Nachgeschenkt Jenseits der Champagne

Klaus Herres feierte gerade mit seiner Familie, dass er für seine Sekte ausgezeichnet worden war, als seine gute Laune rapide verflog. Im Fernsehen erzählte der damalige Bundespräsident Roman Herzog, dass er bei Staatsbesuchen Champagner ausschenke. Der Eigentümer des Sektguts St. Laurentius in Leiwen an der Mosel schrieb einen Beschwerdebrief an Herzog, warum er die guten deutschen Sekte ignoriere. Kurz darauf wurde Herres aufgefordert, Proben seiner Sekte ins Schloss Bellevue nach Berlin zu schicken, seit über zehn Jahren ist St. Laurentius Hoflieferant des Bundespräsidenten. Klaus Herres muss heute noch schmunzeln, wenn er erzählt, wie er 1982 versuchte seine ersten Schaumweine zu erzeugen. Er setzte ihnen zu viel Hefe zu, die Flaschen zerplatzten reihenweise, der Winzer traute sich nur noch mit einem gefütterten Skianorak und einem Motorradhelm in den Keller.

Neben St. Laurentius gibt es weitere Güter an der Mosel, die hervorragende Schaumweine erzeugen. Wie das Sektgut Kirsten in Klüsserath, dessen Heldensekt zu den besten Rieslingsekten zählt. Oder der Lubentiushof in Niederfell, der im Rieslinggebiet mit ausdrucksstarken Spätburgunder-Sekten überrascht. Am unteren Mosellauf versteht sich das Weingut Dostert auf eine Spezialität, Schaumwein aus der Rebsorte Elbling, der auf den Kalbböden frisch und spritzig ausfällt.

Niemand trinkt so viel Schaumwein wie die Deutschen. Sie greifen gerne auf das moussierende Getränk mit den gut verträglichen Nebenwirkungen zurück, die sich meist in Entspannung und Ausgelassenheit äußern. Deutschland gilt als der weltweit größte Schaumweinmarkt. Immer öfter wird zu einheimischen Winzersekten gegriffen, die guten davon können sich mit Champagnern messen. Auch die Vielfalt der deutschen Sekte besticht: Neben Schaumweinen aus den Burgundersorten, die sich an der Champagne orientieren, werden einzigartige Rieslingsekte angeboten, frisch, fruchtig und vornehm. Außerdem rare Schaumweine vom Silvaner, Muskattrollinger, Gewürztraminer oder Muskateller.

Ohne das Wein- und Sektgut Wilhelmshof im pfälzischen Siebeldingen wäre die neue deutsche Sektkultur nicht denkbar. Als Student hatte Herbert Roth die traditionelle Methode der Champagner-Herstellung in Frankreich kennen gelernt. Aus Eigenbedarf fing Roth schon Mitte der 70er Jahre an, individuelle Winzersekte für gehobene Ansprüche zu erzeugen. Was damals unter dem Etikett Sekt angeboten wurde, hatte meist den Namen nicht verdient. Am Anfang füllte Roth 52 Flaschen, für jeden Sonntag eine.

Erklärtes Vorbild war der Champagner, dieses faszinierende Getränk, bei dessen Entwicklung dem französischen Benediktinermönch Dom Pérignon im 17. Jahrhundert eine wichtige Rolle zugefallen war. Beim Öffnen der ersten gelungenen Flasche soll er gerufen haben: "Brüder, kommt schnell, ich trinke Sterne!" Heute führt Tochter Barbara Roth den Betrieb, die Nachfrage nach Sekten ist oft größer als die Produktion. Obwohl der Sekt im Zentrum deutschen Genussstrebens angekommen ist, hat es sich noch nicht überall herumgesprochen, dass er sich hervorragend als Essensbegleiter eignet. "Sekt ist mehr als ein Apéritif", sagt Barbara Roth, gerade Menüs zu Weihnachten und zum Jahreswechsel profitieren von ihm.

Sekt entsteht, indem man Wein ein zweites Mal gären lässt, nach der traditionellen Flaschengärung. Im Wilhelmshof liegen die schäumenden Weine mindestens 15 Monate auf der Hefe, vorgeschrieben sind neun. Mancher Sekt reift 15 Jahre in der Flasche und wird dadurch enorm feinperlig und geschmacksintensiv. 34 Tage werden die gereiften Sekte von Hand gerüttelt, dadurch sammelt sich die Hefe über dem Korken. Danach wird der Sekt degorgiert, dabei wird die Hefe entfernt. Nur drei Prozent der deutschen Sekte werden nach diesem Verfahren hergestellt. Sonst wird das Prickelwasser in riesigen Tanks bis zu 500.000 Litern vergärt - eine industrielle Massenproduktion, die Geschmackseinbußen billigt.

"Sekt darf nicht müde machen"

Auch in der Pfalz haben Sektgüter zum Wilhelmshof aufgeschlossen wie das Weingut Reichsrat von Buhl, das aus hochwertigen Grundweinen von berühmten Pfälzer Terroirs ausdrucksstarke Sekte gewinnt. Der Weißburgunderspezialist Bergdolt in Neustadt-Duttweiler setzt auf extra trockene und aparte Schaumweine. Und das Sektgut Winterling beeindruckt mit animierenden Pfälzer Crémants.

Deutschlands gefragtester Sektmacher ist Volker Raumland im rheinhessischen Flörsheim-Dalsheim. Als mobiler Lohnversekter begann Raumland in den 80er Jahren, heute nehmen über 100 Winzer seine Dienste in Anspruch. Raumland ist ebenfalls verantwortlich für großartige Sekte der Weingüter Rebholz und Wagner-Stempel, auch für seinen Schwager Hans-Peter Wöhrwag übernimmt er die Versektung. Aber Gradmesser deutscher Schaumweinerzeugung sind Raumlands eigene hinreißende Sekte.

Sektherstellung ist Spezialistensache, Technik und viel Wissen sind dafür erforderlich. Die wenigsten Winzer kommen ohne Hilfe eines Lohnversekters aus. Nur aus einem geeigneten Wein kann ein guter Sekt entstehen. Hat der Wein schon zu viel Alkoholgehalt, wird der Sekt plump und zur Einschlafhilfe. "Sekt darf nicht müde machen", sagt Raumland. "Er darf nicht satt machen, er muss animieren." Der Starversekter hat bewiesen, dass deutsche Sekte ein enorm sinnliches Vergnügen sein können.

Raumland und der Wilhelmshof haben entscheidend dazu beigetragen, dass die besten deutschen Sekte qualitativ inzwischen mit den renommierten Champagnern konkurrieren können. Raumlands Prestigesekt, der Triumvirat, ist die Stilikone unter den deutschen Sekten. Sie kostet 31 Euro, ein Dom Pérignon, je nach Jahrgang, 100 bis 500 Euro. Aber deutscher Sekt hat noch ein Imageproblem, gegen die Markenmacht des Champagners, der das Versprechen von Luxus und Abenteuer mitbringt, kommt er nicht an: "Es gibt immer noch viele Etikettentrinker, die noch nicht kapiert haben, dass es sehr gute deutsche Sekte gibt."

Die findet man auch an der Nahe im Sektgut Bamberger, dessen Sekte gefallen mit ihrer feingliedrigen und verspielten Art. In Franken ist es Schloss Sommerhausen, das mit reifen Sekten imponiert. Winzer Egon Schäffer baut seine Sekte aus Überzeugung extra brut mit möglichst wenig Restzucker aus, sie sind auch für Diabetiker bestens geeignet. In Württemberg tüfteln patente Sektmacher mit schwäbischer Akribie am besonderen Schaumweinerlebnis. Horst Stengel empfiehlt neben seinen trockenen Sekten auch fruchtige, jederzeit bereit, ein Gericht kompetent zu begleiten. In Heilbronn bringt das Weingut Kistenmacher-Hengerer eine Rarität in die Flaschen, einen Sekt aus der Rebsorte Muskattrollinger.

Aber auch beim badischen Nachbarn schaut man nicht tatenlos zu, wie das Niveau der deutschen Sekte steigt. Bei der Privat-Sektkellerei Reinecker im Markgräflerland zeugt jeder Schaumwein von Können und Kompetenz. Junge Sektmacher wie der Kaiserstühler Alexander Schneider machen Qualitäts-Vordenkern wie Bernhard Huber aus Malterdingen Konkurrenz. Es ist ein Wettbewerb, der den Genießern zugute kommt.

Aus Baden stammt auch Helmut Solter, der aber in Rüdesheim im Rheingau zu den am meisten profilierten Sektspezialisten avanciert ist. Solter bezaubert mit vornehmen und edlen Sekten. Die Rheingauer Sektmanufaktur Schloss Vaux bietet einzigartigen Genuss mit limitierten Lagensekten. Und das Sektgut Barth in Hattenheim wartet mit einem formidablen Sortiment auf, an dessen Spitze der Barth Primus steht, dafür wurde zum ersten Mal in Deutschland ein Erstes Gewächs Riesling versektet. Gerade vor Weihnachten wird in vielen Sektgütern noch mal degogiert. Denn jetzt warten viele darauf, Sterne trinken zu können.

Alle Jahre wieder - der Pinot B Brut vom Wilhelmshof

Wilhelmshof (Pfalz)

Ohne die Winzerfamilie Roth aus Siebeldingen wäre die rasante Entwicklung in der deutschen Sektherstellung nicht denkbar. An der Spitze ihrer großartigen Sekte steht der Pinot B Brut, der immer zu Weihnachten erhältlich ist. Der Pinot B Brut 2006 ist eine Cuvée aus Blanc de Noirs und Weißburgunder, vinifiziert im Holzfass, danach lagert er 30 Monate auf der Hefe. Er duftet nach Äpfel, Nüssen und Brioche und entfaltet sich mit seiner feinen Perlage ganz weich im Mund. Idealer Begleiter zu feinen Fischgerichten und Hummer (19 Euro).

Blanc de Noir Brut 2007

Ein weißer Sekt aus roten Spätburgunder-Trauben, mit zartem Goldton. 20 Monate Hefelager. Dieser Sekt ist nobel und tiefgründig, mit exzellenter Balance. Schlägt in internationalen Blindverkostungen auch Champagner. Zu Wildreis mit Riesengarnelen (14,50 Euro).

Weißer Burgunder brut 2008

Duftet nach Birnen und Limette. Feine Perlage, dichtes Mundgefühl. Ein charmanter Sekt mit frischen floralen Noten. Ein universeller Apéritif oder zum gekochten Süßwasserfisch mit Limetten-Sahne-Sauce (12 Euro).

Spätburgunder Rosé brut 2008

Lachsfarbener Sekt mit zarten Erdbeer-, Kirsch- und Briochearomen, belebend. Im Mund sehr cremig mit deutlichem Prickeln der Perlage. Ein Sekt, der Speisen wie gebeizter Lachs, eine Brokkolicremesuppe mit Dill oder mit Honigsenf marinierte Räucherlachsstreifen gut begleitet (12 Euro).

Traditionsweingut aus der Pfalz

Reichsrat Von Buhl (Pfalz)

Das Pfälzer Traditionsweingut begann 1994 mit der Versektung ausgewählter Weine. Der

Weissburgunder Dosage Zéro 2007 ist der trockenste Sekt des Hauses. Charmant zeigt er die Cremigkeit der Rebsorte, trotz der trockenen Ausbauweise angenehm fruchtig, jeder Schluck animiert zum Weitertrinken. Ein hervorragender Apéritif, der sich auch zu Vorspeisen von seiner besten Seite zeigt (14 Euro).

Forster Pechstein Riesling Brut 2007

Dieser Sekt wird bestimmt von einem außergewöhnlichen, mineralischen Geschmacksspiel und einer kräftigen Frucht. Lagerte 36 Monate auf der Hefe. Delikate Reifetöne, sehr lang und edel. Ein Sekt besonderer Güte, der zeigt, warum deutsche Rieslingsekte so begehrt sind. Schalen- und Krustentiere sind die perfekte Kombination zu diesem Sekt (15,50 Euro).

Stuck Brut 2007

Eine gelungene Liaison aus Riesling und Gewürztraminer. Stuck verbindet die würzige Aromatik und das Volumen des Gewürztraminers mit der straffen Säure des Rieslings, wunderbar frisch und lebendig. Stuck zeigt sich als idealer Apéritif. Daneben ist er ein gern gesehener Begleiter von Terrinen, kalten Platten, winterlichen Salaten, von Flammkuchen und Zwiebelkuchen (15,50 Euro).

Für Liebhaber trockener Sekte

Bergdolt (Pfalz)

Das Weingut Bergdolt in Neustadt-Duttweiler ist für seine großartigen Weißburgunder bekannt. Seit 1986 stellt es Sekte mit dem Verfahren der Klassischen Flaschengärung her. Der Fokus liegt auf den Burgundersorten, die Sekte werden alle extra brut ausgebaut. Liebhaber von trockenen Sekten kommen hier gänzlich auf ihre Kosten.

Weißburgunder S extra 2007

Ein fein ausbalancierter Sekt, der Charakter zeigt und trotzdem alle glücklich machen kann. Besitzt eine angenehme Perlage, die diesen Sekt heiter auf der Zunge tanzen lässt, ausgestattet mit einem anziehenden Duft nach Birne und weißer Himbeere. Ein Apéritif, der jedes kalte Buffet locker durchsteht. Winzerin Carolin Bergdolt genießt diesen Sekt gerne zu einem hausgemachten Himbeersorbet als Dessert (17,50 Euro).

Fluxus extra brut 2007

Eine Cuvée aus Auxerrois, Chardonnay und Cabernet Sauvignon, besitzt Substanz und eine gute Säurestruktur, ein sinnliches Vergnügen. Zu Vorspeisen und Risotto, Austern und Wildlachstatar (13 Euro).

Spätburgunder Blanc de Noir extra brut 2008

Ein Sekt aus weiß gekelterten Spätburgundertrauben und ein fein perlendes Vergnügen. Ein guter Solist, aber auch eine charmante Begleitung von Krustentieren (13,50 Euro)

Crémants aus erfahrener Hand

Winterling (Pfalz)

Das Wein-und Sektgut Winterling hat sich schon mit der Erzeugung von Schaumweinen beschäftigt, als die in Deutschland noch unsicheres Terrain war. Vor 25 Jahren begann die Familie Winterling Schaumweine abzufüllen. Die Crémants profitieren von dieser langen Erfahrung.

Pinot Brut 2007

Ein gelungener Crémant aus weiß gekeltertem Spätburgunder mit der Aromatik von frischen Erdbeeren mit einem Schuss Zitrone. Zu fruchtigem, nicht zu süßem Dessert, wie Sorbet (9,90 Euro)

Pinot Rosé Brut 2009

Ein charmanter Rosé mit verführerischen Aromen von Sauerkirsche mit nussig-schokoladigem Schmelz. Leichte Röstaromen, schöne Burgunderfrucht, verspielte Perlage. Zu Gänsestopfleber (9,90 Euro)

Blanc de Blancs Brut 2008

Ein Sekt aus Chardonnay-Trauben. Geradlinig, frische Säure, angenehme Frucht, ein perfekter Apéritif, ein Allrounder, der alle zufrieden stellt. Macht sich auch gut zu Vorspeisen (9,80 Euro).

Eine Pfälzer Hommage an die Champagne

Ökonomierat Rebholz (Pfalz)

Hansjörg Rebholz aus dem pfälzischen Siebeldingen ist einer der besten deutschen Winzer. Sein Sekt PI No. 2005 Brut zählt regelmäßig zu den am höchsten bewerteten deutschen Sekten. Versektet wird der PI No. von Volker Raumland, er lagert mindestens drei Jahre auf der Hefe. Es ist eine Pfälzer Hommage an die Champagne. Diese Cuvée aus Pinot Noir und Chardonnay duftet nach Apfel und Mandarine, er hat eine aristokratische Perlage, im Mund zeigt er sich ganz weich, wie ein köstlicher Nebel, Finesse pur. Ein Sekt von Noblesse. Ihn sollte man so genießen wie er ist (24 Euro).

Schaumwein für den Bundespräsidenten

Sektgut St. Laurentius (Mosel)

Klaus Herres vom Sektgut St. Laurentius ist von der Champagne inspiriert, hat aber seine eigene Sektstilistik an der Mosel perfektioniert. Seit 1999 ist das Sektgut St. Laurentius Hoflieferant des deutschen Bundespräsidenten. Gäste wie Wladimir Putin tranken schon Schaumwein aus Leiwen an der Mosel.

St. Laurentius Crémant brut 2008

In diesem Crémant sind die Rebsorten Spätburgunder, Riesling und Chardonnay enthalten. Er verbindet gekonnt Frische, Lässigkeit und Eleganz, feine Frucht und cremiges Mousseux. Ein tadelloser Apéritif, der sich auch gut zu Grillgerichten und Fisch trinken lässt (11,50 Euro).

Chardonnay Brut 2008

In der Nase etwas Honigmelone, ausdrucksstarker Sekt mit feinem Perlenspiel, das Laune macht. Vereint Komplexität und Frische. Überzeugt als Solist, steht aber auch jedes Menü als Begleiter durch (12,50 Euro).

Riesling Brut 2008

Hier zeigt der Riesling seine lebhafte und spritzige Seite, ein säurebetonter Sekt mit dem Frischekick. Gut als Apéritif und zu Vorspeisen (11,50 Euro).

Genuss und gutes Preisleistungsverhältnis

Kirsten (Mosel)

Inge von Geldern und ihr Mann Bernhard Kirsten haben dazu beigetragen, dass die Mosel einen hohen Stellenwert als Sektstandort genießt. Ihre Sekte sind harmonisch und gekennzeichnet vom mineralischen Schliff der Schieferböden. In ihnen treffen Volumen, Komplexität und Frische aufeinander. Sie bieten viel Genuss und Vergnügen, bei einem exzellenten Preisleistungsverhältnis.

Pinot Brut

Eine Cuvée aus 60 Prozent Spätburgunder und 40 Prozent Weißburgunder, ein sehr cremiger, weicher Sekt mit feinem Mousseux, der sich gut solo trinken lässt, aber auch Vorspeisen gekonnt begleitet (12 Euro).

Riesling 2008 Brut

Ein anspruchsvoller Rieslingsekt, der die Mineralität der Schieferböden transportiert. Florale Noten, feine Perlage. Hervorragender Apéritif, passt aber auch zu Vorspeisen, Amuse-Gueule und zu Austern (12 Euro).

Weißer Burgunder Brut

Der Grundwein für diesen Burgundersekt wurde im Holzfass ausgebaut, auch er unterstreicht die Vorliebe des Sektmachers für cremige und füllige Schaumweine. Starker Solist (13,50 Euro).

Heldensekt Riesling Brut

Dieser famose Sekt wird nur in guten Jahren aus makellosen Rieslingtrauben erzeugt. Die Trauben kommen aus der Lage Pölicher Held. Ein feinperliger Sekt mit delikaten Reifenoten von Bienenwachs, betört den Gaumen, lang anhaltend im Mund, harmonisch, cremig, fordernd. Ein Rieslingsekt der Extraklasse (16 Euro).

Aus hochwertigen Grundweinen

Lubentiushof (Mosel)

Andreas und Susanne Barth haben sich auf dem Lubentiushof in Niederfell mit ihren Rieslingen und Sekten einen Namen gemacht. Nur hochwertige Grundweine werden versektet, die Sekte genießen ein langes Hefelager.

Riesling 2007 Brut

Ein Sekt, der auf der fruchtigen Seite steht und sehr gut zu einem Obst-Dessert und Parfait passt (13,50 Euro).

Spätburgunder 2006 Rosé Brut

Ein außergewöhnlich dunkler und ausdrucksstarker Rosé, der Lieblingssekt von Susanne Barth. Kräftig und cremig, einnehmend und trotzdem immer charmant. Fühlt sich wohl neben Pasteten und Wildgeflügel (13 Euro).

Spätburgunder Blanc de Noir 2005 Brut

Für diesen Blanc de Noir wurden Trauben vom Blauen Spätburgunder weiß gekeltert. Ockergelbe Farbe, vollmundig und elegant. Gut zum Soufflé.

Know-how aus der Champagne für gelungene Moselsekte

Matthias Dostert (Mosel)

Matthias Dostert begann 1982 in Nittel an der Mosel, Sekte aus Elblingtrauben zu vinifizieren. Das Wissen, die Hefen und die Maschinen besorgte er sich aus der Champagne, aus einem Hobby wurde tief empfundene Leidenschaft für die Schaumweinerzeugung. Sehr gutes Preis-Genuss-Verhältnis.

Elbling Brut

Matthias Dostert läst seine Sekte zwei bis drei Jahre auf der Hefe liegen, der Elbling wächst auf Kalkböden, die ihm seine Frische und Spritzigkeit mitgeben. Hervorragender Apéritif (7,90 Euro).

Elbling Extra Brut

Der trockenste Elbling-Sekt aus dem Hause Dostert, knackig, frisch, animierend. Perfekt als Apéritif (7,90 Euro).

Roter Elbling trocken

Seit rund fünf Jahren erzeugt Matthias Dostert diese Sektspezialität aus roten Elbling-Trauben, die immer viel zu schnell ausverkauft ist. Geschmack von roten Früchten, Johannisbeere, rauchige Note, kompakte Säure und moderate Restsüße. Flankiert asiatische Speisen gut, passt aber auch gut zu einem Dessert mit Limette (8,50 Euro).

Zum Aufbewahren - langlebige Schaumweine von der Nahe

Bamberger (Nahe)

Karl-Kurt Bamberger fing Anfang der 80er Jahre an, sich für Schaumweine zu interessieren. In der Champagne freundete er sich mit einem Winzer an, Sohn Heiko stieg 1993 mit seiner Frau Ute in den Betrieb ein. Die Sekte gefallen durch ihre feingliedrige und mineralische Art, die typisch ist für das Terroir an der oberen Nahe. Die Bamberger-Sekte entwickeln sich gut in der Flasche und sind langlebig.

Riesling 2007 Brut

Ein frischer und eleganter Rieslingsekt, der von seiner pikanten Fruchtigkeit und einer vitalen, aber perfekt eingebundenen Säure lebt. Ein Apéritif, der den Gaumen für ein Menü öffnet. Aber auch ein Genuss zu Muscheln (10,50 Euro).

Cuvée Pinot 2007 Brut

Eine Komposition aus Spät- und Weißburgunder, harmonisch, füllig mit einer leicht herben und aparten Note. Ein schöner und animierender Burgundersekt, der sich auf einen Brunch freut, auf Lachs, Schinken oder eine Quiche (10,50 Euro).

Gewürztraminer 2007 halbtrocken

Duftet nach Rosenblätter, verwöhnt den Gaumen mit seiner fruchtigen, angenehmen Süße. Ein Sekt für kalte und nasse Tage, er wirkt wie eine kuschelige und wärmende Decke. Als Apéritif, zu Käse oder Käsekuchen (9,40 Euro).

Sekterzeuger der deutschen Spitzenklasse

Stengel (Württemberg)

Die Wein- und Sektkellerei Stengel zählt mit ihren weißen und roten Spezialitäten zur Spitze der Württembergischen Sekterzeuger. Horst Stengels Leidenschaft heißt Sekt, der er sich seit 1988 verschrieben hat. Unter den zehn besten deutschen Sekterzeuger, die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) gekürt werden, belegt Stengel momentan den vierten Platz. Horst Stengel bedient mit seinem Angebot auch die Klientel, die nicht nur trockene Sekte mag.

Pinot Gris Blanc de Blanc 2007 Brut

Aus vollreifen Grauburgundertrauben, würzig, delikat mit feinem Schmelz. Ein guter Burgundersekt, der solo viel Freude bereitet, aber auch die Vorzüge eines Menüs betont. Zum Wildgeflügel wie Wachtel oder Fasan (17,90 Euro).

Muskat-Trollinger Weißherbst 2008 trocken

Die Rebsorte Muskat-Trollinger wurde 1982 von Stengels Vater Otto angepflanzt, ein milder Sekt mit einem delikaten Bukett von Rosenmuskat und einer unaufdringlichen Restsüße. Feine Perlage, Anmutung von Marzipan. Begleitet gekonnt Desserts mit Früchten und Sorbets aus Erdbeer, Mango, Himbeere oder Ananas. Passt auch zu Rhabarberparfait mit frischen Erdbeeren. Oder zum Wildschweinbraten mit Birne, Preisel- oder Johannisbeere (14,90 Euro).

Rosé Brut Imperial

Die neueste Sektkreation aus dem Hause Stengel, für die sieben Grundweine verwendet wurden. Welche, bleiben das "Betriebsgeheimnis" des Sektmachers. Ein trockener und trotzdem blumiger Sekt, der sich als Apéritif eignet (19,90 Euro).

Jung, elegant - und nicht nur im Ländle beliebt

Kistenmacher-Hengerer (Württemberg)

Hans Hengerer vom Weingut Kistenmacher-Hengerer aus Heilbronn zählt zu der Winzergruppe "Junges Schwaben", die nicht nur im Ländle und in Deutschland für Furore sorgt. Sekt erzeugt das Weingut seit 1988, "sie sollen brut schmecken und elegant sein", sagt Sabine Hengerer. Diese Kriterien erfüllen ihre Sekte bestens.

Weißer Riesling 2007 brut

Ein Rieslingsekt, wie man ihn gerne als Apéritif oder auf der Terrasse trinkt, frisch, fruchtig und belebend. Macht sich auch zu Fischgerichten gut. (12,90 Euro)

Pinot 2007 brut

Ein Sekt aus weiß gekelterten Spätburgundertrauben, kräftig, elegant mit feiner Perlage. Kann als Apéritif überzeugen, aber auch zur Foie gras und Fischgerichten mit Soßen (11,80 Euro).

Muskattrollinger Rosé 2007 brut

Seit über 40 Jahren kultiviert das Weingut Kistenmacher-Hengerer diese rare Rebsorte. Ein spezieller Sekt mit starkem Bukett, er duftet nach Rosen, Holunder und Muskatblüte. Ein außergewöhnlicher Apéritif, der alle überrascht (11,80 Euro).

Geschmackvolle Familienbande

Wöhrwag/Aldinger (Württemberg)

Mit seinem Freund und Winzernachbarn Gert Aldinger saß Hans-Peter Wöhrwag mal im Burgund zusammen, wo ihnen ein Winzer zur Begrüßung Champagner einschenkte. "Champagner im Burgund?", fragten die beiden erstaunt den Winzer, der eine überzeugende Antwort bereit hatte. "Weil sie in der Champagne die Kompetenz haben, die wir im Burgund nicht haben." Hochklassige Weine erzeugen die beiden Schwaben schon lange, aber für die Versektung taten sie sich zusammen und engagierten Wöhrwags Schwager Volker Raumland. "Wenn so einer in der Familie ist, muss man das auch nutzen", sagt Hans-Peter Wöhrwag.

Pinot Brut 2

Aus weißen Burgundertrauben, der Grundwein lagerte über 24 Monate auf der Hefe. Ein feiner und eleganter Pinotsekt, mit angenehmer Säure und nur 11,5 Volumenprozent Alkohol. Ein Sekt für die Terrasse, zum kleinen Imbiss. Begleitet aber auch einen auf der Haut gebratenen Zander mit Belugalinsen trefflich (14,10 Euro).

Rosé Brut 2

Winzersekt aus roten Burgundertrauben, der durch Feinheit und Eleganz besticht. Feine Perlage, sehr geschmeidig und schmeichelnd. Adelt eine Wachtelterrine, Wachtelbrüstchen, Fasan und Perlhuhn mit einem cremigen, nicht zu sauren Kraut (14,10 Euro).

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Champagnerqualität zum Leberwurstbrot

Raumland (Rheinhessen)

Volker und Heide-Rose Raumland zählen zu den besten deutschen Sekterzeugern, seit sie 1990 begannen im rheinhessischen Flörsheim am Sockel der Champagner zu rütteln. Auch wenn Volker Raumland und seine Frau Heide-Rose für ihren Aufwand von Winzerkollegen mitunter etwas belächelt werden: Das ist Sekt vom Allerfeinsten, und nach solchen Qualitäten müsste man selbst in der Champagne recht lange suchen! Jeder ihrer Sekte beschäftigt den Gaumen mit Lustgewinn. Volker Raumland empfiehlt seine Sekte grundsätzlich auch zum Essen. "Es muss nicht immer Hummer sein. Eine gute Leberwurst passt genau so dazu", sagt er, "man muss es nur ausprobieren."

Cuvée Katharina Brut

Auch die vermeintlich kleinen Sekte von Raumland zeigen Klasse wie Katharina. Sie versöhnt Gegensätze in einem exquisiten Trinkgenuss, sie ist komplex, zart, frisch und feinperlig. Und duftet nach Orangen, Nüssen und Bratapfel. Aus weißen und roten Burgundertrauben. Perfekt zu Jakobsmuscheln (12,50 Euro).

5. Triumvirat Grande Cuvée Brut 2005

Mit diesem Sekt zeigt Volker Raumland, wie hoch deutsche Sekte steigen können. Triumvirat ist pure Sinnlichkeit, eine Gaumensensation. Ein Sekt von Noblesse, der den Vergleich mit großen Jahrgangs-Champagnern nicht zu scheuen braucht. Raumland verleugnet nie sein Faible für Champagner, er hat aber seinen eigenen Stil entwickelt, verknüpft an die Klima- und Terroirbedingungen Rheinhessens. Der beste deutsche Sekt deutscher Machart (31 Euro).

Für besondere Momente

Wagner-Stempel (Rheinhessen)

Daniel Wagner ist ein Weinmacher, der tatkräftig dazu beigetragen hat, dass Rheinhessen als Weinregion enorm an Qualität und Renommee dazugewonnen hat. Wagner hat auch zwei Sekte im Angebot, einen frischen, animierenden Riesling 2008 Brut (11 Euro) und den beeindruckenden Blanc et Noir 2004 Brut (19 Euro). Eine Cuvée aus Weißburgunder, Chardonnay und Spätburgunder, weiß gekeltert und von Volker Raumland versektet. Ein charaktervoller, anspruchsvoller Sekt mit feiner und lang anhaltender Perlage für besondere Momente, der auch ein Menü kompetent begleitet (19 Euro).

Reife und Komplexität aus Franken

Schloss Sommerhausen (Franken)

Schloss Sommerhausen im fränkischen Sommerhausen bewirtschaftet rund 20 Hektar Weinberge. Liebhaber von komplexen und reifen Sekte werden hier fündig. Manche der Schaumweine liegen bis zu sechs Jahre auf der Hefe.

Rosé Brut 2006

Ein Rosé aus Spätburgunder, der sich als Charmeur präsentiert. Im Glas zeigt er filigrane Frucht und eine cremige Fülle mit einer feinen Perlage. Kein aggressiver Sekt, auch für Säureempfindliche geeignet. Passt gut zu Kalbsleber oder im Sommer zu frischen Walderdbeeren. Auch zu Desserts, die nicht zu süß sind, wie Erdbeersorbet (16,50 Euro).

Cuvée Schloss Sommerhausen Frankensekt Brut

Eine feinfruchtige und elegante Cuvée aus Weißburgunder und einem Schuss Scheurebe. Schöne würzige Fruchtigkeit, ein idealer Apéritif (12,50 Euro).

Riesling Brut 2006

In diesem Sekt verknüpft sich reife Rieslingfrucht mit mineralischen Noten vom Muschelkalkboden, er reifte drei Jahre lang auf der Hefe. Mit Eiswein verfeinert. Seine Säure wirkt appetitanregend, guter Apéritif und zu Fisch (16,50 Euro).

Auxerrois Extra Brut 2003

Ein reifer und vornehmer Sekt, dem sechs Jahre Hefelager zugestanden wurden. Faszinierende Komplexität, Nuancen von Bienenwachs und Marzipan, sehr feine und weiche Perlage. Für Feststage. Begleitet gekonnt helles und zartes Fleisch, Kalbfleisch und Geflügel. Oder Kaninchen in Cidre. (16,50 Euro).

Extra trocken unterm Kronkorken

Egon Schäffer (Franken)

Egon Schäffer baut in Volkach-Escherndorf seine Weine aus Überzeugung extra brut, also so trocken wie möglich aus. Auch seine Sekte sind durchgegoren und damit auch für Diabetiker geeignet. Um Korkfehler zu vermeiden, verschließt Schäffer seine Sekte mit Kronkorken und macht damit nur gute Erfahrungen.

Blanc de Noir Schwarzriesling 2007 brut nature

Zeigt Aromen von schwarzer Johannisbeere und Schlehe, sehr trocken wie alle Schäffer-Sekte, gutes, weiniges Mundgefühl. Als Apéritif und zum Käse (10 Euro).

Silvaner 2005 brut nature

Ein reifer Silvanersekt, der nicht mit aggressiver Säure aufwartet, sondern mit stabilem Körper. Ein weiniger und sehr trockener Sekt. Überzeugt als Solist, zu Vorspeisen und zu Kürbissuppe mit Curry (10,80 Euro).

Sekt vom Burgunderspezialisten

Reinhold & Cornelia Schneider (Baden)

Reinhold und Cornelia Schneider aus Endingen am Kaiserstuhl sind für ausgezeichnete Burgunder bekannt, Sohn Alexander hat ein feines Händchen für Sekte entwickelt.

Cuvée No. 13 Brut

Die Cuvée 13 besteht zu 80 Prozent aus weißgekeltertem Spätburgunder und zu 20 Pozent aus Auxerroistrauben. Sie verbindet gekonnt badische Kraft mit Verspieltheit. Der Sekt reifte 19 Monate auf seiner Hefe. Er kann solo sehr gut als Apéritif gereicht werden. Er passt auch sehr gut zu Ziegenfrischkäse und leichten Fleischgerichten vom Kalb, auch zu Vitello tonnato (11 Euro).

Rosé Brut

Der Rosé-Sekt besteht zu 100 Prozent aus Spätburgundertrauben, der Ausbau des Grundweines erfolgte in gebrauchten Holzfässern. Das verleiht dem Sekt eine leicht rauchige Note. Hat Charakter und Biss, lagerte 19 Monate auf der Hefe. Er kann als Apéritif solo gereicht werden, ist aber auch ein vielfältiger Essensbegleiter. Er passt zu gebeiztem oder geräuchertem Lachs. Er kann auch Begleiter von frittierten Meeresfrüchten sein und von Terrinen (11 Euro).

Ein guter Ruf übers Markgräflerland hinaus

Reinecker (Baden)

Herbert Reinecker hat sich seit 1987 auf die Erzeugung von Sekt spezialisiert und sich mit seinen gekonnten Schaumweinen nicht nur im Süden der Republik einen guten Ruf erworben. Die Sekte werden aus den im Markgräflerland angebauten Burgundersorten gewonnen.

Baden Crémant Brut

Diese Cuvée aus Sauvignon Blanc, Weißburgunder und Chardonnay ist ein leichter, fruchtiger und frischer Trinkgenuß. Die perfekte Ouvertüre jeder Feier. Eignet sich perfekt als Apéritif und als treuer Begleiter an vergnügten Abenden (10 Euro).

Rosé Brut

Der Basiswein ist ein weiß gekelterter Spätburgunder, durch die Zugabe von etwas Spätburgunder-Rotwein erhält er seine Farbe. Füllig und fruchtig, wird sehr gerne als Apéritif gereicht und zu leichten Desserts(10 Euro).

Chardonnay Brut Blanc de Blancs

Besitzt Frische und einen gut gebauten Körper, schönes Mundgefühl. Vermittelt viel Trinkvergnügen. Eignet sich als Apéritif und als Begleiter von Geflügel und Fisch, Austern und Hummer (11 Euro)

Cuvée Classic Brut

Der anspruchsvollste Sekt im Sortiment der Reineckers. Eine Komposition aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier. Der Chardonnay wurde in kleinen Eichenholzfässern vergoren, er prägt den fülligen, weinigen Stil dieser Cuvée. Sie kann durch ihre etwas kräftigere, reifere und intensivere Art durchaus auch kräftigeren Fleischgerichten standhalten (13 Euro).

Handbeschriftete Exzellenz

Huber (Baden)

Bernhard Huber erzeugt einige der besten deutschen Spätburgunder in Malterdingen im Breisach. Aber Huber erzeugt auch exzellente Schaumweine. 1988 begann er mit der Versektung, inzwischen sind es beinahe 20.000 Flaschen, die alle von Hand beschriftet werden.

Pinot brut 2005 Malterdinger Bienenberg

Hubers Pinot aus Pinot Noir, Weißburgunder und ein wenig Chardonnay vermählt das Beste von deutschem Winzersekt und Champagner, er verbindet Frische, Eleganz und Cremigkeit. Ein exquisiter Sekt, der gute Laune macht mit seiner sexy Perlage und seinem attraktiven Körper. Solo ein Bringer, passt aber auch zu Pasteten (16,50 Euro).

Pinot Rosé brut 2005 Malterdinger Bienenberg

Der Grundwein dieses Sektes ist ein Spätburgunder. Feiner Rosé, der sich als Apéritif gut macht, aber auch zum Nachtisch mit Erdbeeren gefällt (16,50 Euro).

Julian's Muskateller brut 2007

Bernhard Hubers Sohn Julian ist für diesen Sekt verantwortlich, der ihm gut gelungen ist. Er duftet nach Holunder, gefällt mit seiner Muskatellerfrucht und einer weichen Perlage. Als Apéritif oder zu Ziegenkäse (14,50 Euro).

Triebfeder des deutschen Winzersektbooms

Solter (Rheingau)

Sekt-Spezialist Helmut Solter setzt in Rüdesheim am Rhein konsequent seine Visionen von hochwertigen Schaumweinen um. Solter arbeitet auch als Lohnversekter, er ist eine der Antriebskräfte, die hinter dem deutschen Winzersektboom steckt. "Wir sind noch nicht am Ende der Entwicklung angelangt", sagt Solter. "Aber wir haben gerade mit dem Riesling einzigartige Möglichkeiten."

Rheingau Riesling 2007 brut

Dieser Sekt besteht aus Rieslingtrauben, die in Weinbergen in Lorch, Rüdesheim und Geisenheim wachsen. Dieser Sekt hat ein feines Riesling-Bouquet mit Pfirsich- und Honigaromen im Duft. Er gefällt mit seiner weichen Säure. Ein Apéritif, der zum Weitertrinken animiert (10,50 Euro).

Spätburgunder Rosé Sekt 2007 brut

Dunkles Gelb mit Blutorange, Brioche in der Nase, Bukett aus Himbeer- und Kirscharomen. Ein frischer, fruchtiger Rosé von Format und mit rauchiger Note. Gut als Apéritif, zu Vorspeisen, Terrinen und Fisch (10,50 Euro).

Cuvée Henri brut Reserve

Eine Kuriosität ist diese Cuvée: Helmut Solter hat dafür Spät-, Weiß-, Grauburgunder und Chardonnay der Jahrgänge 1999, 2004 und 2007 verwendet und zu einem bezaubernden Sekt geformt. Henri verbindet die geschmackliche Reife des Jahrgangs 1999 mit der Frische des Jahrgangs 2007 und der kräftigen Säure aus dem Jahrgang 2004. Henri macht sich sehr gut zu Zander, Geflügel, leichtem Gemüse und hellem Fleisch (15 Euro).

Mit Recht vollmundig

Schloss Vaux (Rheingau)

"Für alle, die es sich leisten können, keinen Champagner zu trinken", heißt das vollmundige Motto der Sekt-Manufaktur Schloss Vaux in Eltville im Rheingau. Ein hoher Anspruch, den Schloss Vaux mit hochwertigen Lagensekten erfüllt.

Riesling Berg Schlossberg 1. Gewächs 2008

Für diesen Rieslingsekt wurden nur beste Trauben aus der Toplage Rüdesheimer Berg Schlossberg versektet. Das exzellente Traubenmaterial ist der Garant für einen besonderen Sekt, der Balance und Finesse offenbart. Menüempfehlung: Dreierlei von Milchkalb mit Erbsencreme und Frühlingsmorcheln. Oder: Exotische Fruchtmelange mit Passionsfruchtsorbet und Limonenschaum (32 Euro).

Steinberger Riesling 2008 Brut

Die tiefgründigen Schieferböden verleihen dem Steinberger eine charakteristische mineralische Note. Ein Muntermacher mit Niveau. Menüempfehlung: Crepinette von der Bresse Poulardenbrust mit Gänseleber und Pak-Choi. Oder: Tartar von Taschenkrebs mit milder Limonenemulsion und Basilikumsorbet (19 Euro).

Pinot Blanc de Noirs 2008 Brut

Gehaltvoller und komplexer Blanc de Noir mit der typischen Frucht des Spätburgunders. Florale Noten, leichte, aparte Bitternote. Komplex in seiner Struktur, nachhaltig im Geschmack. Passt zu karamellisiertem Chicorée mit Apfel und Walnüssen. Oder gratiniertem Milchkalbfilet mit Pinienkruste, geschmortem Wurzelgemüse und Kalbsbackenjus (14 Euro).

Spätburgunder Assmannshäuser Höllenberg 2006 Brut

Ein ausdrucksstarker roter Burgundersekt aus der Steillage mit Fruchtnoten von dunklen Früchten, von schwarzen Wildkirschen und Brombeeren. Feine Anklänge von Mandeln und dunkler Schokolade. Dessertempfehlung: Terrine von der Mangaro-Schokolade mit Kirschsorbet und Tamarillo-Mangomelange. Oder: Spätburgunder Eis mit Traubenragout mit karamelisierten Salzmandeln (21 Euro).

Glanzlichter seit 1978

Barth (Rheingau)

Das Wein- und Sektgut Barth in Hattenheim ist eine Institution in Deutschland, was die Erzeugung von Sekt angeht. Schon 1978 wurden hier die ersten Schaumweine abgefüllt, seitdem machen sich die Barths verdient um das köstliche Prickelgetränk. Das Sortiment des Sektguts steht auf hohem Niveau, die Leidenschaft der Erzeuger ist in ihren Sekten schmeckbar. Glanzlichter sind der Ultra, ein außergewöhnlicher weiß gekelterter Spätburgundersekt. Und der Primus, der erste und einzige Sekt Deutschlands, der aus einem Ersten-Gewächs-Riesling gewonnen wurde.

Riesling extra brut

Der Riesling extra brut kommt ohne Restsüße aus. Ein Charaktersekt mit Aromen von Pfirsich und Ananas und ohne Kuschelfaktor, der müde Menschen wieder munter macht. Ideal als Apéritif und als Begleiter eines Picknicks (11,60 Euro).

Pinot Blanc brut

Der Pinot Blanc aus vollreifen Weißburgundertrauben zeigt Aromen von Blüten. Die milde Säure verleiht ihm ein weiches Geschmacksbild. Mit diesem Sekt kann man nichts falsch machen, da er allen schmeckt. Zu Fisch, Hummer, Kalbfleisch und Geflügel mit heller Sauce. Sensationell mit Weißwurst und süßem Senf (11,80 Euro).

Pinot Rosé brut

Der Pinot Rosé aus Spätburgundertrauben ist ein Sekt, der einem Elan verleiht. Ein beschwingender Rosé-Typ mit viel Frucht und Eleganz. Ein idealer Apéritif (12,40 Euro).

Pinot Noir brut

Vorsicht, nicht erschrecken! Dieser Pinotsekt fließt rot in das Sektglas und ist eine Rarität. Ein weiniger Sekt mit dem Beerenaroma des Spätburgunders. Passt zu Grillfleisch und zum Braten. Zum Weihnachtsgebäck ist er eine Offenbarung (14 Euro).

Autor:
Rainer Schäfer