Touren und Tipps Bären beobachten in Kanada

Grizzlybären - groß  und gewaltig. Wir zeigen Ihnen die besten Plätzen an Kanadas Westküste, um die beeindruckenden Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Außerdem verraten wir, was Sie bei einem Zusammentreffen mit einem Bären beachten müssen.

Wildlife Watching: Bären im Blick

Artikel im Überblick:

Die besten Tagestouren, Tipps und Lodges

Knight Inlet Lodge
All inclusive auf die nette Art: Die Gäste werden von Campbell River (Vancouver Island) im Wasserflugzeug zur etwa 80 km entfernten schwimmenden Lodge gebracht. Dort bedienen sie sich an köstlichen Büfetts und im Ausrüstungsraum voller Gummistiefel und Ferngläser, wählen bis zu vier Touren am Tag und hören sich abends noch einen Vortrag an – über Lachsarten oder das Paarungsverhalten der Grizzlys.

Great Bear Lodge
Auch diese schwimmende Lodge ist nur per Wasserflugzeug zu erreichen: von Port Hardy (Vancouver Island) aus, liegt sie etwa 80 km entfernt im "Great Bear Rainforest". Die gerade mal acht Zimmer wurden 2014 gründlich renoviert. Zweitages-Pakete ab 1350 Euro inkl. Flug, Vollpension und allen Touren vor Ort.

Spirit Bear Lodge
Der "Great Bear Rainforest" hat die Größe von Irland – allerdings läuft man hier eher einem Bären über den Weg als einem Menschen: Schwarzbären und Grizzlys sind hier gut zu beobachten – und mit etwas Glück sogar einer der sogenannten "Geisterbären". Diese Schwarzbären haben wegen eines Genfehlers ein weißes oder cremefarbenes Fell. Die Ureinwohner der Gegend, die Kitasoo/Xai‘xais, hielten diesen "Spirit Bear" für ein magisches Wesen und strickten etliche Legenden um ihn. Viele davon erzählen sie heute gern bei den Ausflügen der von ihnen betriebenen "Spirit Bear Lodge". Die liegt am Festland gegenüber der Haida-Gwaii-Inseln (früher Queen-Charlotte-Inseln).

Khutzeymateen Provincial Park

Wildlife Watching: Bären im Blick

Hier können Sie noch mehr über wilde Bären in Kanada lesen.

 

Rund 50 Grizzlybären sowie Wölfe, Elche, Orcas oder Grauwale sind in dem Fjord bei Prince Rupert zu Hause. Speziell zum Schutz der Grizzlys wurde die Gegend 1994 zum Provincial Park erklärt und darf seitdem nur noch in Begleitung eines Guides betreten werden. Empfehlenswert sind etwa die Tagestouren ab Prince Rupert mit Adventure Tours. Von Mitte Mai bis Ende Juli können bis zu 100 Personen im Boot den Fjord hochfahren und Ausschau nach den Tieren halten. Vorsicht: Im August endet die Saison, dann machen sich die Bären auf den Weg zu den Laichgründen der Lachse.

Was Grizzlys (gar nicht) mögen

Weder Schwarzbären noch Grizzlys greifen Wanderer an – es sei denn, sie fühlen sich bedroht. Bärenführerin Tamar Glouberman empfiehlt daher, sich an folgende Regeln zu halten:

Vorwarnung: Bei Gruppen von Wanderern reichen schon Gespräche in normaler Lautstärke, um Bären auf Abstand zu halten. Einzelpersonen können Bären mit Glocken am Rucksack (gibt es in quasi jedem Souvenirshop in Kanada), einem Lied oder kurzen Rufen vorwarnen.

Lebensmittel: Gerade beim Campen im Wald können Bären durch Essensgeruch angelockt werden. Bewahren Sie Ihr Essen daher nicht im Zelt auf, sondern in den bärensicheren Containern, die auf vielen Campingplätzen stehen. Sollte es die nicht geben: Packen Sie Ihr Essen in eine Tüte, knoten Sie sie zu, und hängen Sie sie in einiger Entfernung zum Zelt an den Ast eines Baumes.

Augenkontakt: Sollten Sie dennoch einem Bären begegnen, bleiben Sie ruhig! Schauen Sie ihm nie direkt in die Augen, das ist ein Zeichen von Aggressivität. Geben Sie ihm eine Fluchtmöglichkeit.

Wildlife Watching

Mehr über Bären in der kanadischen Wildnis erfahren Sie in unserem Video:

Schlagworte:
Autor:
Inka Schmeling