Reiseziele Drehorte der nominierten Oscar-Filme 2016

Skellig Islands, Irland

Skellig Michael, Irland

"Star Wars – Das Erwachen der Macht"

Schroffe Felsen und steile Abhänge inmitten des Atlantischen Ozeans: Die Insel Skellig Michael im Norden Irlands wurde zum Schauplatz des Oscar-nominierten Filmes "Star Wars – Das Erwachen der Macht". Die Insel, die auch Great Skellig genannt wird, beherbergt eines der prominentesten mittelalterlichen Klöster Irlands. Mönchen diente es mehr als sechs Jahrhunderte als Unterkunft. Die Siedlung ist gut erhalten, jedoch schwer zugänglich. Beim Aufstieg schauen Besucher auf die Steilküste der Insel und können eine für die Region typische Vogelart beobachten: die Papageientaucher. Seit 1996 ist die Skellig Michael Weltkulturerbe. Übernachten können Besucher zum Beispiel im Bed & Breakfast "Beach Cove".

Namib-Wüste, Namibia

"Mad Max: Fury Road"

Namib-Wüste, Namibia
Namibia Tourism Board
Namib-Wüste, Namibia
Die Namib ist die älteste Wüste der Welt. Sie liegt an der Westküste Südafrikas – auf dem Gebiet von Namibia und Angola. Über einen Zeitraum von mehr als acht Monaten drehte das Team des Films "Mad Max: Fury Road" in diesem – oftmals von Sandstürmen heimgesuchten – Stück Land wilde Actionszenen. Der Name der Urgestein-Wüste bedeutet soviel wie "leerer Platz". Passend, denn es ist kaum zu glauben, dass ein Lebewesen in dieser knochentrockenen Landschaft existieren kann. Da die Namib-Wüste direkt an die Atlantikküste grenzt, ist sie eine der weltweit wenigen Küstenwüsten. Hotel-Tipp: Bed & Breakfast "Gecko Ridge Guesthouse".

Wadi Rum, Jordanien

"Der Marsianer – Rettet Mark Watney"

Wadi Rum, Jordanien
Jordan Tourism Board
Wadi Rum, Jordanien

Ausgetrocknete, schroffe Sandlandschaften mit rotem Sand und gigantischen Felsformationen prägen die Landschaft der Wadi Rum Wüste in Jordanien. Seit 2011 ist sie Teil der Welterbeliste der UNESCO. Was das arabische Wort "Wadi" bedeutet? Soviel wie "ausgetrockneter Flusslauf". Einen authentischeren Drehort hätte sich die Crew von "Der Marsianer – Rettet Mark Watney" kaum aussuchen können. Im Film kämpft Hollywoodstar Matt Damon auf dem Mars ums Überleben. Ein Paradies für Hobby- und Profi-Fotografen. Besucher können etwa im Hotel "Mövenpick Resort & Residences Aqaba" übernachten.

Ushuaia, Argentinien

"The Revenant – Der Rückkehrer"

Ushuaia, Argentinien
Feuerland Tourism Board/Martin Gunter
Ushuaia, Argentinien

Dem preisgekrönten Regisseur Alejandro G. war es wichtig, beim Dreh zum Film "The Revenant – Der Rückkehrer" vollständig auf künstliches Licht zu verzichten. Das argentinische Feuerland bot ihm dazu mit viel unberührter Natur die ideale Kulisse. Der Streifen mit Leonardo DiCaprio ist gleich zwölf Mal für einen Oscar nominiert. Wälder, Gletscher, Seen, Flüsse und Wasserfälle: In Ushuaia, der südlichsten Stadt des argentinischen Feuerlandes, treffen die verschiedensten Naturextreme aufeinander. Die letzte Szene spielt am Oliva River in Ushuaia. Wer diese spannende Stadt erkunden möchte, kann zum Beispiel im Hotel "Los Ñires" unterkommen.

Valldal, Norwegen

„Ex Machina“

Valldal, Norwegen
Juvet Hotels
Valldal, Norwegen

Fjorde, Serpentinen und atemberaubende Aussichten: Der Film „Ex Machina“ von Drehbuchautor Alex Garland wurde teils in London, teils in Norwegen gedreht. Um eine Alaska-Kulisse nachzustellen, reiste das Filmteam zum Valldal Fjord und konnte das Vorhaben hier realisieren. Das Budget lag bei etwa elf Millionen Euro. In der Darbietung sehen Zuschauer auch das "Juvet Landscape Hotel". Es liegt zwischen steilen Böschungen, schroffen Felsen, Birken und Pinien. Die Filmemacher sind auch in der Kategorie visuelle Effekte nominiert. Übernachten können Sie auch in einer Ferienwohnung, zum Beispiel in der "Hesthaug Gard". 

Telluride, Colorado, USA

“The Hateful Eight”

Telluride, Colorado
Visit Telluride/Ryan Bonneau
Telluride, Colorado

Ein Ort im Westernstil: Quentin Tarantinos neuer Film “The Hateful Eight” entstand im Südwesten des US-Bundestaates Colorado, genauer gesagt in Telluride. Eingefleischte Western-Fans werden diesen Ort bereits kennen. Denn im Jahr 1969 entstand hier der Klassiker "Der Marshal" mit John Wayne. In der Gegenwart wirken zum Beispiel Samuel L. Jackson oder Kurt Russell mit. Jedes Wochenende gibt es wechselnde Feste und Ausflugsmöglichkeiten. Schneebedeckte Gipfel locken Skifahrer aus der Reserve. Hotel-Tipp: das "Madeline Telluride".

New York, USA

„Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“

Brooklyn, New York
Philip Koschel/Corbis
Brooklyn, New York
Die Heimat hinter sich lassen, einfach neu anfangen. Das ist das Thema des Filmes „Brooklyn – Eine Liebe zwischen zwei Welten“. Er erzählt die Geschichte einer jungen irischen Immigrantin, die in den 50er-Jahren versucht, in Brooklyn sesshaft zu werden. Neben dem beschaulichen Enniscorthy im Südosten Irlands diente deshalb das bunte New York als Drehort. Viele Szenen nahm das Filmteam tatsächlich im lebendigen Brooklyn auf – inmitten der charakteristischen Backsteinhäuser und Feuertreppen. Ein Teil des Filmes spielt zudem an der Küste von Coney Island. 

Departamento Vaupés, Kolumbien

"Der Schamane und die Schlange"

Amazonas, Kolumbien
Christian-Heeb/JAI/Corbis
Amazonas, Kolumbien
Für den besten fremdsprachigen Film nominiert: "Der Schamane und die Schlange". Die Thematik? Ein Schamane eines indigenen Stammes soll Anfang des 20. Jahrhunderts einen deutschen Forscher heilen, der sterbenskrank ist. Aus diesem Grund macht er sich auf die Suche nach der rätselhaften Yakruna-Pflanze. 30 Jahre später bricht er mit einem Biologen erneut auf, um das Heilmittel zu finden. Gedreht wurde im Amazonasgebiet Kolumbiens. Schauplätze sind zum Beispiel das Departamento del Vaupés. Beeindruckend: der Rio Vaupés, ein Nebenfluss des Amazonas. Eine rundum gelungende Reise ins Herz der Amazonasregion.
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Autor:
Michelle Ohl