholt. Ursprünglich versammelten sich hier die nördlichen Prärieindianer, um auf die Jagd zu gehen. Wechselnde Ausstellungen zeigen indianische Kunst. Nach einem Tag an der frischen Luft lockt frisch gebackenes Bannock, ein Fladenbrot nach traditionellem Rezept der Ureinwohner Kanadas. 

Head-Smashed-In Buffalo Jump

Ja, es klingt makaber: Kopf zertrümmert bei Büffelsprung. Vor fast 6000 Jahren nutzte der Stamm der Blackfoot-Indianer die Tiefen des Steilhanges zur Jagd. Sie trieben die Büffel den Abgrund hinab ins Verderben. Der Legende nach verlor ein Indianerjunge am Fuße des Felsens sein Leben, als sein Kopf von einem herabstürzenden Bison zerschmettert wurde. Die Head-Smashed-In Buffalo Jump World Heritage Site wurde 1981 zum Weltkulturerbe ernannt - ähnlich schroff wie der Name zeigt sich auch die Prärie: Steht man am Felsen und blickt hinab, rechnet man fast damit, dass eine von Indianern getriebene Bisonherde angestürmt kommt. Wen der Gedanke gruselt, flüchtet sich in das in den Hang integrierte Museum, das auf sieben spannenden Stockwerken die Geschichte der Blackfoot-Indianer erzählt. Hungrige sättigt ein Büffeleintopf. Stimmt das Wetter, kann man im Tipi übernachten. 

Museum of Anthropology – Vancouver

Nach einer zwanzigminütigen Fahrt von Vancouver gen Westen erreicht man das Museum of Anthropology, kurz MOA. Dort angekommen findet man sich rasch in einer anderen Welt wieder: Totempfähle, riesige Bäume und indigene Gewächse schmücken die Landschaft mit Blick auf Berge und Meer. Der kanadische Architekt Arthur Erickson errichtete 1976 ein Gebäude aus Beton und Glas, das in seiner Ständerbauweise an die Plankenhäuser der Ureinwohner erinnert. Drinnen warten 40.000 ethnographische und 535.000 archäologische Objekte, darunter Kanus der Kwakwaka’wakw, wechselnde Ausstellungen mit Werken indigener Künstler und Schmuckstücke aus Holz, Gold und Silber. 

Manitoulin Island

Auf der größten in einem See gelegenen Insel der Welt befinden sich wiederum viele kleine Seen, darunter aber auch der größte See der Welt, der auf einer Insel in einem See liegt. Verstanden? Nein? Muss man auch nicht, denn eigentlich ist nur wichtig, dass Manitoulin Island einer der schönsten Flecken in den großen Seen Kanadas ist.
Insbesondere dann, wenn man sich auf die Spuren der kanadischen First Nations begeben möchte, ist man hier richtig: etwa die Hälfte der 12.000 Einwohner der Insel gehören zum Stamm der Anishinabe, deren Kultur nicht nur bei ihren festlichen Powwows erlebbar wird. Beim „Great Spirit Circle Trail“ verraten Ureinwohner den Besuchern geheime Bräuche ihrer Kultur, entführen sie zu Zeremonien und Workshops.
Wer doch eher die Ruhe sucht, der findet sie auch hier – vielleicht bei einer Kanufahrt auf dem Mindemoya-See, nicht der größte, aber einer der vielen Seen auf der Insel im See. 

Geheime Rituale, lebhafte Traditionen: Begeben Sie sich mit uns auf die Spuren der First Nations und erfahren Sie mehr über die Ureinwohner Kanadas.

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Autor:
Nora Reichel