Tierwanderung

Die Wildnis ruft in der Masai Mara

Geschrieben am Montag, März 18, 2013 - 09:47

Zur Zeit der großen Migration im August und September sind Millionen von Tieren in der Masai Mara zu beobachten. Aber auch jetzt sind in dieser Region Giraffen, Impalas und Zebras zu sehen - und Krokodile.

Karin Harder
Wenn man im August oder September in die Masai Mara reist, kann man ein grandioses Schauspiel der Natur miterleben: die große Migration. Aus der südlichen Serengeti in Tansania, wenn die Trockenzeit beginnt, machen sich jährlich 2,5 Millionen Tiere (vorwiegend Gnus und Zebras, aber auch einige Gazellen- und Antilopen-Arten) auf den Weg nach Norden Richtung Kenia. Auch einige Raubkatzen und Schakale folgen den Herden - in der Hoffnung auf leichte Beute. In den immer Wasser führenden Flüssen Grumeti und Mara, die überquert werden müssen, lauern ebenfalls Feinde: die Krokodile, denen viele der Grasfresser auf ihrem Weg zum Opfer fallen.

Dann im Oktober, wenn in der Masai Mara alles abgeweidet ist, machen sich die Tiere im Uhrzeigersinn wieder auf den Rückweg in den Süden, wo dann wieder ausreichend Weideflächen vorhanden sind. Ein immerwährender Kreislauf des Lebens.

Aber auch jetzt sind schon viele Tiere zu sehen: Wasserbüffel, eine Giraffe, eine Topi-Antilope mit ihren eigenen "Reinigungsfachkräften", den Maden-Hackern, Zebras im eleganten Streifen-Look und zahlreiche Impalas.

Und dann noch ein Anblick, der unter die Haut geht. Auf einmal sind überraschend viele Hyänen zu sehen. Wir fahren noch ein paar Meter und dann wissen wir, warum: Unter einem Baum liegt ein verendetes Flusspferd, auf das sich 25 bis 30 Hyänen gestürzt haben. Das zu beobachten und das Schreien und Kreischen der Hyänen zu hören - die nicht gerade zimperlich miteinander umgehen - ist unvergesslich. Es fällt  auf, dass keine anderen Aasfresser zu sehen sind - weder Geier noch Marabus. Richard, unser Guide, erklärt uns, dass die sich bei so vielen Hyänen nicht herantrauen; sie müssen auf die Reste warten.

Karin Harder
Nach diesen Eindrücken fahren wir zurück zu unsere Lodge: das "Alex Walkers Serian Camp". Es liegt direkt am Mara-Fluss (in dem die bereits erwähnten Krokodile vorkommen) und ist nur über eine schmale, schwankende Hängebrücke zu erreichen. Das Camp steht für verantwortungsvollen Tourismus, will Massentourismus vermeiden und somit Tiere und Natur schützen. Die Angestellten stammen fast ausschließlich aus den umliegenden Dörfern; und es werden Schulen und Frauenprojekte unterstützt.
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