Malediven Willkommen im Paradies!

Mit der Statusmeldung "off to paradise" verabschiedete ich mich gestern noch schnell auf facebook, jetzt sitze ich schon mittendrin. Mittendrin in meinem Traumurlaub. Am südlichsten Punkt der Malediven. Auf der Insel Villingili. Umsäumt von Palmen, dem indischen Ozean und einer sternenklaren Nacht. Mona sitzt auf der Veranda unserer Beachvilla mit einem Glas Champagner neben mir und hält immer noch den "gefällt mir"-Button gedrückt. Ihr Lächeln ist breiter als das von Jim Carrey und ich benehme mich, wie es aufgekratzte Teenies in US- Serien tun. "Ahhh, oh my god ...." Wir gackern mit den Geckos um die Wette und können unser Glück kaum fassen.

Dabei wäre unser Traumurlaub um ein Haar ins sprichwörtliche Wasser gefallen. "Hier können sie nicht lang", verwies uns ein schlecht gelaunter Polizist auf die Absperrung zur Halle C am Frankfurter Flughafen. Bombenalarm! Uns war klar: Für keine Bombe dieser Welt lassen wir unseren Traumurlaub platzen. Also rannten wir los. Den ganzen Weg wieder zurück. Ab ins Taxi und mit 180 km/h auf die andere Seite zu Terminal 1. Wir ignorierten die lange Schlange vor der Passkontrolle, ließen uns beschimpfen und Mona rannte auf ihren High Heels durch die Flughalle, als würde irgendwo dort gleich die vierte Staffel von Germany's Next Top Model beginnen. Belohnt wurden wir für unseren Wettlauf dann mit einem Upgrade in die Premium Economy Class. Juhu!

Nach circa zehn Stunden Flug landeten wir dann auf Malé, Hauptstadt und wirtschaftliches Zentrum der Malediven. Gerade mal Zeit für einen Espresso, dann ging es schon weiter - mit einer Propellermaschine auf das Atoll Seenu Gan. Vor dem Einchecken mussten diesmal aber nicht nur die Koffer gewogen werden, sondern auch die Fluggäste plus Handgepäck - um eine Überladung auszuschließen, wie man uns mitteilte. Ich brachte 55 Kilo auf die Waage und nahm ganz vorne am Fenster Platz.

Der zweistündige Flug über die 26 Atolle der Malediven war atemberaubend. Wir überquerten den Äquator und bekamen dieses unbemerkte Erlebnis mit einer süßen Urkunde bestätigt: "Miss Hellmers passed the equator." Mona und ich drückten unsere Gesichter gegen das kleine Fenster und staunten wie zwei Kinder vor dem Schaufenster eines Spielzeugladens. Bilderbuchartig und fast schon surreal präsentierten sich die unter uns liegenden Atolle.

Mit strahlend blauen Augen und platt gedrückten Gesichtern wurden wir dann mit einem Speedboat zu unserem ersten Stopp auf den Malediven kutschiert: das Shangri La's Villingili Resort & Spa. Eingebettet in türkisblaues Wasser, das man mit Photoshop nicht nachempfinden kann. 20 aufgeregte, leger uniformierte und braun gebrannte Angestellte begrüßten uns mit einem herzlichen "Welcome to Shangri La!" und einem Traumurlaub-typischen Cocktail, der nach Mango und Ingwer schmeckte. Wir waren entzückt von so viel Herzlichkeit und Fürsorge. Hand aufs Herz. Mehr geht nicht.

Das Resort erstreckt sich über eine Länge von drei Kilometern und eine Breite von nur 800 Metern. Auf dieser Fläche sind 142 Villen angesiedelt, es tummeln sich dort 570 Angestellte. Für ausreichend Service ist somit gesorgt, jeder Gast wird mit einem eigenem Chauffeur und Buggy zu seiner Unterkunft gefahren. Wir wohnen in der Beach Villa 2. Die ist 189 Quadratmeter groß - Mona und ich sind überwältigt. Mehr als das. Die Villa am feinen Sandstrand verfügt über einen Wohn- und einen Schlafpavillon, einen eigenen Infinity-Pool, eine freistehende Badewanne, eine Innen- und Außendusche - und das rauschende, kräftig türkis leuchtende Meer direkt vor unserer Nase.

"Mona, kneif mich bitte noch mal. Aua …" Kein Traum. Wir sitzen immer noch auf unserer Veranda und lassen uns von der warmen Abendluft langsam müde streicheln. Die Champagnerflasche ist leer und der Catch of the day, ein White Snapper, verköstigt. "Es ist an der Zeit für den elektrischen Knopf", ruft mir Mona mit eingemeißeltem Lächeln aus dem Schlafzimmer rüber. "Ja", rufe ich ihr mit einem wohligen Gähnen zu. Und somit schließt sich für heute der elektrische Vorhang vor einer zauberhaften Kulisse, die den Namen Paradies mehr als verdient hat.

Autor:
Sara Hellmers