Grenada

Wissenswertes über Grenada

Natur und Klima:

Der Karibikstaat besteht im Wesentlichen aus der Hauptinsel Grenada und den südlichen Grenadineninseln Carriacou und Petit Martinique, die alle vulkanischen Ursprungs sind. Im Innern der gebirgigen Hauptinsel befinden sich noch Reste des einst üppigen tropischen Regenwaldes; der Großteil musste der Plantagenwirtschaft weichen. Die Südküste Grenadas ist durch zahlreiche Flussmündungen und Buchten stark gegliedert.

Grenada liegt im Einfluss des Nordostpassats. Die Niederschläge erreichen an der Küste 1500 mm, an der Luvseite des Gebirges 5000 mm pro Jahr. Das Land wird häufig von Hurrikanen heimgesucht.

Bevölkerung:

Mehr als 90 Prozent der mehrheitlich schwarzen Bevölkerung leben auf der Hauptinsel. Die Einwohnerzahl veränderte sich in den vergangenen Jahren nur geringfügig, da trotz eines Geburtenüberschusses viele Grenader auf der Suche nach Arbeit die Antilleninsel verließen.

Staat und Politik:

Nach der inzwischen modifizierten Verfassung von 1974 ist Grenada eine parlamentarische Monarchie im Commonwealth. Staatsoberhaupt ist die britische Königin, vertreten durch einen einheimischen Generalgouverneur. Die Exekutive liegt beim Premierminister. Repräsentantenhaus (15 Abgeordnete für fünf Jahre gewählt) und Senat (13 ernannte Mitglieder) bilden die Legislative.

Wichtige Parteien sind die New National Party (NNP), der National Democratic Congress (NDC) und die Grenada United Labour Party (GULP).

Wirtschaft:

Grenada lebt in erster Linie vom Tourismus und dem Export von Kakao, Bananen und Muskatnüssen. Die Touristen kommen vor allem mit Kreuzfahrtschiffen, die Saint George's auf Grenada und Hillsborough auf Carriacou anlaufen. Ein Hurrikan traf die Wirtschaft 2004 stark. Er zerstörte die Plantagen und einen Großteil der touristischen Infrastruktur.

Geschichte:

Grenada wurde 1498 von Kolumbus entdeckt. Im 17. und 18. Jahrhundert wechselte die Vorherrschaft zwischen Franzosen und Engländern, bis die Insel 1783 endgültig an Großbritannien fiel. Seit 1885 war Grenada Regierungs- und Verwaltungssitz der Kolonie der Windward Islands. 1967 erhielt Grenada innere Autonomie und 1974 schließlich die volle Souveränität.

Der erste Premierminister Eric Gairy wurde 1979 durch den linksgerichteten Politiker MauriceBishop gestürzt. Dessen Ermordung durch radikale Vertreter der eigenen "revolutionären Volksregierung" und anschließende Unruhen nahmen die USA zum Anlass, die Insel 1983 vorübergehend zu besetzen. Seit Premierminister. Die Wahlen 2008 konnte der oppositionelle NDC für sich entscheiden. Sein Führer Tillman Thomas wurde neuer Regierungschef.

 


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