Kenia

"Karibu" im Tsavo-Nationalpark

Geschrieben am Dienstag, Februar 12, 2013 - 14:33

Der Tsavo-Nationalpark liegt ca. 2,5 Std. Fahrt von Mombasa entfernt und ist mit ca. 22.000 qkm das größte Wildschutzgebiet in Kenia. Bekannt ist er vor allem durch seine rote Erde und die roten Elefanten, die sich mit Staub "duschen", um ihre Haut vor Insekten und Sonne zu schützen und damit die Färbung der Landschaft annehmen.

"Game walks" sind nur außerhalb des Parks in angrenzenden, privaten Schutzgebieten erlaubt, wie z.B. in dem 12.000 Hektar großen Areal, in dem das erst vor wenigen Wochen eröffnete Kipalo-Camp liegt. Selbstverständlich darf man dort nur in Begleitung von bewaffneten Guides und Wildhütern wandern. Bevor wir losgehen, bekommen wir strikte Anweisungen von Richard Corcoran, unserem Chief-Guide und "Boss" auf dieser Wanderung.

Karin Harder
Landschaft mit roter Erde

"Ihr hört hier nur auf mich! Wenn ich sage, werft Euch auf den Boden, dann werft Ihr Euch hin. Ansonsten habe ich keine freie Sicht und notfalls kein freies Schussfeld. Und dann kann es richtig gefährlich werden!" Wir nicken und hoffen, dass wir dieses Kommando nicht hören werden. Richard schultert sein Gewehr und los geht’s. 

Karin Harder
Unser Guide Richard
Leider sehen wir außer ein paar Vögeln nicht mal ungefährliche Tiere – aber der Nervenkitzel bleibt, bis wir eine "Kopje" (Felskuppe mitten im Busch) erreichen, wo uns ein Sundowner mit phantastischem Rundumblick serviert wird. Für den Rückweg ins Camp stehen Jeeps bereit; ist die Sonne erstmal weg, wird es in diesen Breitengraden schlagartig stockfinster.

Richard ist ein Ur-Gestein der Safaris in Kenia; er kennt und weiß alles über die Tiere, Pflanzen und Landschaften und gehört zu den Initiatoren des Camps. Ziel ist es, die Elefanten in dieser Region vor Wilderen zu schützen, sich für nachhaltigen Tourismus einzusetzen und vor allem die einheimische Bevölkerung in dieses Projekt mit einzubeziehen.

Abends dann im Schutz der Lodge können wir unter dem Sternenhimmel mit wohligem Gruseln den Geräuschen der afrikanischen Nacht lauschen.

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