Segelreise

Finale mit Boje und Seehecht

Geschrieben am Dienstag, Juni 26, 2012 - 09:23

Marc Marin
Auf der Logge (seemännisch für Tacho) standen 354 Seemeilen. Die Nordsee im Kielwasser, vor dem Bug nun der werdende Sommer in Dänemark. Thyborøn ist ein weiteres Fischerkaff am gefühlten Ende der Welt. Nicht viel los hier, selbst im Sommer nicht. Fischer fahren raus, kommen rein. Möwen fliegen, kreischen. Längst vertraute Bilder, Geräusche, Szenen. Zur Belohnung nach der langen Überfahrt gab es einen Kilo Seehecht, frisch vom Kutter. Dann feierten die Dänen Sankt Hans, zu Mittsommer brannten haushohe Lagerfeuer - Flammen, die für den Beginn der beiden hoffentlich warmen Hochsommermonate Juli und August loderten.

Marc Marin
Dänemark zieht in die Ferien ein. Über dem winzigen Hafen sank die Sonne derweil erst um elf am Abend. Eine friedliche Stimmung. Das prismatische, lila-gelb-blau-orange-farbene Ende einer Segelreise, die von Schottland nach Irland, durch die Hebriden, die Highlands und bis nach Dänemark führte. Insegamt über fast 1000 Seemeilen. Immerhin weiter als von Hamburg nach München und zurück. Nur viel langsamer. Im Fußgängertempo. Im Schiffstempo. Und siehe da: Man kommt doch an.
Autor:
Marc Marin