Lissabon
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Als ich im Januar 2008 von London nach Lissabon zog, habe ich erst einmal in einem der roten Doppeldecker-Touri-Bus eine Stadtrundfahrt gemacht. Warum? Lissabon ist die Stadt der (über) sieben Hügel, es ist ganz hilfreich, sich erst einmal einen Überblick über die Höhenunterschiede in den Vierteln zu machen, bevor man losläuft. Der schönste Aussichtspunkt in Lissabon ist übrigens für mich der Miradouro de São Pedro de Alcantâra mit einem herrlichen Blick über die ganze Stadt. In einer klaren Sommernacht kann man von hier aus beobachten, wie der Mond hinter der alten Maurenburg aufsteigt und sich später im Tejo spiegelt.
Das Festival für den heiligen Schutzpatron San Antonio am 12. Juni, auf portugiesisch "Festa de Santo António", ist wunderbar. Dann verwandelt sich die ganze Stadt in eine einzigen Open-Airbühne, an jeder Ecke gibt es gegrillte Sardinien für wenig Geld und Sangría. Ganz Lissabon ist bis spät in der Nacht auf der Straße, selbst die Kinder sind noch wach.
Im Sommer fahre ich gerne zu den Stränden von Costa da Caparica südwestlich von Lissabon. Die fast 30 Kilometer langen, feinen Badestrände auf der Südseite des Tejo sieht man bereits, wenn man mit dem Flugzeug kurz vor der Landung in Lissabon eine Schleife über den Fluss fliegt. Die Stadt selbst ist nicht besonders schön, aber die Strände sind großartig, vor allem der "Praja da Morena".
