Costa Rica

Wo die Affen mit Mangos schmeißen

Geschrieben am Mittwoch, April 9, 2014 - 11:39

Der Taxifahrer hatte mich gewarnt. "Tamagringo" nennen die Einheimischen mittlerweile ihren Heimatort Tamarindo an der Westküste Costa Ricas. "Gringo", wie die abfällige Bezeichnung für verwöhnte amerikanische Touristen. Und als ich mit dem Taxi schließlich in das Ortszentrum fahre, verstehe ich sofort, warum. Auf den Straßen tummeln sich fast nur Amerikaner, die Regale des Supermarkts sind gefüllt mit importierten Produkten, sogar Schweizer Schokolade gibt es hier!

Affen in den Mangobäumen von Tamarindo.
http://www.dreamseasurfcampcostarica.com/gallery.html
Aus der Ferne süß - aber Vorsicht! Die Affen von Tamarindo bewerfen die Besucher gerne mit Mangos.
Zum Glück ist in den nächsten Tagen nicht dieser Ort sondern das vier Kilometer entfernte Dreamsea Surf Camp mein Zuhause.  Um die 30 Mitarbeiter und Gäste leben hier wie eine kleine Familie zusammen, in die ich freundlich aufgenommen werde, als ich nach Einbruch der Dunkelheit endlich ankomme. Licht dringt aus den vielen Zelten, von irgendwoher kommt Musik und alle sitzen auf den Plattformen des kleinen Baumhauses in den Mangobäumen, reden und lachen gemeinsam bis spät in die Nacht.

Von dieser friedlichen Gelassenheit ist am nächsten Morgen nicht mehr viel übrig. Affen! In den Mangobäumen sitzen um die zwanzig von ihnen, die uns zunächst aus der Höhe beäugen und uns dann während des Frühstücks mit Mangos bewerfen. Aber wir nehmen es ihnen nicht übel: Jeden Tag sammeln wir die Früchte auf, entsorgen die alten und verwenden die guten in Salaten und anderen Speisen.

Strand von Tamarindo.
Anna Albrecht
Privater Sonnenuntergang: Wer die richtigen Ecken kennt, hat den Strand von Tamarindo ganz für sich allein.
Nach dem Frühstück geht es mit dem Fahrrad oder dem Camp-Auto ab zum Strand – endlich darf ich wieder surfen! Statt am überfüllten Hauptstrand das Brett ins Wasser zu werfen, paddle ich noch ein bisschen weiter durch einen Fluss und habe dann eine Ecke des Strands ganz für mich alleine. Fast zumindest. Da sind noch die Pelikane, die immer wieder über die wellen kreisen. Aber die schmeißen wenigstens nicht mit Mangos.
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