Rheinland-Pfalz Unsere Top Ten in Rheinhessen

Weingebiet in der Nähe von Nierstein

1. Roter Hang

Winzer, die hier Rebflächen in einer der sieben Toplagen besitzen, können sich glücklich schätzen. Denn die Rebstöcke am "Roten Hang" zwischen Nierstein und Nackenheim wurzeln in einem sehr seltenen Terroir aus rotem Ton und Sandstein – der Wein ist heiß begehrt. Für Touristen hat der Steil abfall einen anderen Reiz: Von den Rad- und Wanderwegen bietet sich einer der schönsten Blicke auf Wein und Rhein.

2. Flonheimer Trulli

Flonheimer Trulli
Georg Knoll
Flonheimer Trulli
Wie riesige Zipfelmützen ragen sie aus den Weinbergen: Allein drei dieser Trulli, die man vor allem aus Apulien kennt, stehen bei Flonheim. Sie wurden im 18. Jahrhundert als Schutzhütten gebaut, möglicherweise von italienischen Wanderarbeitern. Die insgesamt gut 30 Trulli der Gegend sind einmalig in Deutschland.

3. Fleckenmauer in Dalsheim

Fleckenmauer in Dalsheim
Georg Knoll
Fleckenmauer in Dalsheim
Wehrmauern gab es in dieser Gegend im Mittelalter viele. Sie wurden jedoch abgerissen oder als Steinbruch genutzt. Nur die um Dalsheim ist noch fast komplett erhalten: 1100 Meter lang und bis zu zehn Meter hoch. Der Name hat mit Schmutz auf den Steinen nichts zu tun. Flecken nannte man früher ein Dorf, das besondere Privilegien hatte.

4. Mäuseturm in Bingen

Mäuseturm in Bingen
Georg Knoll
Mäuseturm in Bingen
Allein der Blick vom schön angelegten "Kulturufer" auf den Mäuseturm und den Eingang ins  romantische Mittelrheintal lohnt den Besuch in Bingen. In dem Turm soll einst Bischof Hatto ob seiner Unbarmherzigkeit von Mäusen aufgefressen worden sein. So die Sage. Wahr ist wohl eher, dass sich der Name des einstigen Wachund Zollturms vom gotisch-lateinischen "muta" (Maut) ableitet. Besichtigung in der Regel nur von außen.

5. Rheinhessische Schweiz

Wandern in der rheinhessichen Schweiz
Georg Knoll
Wandern in der rheinhessichen Schweiz
Wer wandern will, fährt am besten in die Rheinhessische Schweiz westlich von Alzey. In aller Beschaulichkeit geht es hier auf ausgezeichneten Wegen über eine sanfte Hügellandschaft mit Wiesen und Weinbergen, kleinen Wäldern und schönen Fernsichten. Die Touren führen zu Örtchen wie Siefersheim und Wonsheim mit versteckten Weingütern – hier ruht Rheinhessen ganz in sich.

6. Mainzer Lebensfreude

Mainz Wochenmarkt
Maria Schiffer
Mainz Wochenmarkt
Die beste Art, Mainz kennenzulernen? Gehen Sie samstags zum Marktfrühstück vor dem Dom: ein Weinchen, was zu essen, dazusetzen und erzählen. Schauen Sie sich danach Dom, Gutenberg-Museum, Altstadt, Neustadt und die Chagallfenster in der Kirche St.Stephan an. Sie werden sich in Mainz verlieben. Versprochen!

7. Oppenheimer Unterwelt

Oppenheimer Unterwelt
Georg Knoll
Oppenheimer Unterwelt
Unter der Altstadt von Oppenheim liegt ein Labyrinth unterirdischer Gänge und Keller – bis zu fünf Stockwerke tief. Seit der Stadterhebung im 13. Jh. wurde hier gebuddelt, um Lagerräume zu schaffen. Nach der Zerstörung 1689 baute man ein neues Oppenheim obendrüber. 670 Tunnelmeter sind touristisch erschlossen. Weitere 30 Kilometer warten noch darauf.

8. Heidenturmkirche in Dittelsheim
Wie kommt die orientalische Kuppel auf Dittelsheims Kirchturm? Es gibt drei Antworten: Sie ist  Siegesbotschaft heimkehrender Kreuzritter, Ausdruck einer Wormser Bautradition oder Abbild der Jerusalemer Kreuzauffindungskapelle. Sicher ist: Es gibt noch mehr. Heidenturmkirchen stehen auch in Alsheim, Guntersblum und Worms.

9. "Heiliger Sand" in Worms

Jüdischer Friedhof in Worms
Klaus Bossemeyer
Jüdischer Friedhof in Worms
Er gilt als der älteste jüdische Friedhof nördlich der Alpen. Ein Ort voller Stille und Mystik: Rund 1400 Grabmäler reihen sich dicht aneinander, der älteste Grabstein trägt die Jahreszahl 4819 nach jüdischer Zählung und ist damit knapp 1000 Jahre alt. Worms hatte einst eine blühende jüdische Gemeinde. Ein Viertel, ein Museum und die Synagoge zeugen davon.

10. Kaiserpfalz in Ingelheim

Pfalz in Ingelheim
Klaus Bossemeyer
Pfalz in Ingelheim
Im Mittelalter hatte Ingelheim weltpolitische Bedeutung. Der spätere Kaiser Karl der Große hatte  Ende des 8. Jahrhunderts hier eine Pfalz errichten lassen – ein Machtzentrum nach dem Vorbild antiker Palastarchitektur. Seit Anfang der 1990er Jahre legen Archäologen die Anlage frei. Zu den am besten erhaltenen Bauresten aus der karolingischen und staufischen Zeit zählt das Heidesheimer Tor.
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