Darmstadt

Halloween auf Burg Frankenstein

Geschrieben am Montag, November 2, 2015 - 09:04

 

Gruselige Geschöpfe auf Burg Frankenstein
Sandra Maar

Frankenstein - kaum einer kennt nicht das gruselige Märchen um die künstlich erschaffene Kreatur, die in den Wäldern des Beerbacher Tals sein Unwesen trieb und auf unerklärliche Weise Kinder und Jungfrauen verschwinden ließ.

Auf der Burg Frankenstein in Darmstadt mit Blick auf das Rheintal und die Skyline Frankfurts haben Sie die Möglichkeit, den Erzählungen aus dem 19. Jahrhundert hautnah auf die Spur zu kommen. Denn es gibt viele historische Ansätze darüber, dass der weltbekannte Roman "Frankenstein oder der moderne Prometheus" seinen Ursprung auf der gleichnamigen Burg hat. 

Die über 750 Jahre alten Gemäuer liegen im Stadtteil Eberstadt, südöstlich von Darmstadt im Odenwald. Die Burg Frankenstein bringt Ihnen zwar das ganze Jahr den Mythos um die Sage Frankensteins sowie die Liebesgeschichte zwischen Mary Shelley und Johann Konrad Dippel von Frankenstein näher - aber zu Halloween ist ein Besuch auf der imposanten Burg wohl die beste Zeit, um einmal in die Geschichte abzutauchen. 

Gruselige Geschöpfe auf Burg Frankenstein

Bereits seit 1977 feiert man auf der Burg Frankenstein jedes Jahr an drei Wochenenden rund um Halloween ein Fest, das Besuchern das Gruseln lehrt. Unter den Gästen sind viele Asiaten, Amerikaner und Engländer, einige der Besucher haben sich mit viel Liebe zum Detail zum Schreckgespenst verwandelt, andere kommen unverkleidet.  

 

Gruselige Geschöpfe auf Burg Frankenstein
Sandra Maar

Laien-Darsteller zeigen Shows und Tänze

Das Gelände der Burg in Mühltal ist bis ins kleinste Detail schaurig hergerichtet. Überall begegnet man perfekt geschminkten Zombies, Werwölfen und Monstern. Auch Freddy Krüger und Frankenstein mischen sich unter die Besucher. 

Die Burg ist in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt. Am "Tunnel of Death" stößt man auf den "Friedhof der Untoten". Hier soll es hier eine Kiste geben, in der bereits der eine oder andere Besucher von einem Monster hineingesteckt wurde. Am Henkersplatz stehen Galgen und eine Guillotine. In den "Monster-Zonen" lauern die bösen Gestalten, um Besucher zu erschrecken oder zu jagen und sie in Käfig, Sarg oder Kiste zu schleppen. Aus dem "Sumpf" erscheinen schreckliche Untote und locken die Besucher zu ihren Gewässern. 

 

Gruselige Geschöpfe auf Burg Frankenstein
Sandra Maar

Einige Figuren sind zum Fürchten

Auf einer Bühne im Burghof werden im etwa 30-Minuten-Takt Shows und Tanzeinlagen präsentiert. Die Darsteller sind Laien, alles ist perfekt einstudiert und überzeugend. 

Gruselige Geschöpfe auf Burg Frankenstein
Sandra Maar

Hoffentlich nur eine Maske ...

Auf der Burg fühlt man sich wie das berühmte kleine Mäuschen in einem Horrorfilm. Die Darsteller überzeugen mit ihren Kostümen und ihren Rollen und lassen das ganze Geschehen real werden. 

Zur Stärkung finden Sie in dem burgeigenem Restaurant eine reichliche Auswahl an kulinarischen Leckereien: von Bratwürsten, über Chilli con Carne bis hin zu Knoblauch-Baguette (soll ja gegen Vampire helfen) ist für jeden etwas dabei. Einen kleinen Snack finden Sie übrigens auch am Burg-Kiosk. 

Mein Fazit: Gruselfans kommen hier voll auf ihre Kosten, aber man sollte starke Nerven mitbringen - und etwas Zeit und Geduld beim Einlass, der übrigens kostenlos ist. Zum Fest kommen Sie bequem per Shuttlebus, die Anreise mit dem PKW ist während der Veranstaltung nicht möglich. Für Familien findet sonntags der "Family Sunday" statt. Kinder ab sieben Jahren dürfen in den Monster-Bereich des Burginneren. Für kleinere Kinder ist das nicht empfehlenswert.

Wenn Sie außerhalb des Halloween-Spektakels kommen wollen, können Sie dies natürlich auch gerne tun: Die Burg Frankenstein hat das ganze Jahr über geöffnet.  

Mehr Infos zur Burg, die Öffnungszeiten, Tickets und zur Anfahrt unter www.frankenstein-halloween.de

 

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