Antigua und Barbuda

Wissenswertes über Antigua und Barbuda

Natur und Klima:

Die beiden Hauptinseln sind aus Korallenkalk aufgebaut, flach und größtenteils verkarstet. Nur im Südwesten Antiguas erreicht ein tief zerschnittenes, vulkanisches Bergland Höhen von 400 Metern. Die Küsten sind buchtenreich, von zahlreichen Sandstränden gesäumt und von Korallenriffen umgeben. Die ursprüngliche Tier- und Pflanzenwelt wurde auf Antigua weitgehend vernichtet. Große Teile Barbudas sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ein Refugium für viele Vogel-, Echsen- und Schildkrötenarten.

Ganzjährig herrschen gleichbleibend hohe Temperaturen von durchschnittlich 27 Grad. Die Niederschläge (bis zu 1200 mm) fallen überwiegend in der Regenzeit von Mai bis November; die übrigen Monate sind meist sehr trocken.

Bevölkerung:

Die mehrheitlich schwarze Bevölkerung afrikanischer Abstammung lebt überwiegend auf Antigua, davon die Hälfte in der Hauptstadt Saint John's. Einziger größerer Ort auf Barbuda ist Codrington mit rund 1200 Einwohnern.

Staat und Politik:

Antigua und Barbuda ist gemäß der Verfassung von 1981 eine parlamentarische Monarchie im Rahmen des Commonwealth. Staatsoberhaupt ist die britische Königin Elisabeth II., die durch einen einheimischen Generalgouverneur vertreten wird. Regierungschef ist der vom Repräsentantenhaus, der ersten Kammer des Parlaments (17 Abgeordnete; Wahl alle fünf Jahre), gewählte Premierminister, der zur Zeit von der United Progressive Party (UPP) gestellt wird. Die zweite Parlamentskammer ist der Senat mit 17 ernannten Mitgliedern.

Wirtschaft:

Bis in die siebziger Jahre lebte das rohstoffarme Antigua von seinen Zuckerrohrplantagen. Seither hat sich der Tourismus zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor entwickelt. Der Tiefseehafen von Saint John's wurde zu einem der bedeutendsten Kreuzfahrthäfen in der Karibik ausgebaut. Der Anbau von Zuckerrohr wurde inzwischen zugunsten von Baumwolle, Getreide, Obst und Gemüse nahezu eingestellt. Das produzierende Gewerbe beschränkt sich auf Kleinbetriebe der Leichtindustrie.

Geschichte:

1493 entdeckte Kolumbus Antigua. Die englische Kolonisation begann 1632. Die Engländer benutzten Antigua und Barbuda in den Kolonialkriegen gegen Frankreich als Hauptstützpunkt ihrer Flotte im karibischen Raum. Durch die Abschaffung der Sklaverei 1834 und durch die Weltwirtschaftskrise 1929 geriet die Zuckerrohrindustrie in eine Krise.

1967 erhielt Antigua und Barbuda innere Autonomie, am 1. November 1981 die volle Unabhängigkeit. Erster Premierminister wurde Vere C. Bird von der Antigua Labour Party (ALP), die bereits seit 1960 das politische Leben dominierte. 1994 übernahm sein Sohn Lester Bird (ALP) das Amt des Regierungschefs. 2004 vollzog sich ein Machtwechsel. Baldwin Spencer (UPP) wurde neuer Premierminister.


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