Segelreise

Zum Wetter

Geschrieben am Montag, April 30, 2012 - 10:00

Total abgesoffen der arme kleine Kahn. Dem steht das Regenwasser schon bis zur Halskrause, schlimmer: bis zur Abdeckplatte des Batteriekastens. Nur die Schwimmweste treibt noch oben. Ein Menetekel für die Reise? Bitte nicht! Es soll uns nämlich bloß nicht so ergehen, wie diesem kleinen "Dinghy" (so heißen Beiboote auf Seemännisch).

Denn: Noch ein Guss von oben - und das sich so tapfer über Wasser haltende Bötchen geht für immer auf Tiefe. Doch immer schön langsam: Die nächsten Tage sollen erst mal beweisen, wie schlimm es wirklich ist. In den letzten zwei Tagen kamen nämlich nur kurze Schauer und feiner Sprühregen vom Himmel. Ab und zu schien sogar die Sonne. Und die Sonne war warm. Eine warme, gütige schottische Sonne.

Churchills Devise: Traue keinen Statistiken, die du nicht selbst manipuliert hast. Meine Devise: Traue keinem Seemannsgarn, das du nicht selbst gesponnen hast. Und schon gar nicht, wenn es um das Wichtigste bei einer Segelreise geht - das Wetter.

Autor:
Marc Marin