Wales Das Urgestein von Snowdonia

Mike lädt seinen Rucksack aus. "Alles dabei wie vereinbart?" Alles dabei: wasserdichte Bergschuhe, wasserdichte Hose, lange Thermounterhose, Mütze, Handschuhe. Erworben im "Joe Brown"-Outdoor-Shop für 221 Pfund inklusive Mehrwertsteuer. Mike: "Und die wasserdichte Jacke?" Hätte noch mal 170 Pfund gekostet. Tut es nicht die wasserabweisende Windjacke mit Fleecefutter? Ein skeptischer Blick: "Okay, solange die Beine warm bleiben, werden Sie nicht erfrieren."

Der dritte Tag nach der Ankunft in Llanberis. Der Auftrag: Besteigung des Snowdon. Die Erkenntnis bis hierher: Nordwalisisches Wetter neigt selbst im Juni zu grober Übellaunigkeit. Regen, Nebel, heftige Winde. So war es am Dienstag. So war es am Mittwoch. In Verbindung mit Bergsteigen keine gute Nachricht. Der Wetterbericht für heute, Donnerstag: zeitweilig Regenschauer donnernde Ausbrüche wahrscheinlich; Wind aus südlicher Richtung, mit 25 bis 35 Meilen pro Stunde; Wolken beginnend ab 300 bis 600 Höhenmeter; Chance auf einen wolkenfreien Gipfel 20 Prozent. "Fantastic", sagt Mike, "vielleicht kriegen wir noch was zu sehen." Die ersten Regentropfen. "Set off in the wet, arrive in the dry", sagen sie am Snowdon. Losgehen im Regen, ankommen im Sonnenschein.

Der Snowdon. 1085 Meter. Entstanden vor rund 500 Millionen Jahren. Basalt, Hyalite, Ergussgestein türmten sich einst so gewaltig wie der Himalaya. Wind und ewiger Regen reduzierten ihre Höhe. Die Gletscher der Eiszeiten hinterließen Täler, Seen, Wasserfälle und formten eine Pyramide, auf deren kahle Spitze fünf Felsgrate wie Strebepfeiler zulaufen. Schroff, roh, majestätisch. Temperaturen zwischen 30 Grad Celsius im Sommer und 20 Grad minus im Winter. Viel Schnee. Snaw dun tauften ihn die Engländerwohl im 12. Jahrhundert. Schneehügel. Daher sein Name. Wind bis zu 240 Stundenkilometer das ganze Jahr über. Der englische Schriftsteller George Borrow notierte 1854: "Natur in ihrer großartigsten und schönsten Gestalt."

Land der Drachen, Wassermonster und Feen

Dienstag, kurz nach Mittag. In der Touristeninformation steht ein freundlicher älterer Herr. "Oh, auf den Snowdon wollen Sie?", sagt Gwilym Parry. Er schaut durch das Fenster nach draußen. Es regnet. Parry: "Oh, was für ein Jammer! Das wird heute wohl nichts mehr." Was ist mit morgen? Parry zuckt mit den Achseln. Aber dann doch wenigstens am Donnerstag? Parry schaut auf die Uhr. Er sagt, er hätte gleich Feierabend: "Ach, kommen Sie, wir machen eine Rundfahrt mit meinem Wagen." 

Parry fährt und erzählt. Von den sechs gängigen Routen, die auf den Snowdon führen, und dem Snowdon Horseshoe, einem Rundweg mit fantastischen Ausblicken. Erzählt, wie sie heißen und warum sie so heißen, wie sie heißen. Von Sagen, Mythen und Legenden, die den Snowdon bis heute begleiten. Erst nach Pen-y-Pass, dann zum Pen-y-Gwryd-Hotel, in dem Edmund Hillary logierte, während er am Snowdon für die Besteigung des Mount Everest 1953 trainierte. Begegnung mit einer faszinierenden Landschaft. Grüne Wiesen in schmalen Tälern, grüne Hänge, die übergehen in blanke Felswände, über die Nebel quillt wie Brei. Der Blick zum Snowdon eine Symphonie in Grau. Der Gipfel nicht einmal zu erahnen. 

Yr Wyddfa nennen ihn die Waliser. Grabhügel. Der Legende nach soll unter dem Gipfel der Riese Rhita Gawr begraben sein, der seine Robe aus den Bärten erschlagener Könige wob. Bis ihn König Artus niederstreckte. Und natürlich spielen am und um den Yr Wyddfa zahlreiche Geschichten des Heros und seiner Ritter der Tafelrunde. Es muss, glaubt man den Erzählungen, am Snowdon gera- dezu gewimmelt haben vor Königen, Prinzen, Druiden, Barden. Auch der legendäre Kampf zwischen dem weißen und roten Drachen der Waliser soll an seinen dramatischen Hängen statt- gefunden haben. Ein Afanc, ein Wassermonster, soll er bis heute beherbergen und diverse Tylwyth Teg, Feen.


Ein herrlich ungezähmter Landstrich

Eryri, Land der Adler, nennen die Waliser Snowdonia, den Landstrich, über dem der Snowdon thront. Eryri: ein Wort wie Felsgeröll und Gewittergrollen. Eryri war den Walisern von den Römern über die Normannen bis zu den Engländern letzte Zuflucht vor Fremdherrschaft und Unterdrückung. In Eryri regierte ihr letzter König, hier führte Llewelyn seine Mannen in die letzte, vergebliche Schlacht um die Unabhängigkeit. Es ist ihr Kernland. Wo ihr kymrisches Herz am längsten schlug, ihre Sprache am nachhaltigsten überlebte. Und der höchste Gipfel in seinem Zentrum, der Feuer, Wasser und Eis überstand, wurde den Walisern zum Berg der Berge, zum Symbol des Überlebenskampfes einer Nation.

Eine der eindrucksvollsten Zugstrecken der Welt

Jährlich erklimmen 420 000 Menschen zu Fuß den Snowdon, 150 000 mit der Snowdon Mountain Railway, der einzigen Zahnradbahn Großbritanniens. Sie kommen, wie Gwilym Parry glaubt, "wegen der unverdorbenen Schönheit des Berges". Wegen der Magie des Lichts, das über Jahrhunderte Maler wie William Turner angezogen hat und Poeten wie William Wordsworth, der am Snowdon "grandeur and desolation" fand. Vielleicht auch wegen der Wildziegen oder der Snowdon-Lilie, Lloydia serotina, die auch in den Alpen und in Nordamerika wächst. Die meisten jedoch kommen wegen der Aussicht. George Borrow blickte vom Gipfel auf "unsäglich grandiose Landschaft, einen beträchtlichen Teil des walisischen Landesinneren, ganz Anglesey, eine schwach sichtbare Partie von Cumberland, die Irische See". Vom Snowdon kann man bis Irland sehen und zur Isle of Man. Theoretisch jedenfalls.

Mittwoch, zehn Uhr. Es regnet. Über den Bäumen Nebel wie Milch. An Wandern nicht zu denken. Dann wenigstens erst mal hoch mit der Bahn. Am Ostermontag 1896 fuhr die erste Dampflokomotive der Snowdon Mountain Railway. 7,6 Kilometer. Eine Stunde Fahrt. "Eine der eindrucksvollsten Zugstrecken der Welt", so "The Good Britain Guide". Drei der ursprünglich vier Lokomotiven rattern noch heute Richtung Gipfel, dazu mehrere diesel- und elektrobetriebene neueren Datums. Sie schieben die Waggons, die nicht angekoppelt sind. Die Waggons bremsen bei der Talfahrt automatisch, wenn sie eine Geschwindigkeit von 7,5 Meilen pro Stunde überschreiten. Falls die Lokomotive entgleisen sollte. Das alles erzählt die nette Dame am Fahrkartenschalter, über dem in Leuchtschrift die Nachricht vorüberhuscht: "Hish winds on the mountain." Hish? Keine Übersetzung dazu im Wörterbuch, man ahnt nichts Gutes.
 

Klaus Bossemeyer
Mit der Zahnradbahn auf den Gipfel

Ächzend und stampfend setzt sich der Zug in Bewegung. Über zwei Viadukte, durch einen Eichenwald, vorbei an einem Wasserfall. Danach wächst nichts mehr außer Stechginster, Farn und gelb-rotes Gras. Schafe hinter Zäunen. Steine, die wie Schafe aussehen. Bis der Nebel den Zug vollends verschluckt. Aus dem Lautsprecher erfahren die Passagiere, was sie vor den Fenstern nicht mehr erkennen. Geschichten über Siedler und ihre Behausungen, eine Kapelle und die Überreste des Hauses, in dem der Bischof von Gloucester vor 400 Jahren meditierte. "Rechts unten sehen Sie Cwm Brwynog." Das Tal des Schilfs. Rechts ist ein weißes Nichts. Moel Hebog, der Hügel der Falken? Moel Cynghorion, der Berg der Berater, wo Llewelyn seinen Schlachtplan entworfen haben soll? Nichts als weißes Nichts, während Windböen den Waggon schütteln.So geht das bis zur Bergstation, Beschreibungen und Geschichten, die Bilder dazu verhüllt von dunstigem Dampf.

Ein Steinbrocken mit magischen Kräften

Das Plateau von Glyder Fach, wo Steine liegen so groß wie in Stonehenge. Im Westen das Eifl-Massiv, dahinter das Meer. Die Felsenwand von Clogwyn Du’r Arddu, steil und mächtig. Wie? Wo? Wirklich? Was man sieht: Felsbrocken so groß wie Autos neben den Gleisen. Wenig später drei mannshohe Schemen. Zwei Wanderer, die hinter einem Felsen Schutz suchen. Wird wohl stimmen, was der Lautsprecher verkündet: Dass unterhalb des Clogwyn D’ur Arddu ein Steinbrocken liegt, der magische Kräfte haben soll. Wenn zwei Menschen dort übernachten, heißt es, wird einer ein großer Poet, der andere verrückt. Auf dem Gipfel regnet es waagerecht. Die Bergstation, ein 2009 eingeweihter Koloss aus Granit und Schiefer, der anmutet wie ein verirrtes Raumschiff, wird gestützt von einem Stahlrahmen. "So", scherzt ein Passagier, "kann sie wenigstens nicht weggeweht werden."

Bis zu fünf Meter Niederschlag werden jährlich am Snowdon registriert. Das Wetter kann innerhalb von Minuten umschlagen. Vier Jahreszeiten in einer Stunde. Thomas Pennant, ein walisischer Gelehrter, hielt 1781 in "Journey to Snowdon" fest: "Ein unermesslicher Dunst (...) der Blick nach unten war schrecklich, er vermittelte einem die Idee mehrerer Höllen, verdeckt von dickem Rauch." Fürst Pückler, der 1828 kam, zelebrierte seine Besteigung mit Champagner aus einem Kuhhorn, notierte indes über den Aufstieg: "Es wurde immer schwärzer und schwärzer (...) ein derber Regen strömte auf uns herab." Hübsch die Passage aus Peter Sagers Reiseführer, erschienen 1985. Sager in der alten Gipfelstation, die Prinz Charles ob ihres verlotterten Zustands "den höchstgelegenen Slum von Wales" nannte: "Der Kellner schwärmte von der Aussicht bei gutem Wetter. Ich war froh, meine Teetasse zu erkennen."
 
Klaus Bossemeyer
Wunderland Snowdonia

Donnerstag. Der Aufstieg, endlich zu Fuß auf den Snowdon. Mike Laing ist registrierter Bergführer. Er ist in der Gegend aufgewachsen, seine ersten Begegnungen mit dem Berg machte er als Kind; die Schulausflüge führten häufig zum Snowdon. Heute kennt er dort jeden Stein. Mike hat für den Aufstieg den Llwybr Pyg gewählt, den Pyg Track, der gelegentlich auch Pig Track genannt wird. Weil er über den Bwlchy-Moch führt, den Schweinepass? Weil man auf ihm "pyg", also Teer, zu Kupferminen transportierte? Oder wegen des Pen-y-Gwryd-Hotels, unter Kennern Pyg-Hotel genannt? Jeder sagt etwas anderes. Nur so viel: Der Pyg Track gilt als einer der anspruchsvollsten Aufstiege. 5,5 Kilometer bis zum Gipfel, 723 Höhenmeter, durchschnittliche Gehzeit drei Stunden.

Anspruchsvoller Wanderweg: 183 Notfälle im Jahr 

Diesmal mit dem Linienbus nach Pen-y-Pass. Dort steht eine legendäre Jugendherberge aus groben Granitsteinen. Dort beginnt der Pyg Track. Mike plaudert mit dem für Bergsicherheit zuständigen Ranger, der von 183 Notfällen im Jahr zuvor erzählt: "Der Snowdon gehört zum Standard britischer Touristen. Wie die Vergnügungsparks Blackpool Pleasure Beach und Alton-Towers. Leider wechseln die Leute zwischendurch ihre Kleidung nicht." Mike zitiert ein Sprichwort: "Da drüben liegt der Snowdon, ist leicht gesagt. Aber nicht so leicht, ihn zu besteigen." Der Regen hat längst zugenommen. "Spätestens in zweieinhalb Stunden sind wir oben", sagt Mike, "zwei Stunden, wenn wir gut sind". In Mikes Rucksack: Verbandskasten und Rettungszelt.

Er ist ein drahtiger Mann, schmales Gesicht, graues Haar. 26 Jahre war er beim Militär. Kuwait. Sierra Leone. Usbekistan. Bosnien. Mike geht los. Strammer Schritt. Ein letzter Blick ins Tal. Die Häuser von Llanberis. Zwei silbern schimmernde Seen. Der Weg ist schon nach ein paar hundert Metern steinig. Der Regen nimmt weiter zu. Mike sagt: "Normale Situation." Natürlich Nebel. Der Weg wird noch steiniger und steil. Nach einer halben Stunde taucht unten der Llyn Llydaw auf. Hier soll Sir Bedivere auf Artus’ Geheiß dessen Schwert Excalibur versenkt haben. Mike deutet auf eine Flanke, über die Nebel kriecht. Bwlch-y-Saethau, das Tal der Pfeile. Dort soll Artus tödlich verwundet worden sein im Kampf gegen Mordred, den Bösen. Mike raucht eine Zigarette. Linker Hand Crib Goch, ein bei Extremkletterern beliebter Bergkamm. Nach einer Stunde fängt es an zu gießen. "Ah", sagt Mike, "fantastic, isn’t it?"

Mike marschiert. Mike erzählt. Von Owen Glendower und seinen Freischärlern, die Henry IV und seinen Soldaten trotzten, die weniger vor dem Feind aus Eryri flohen als vor Kälte, Regen und Hunger. Über dem Glaslyn, dem blauen See, wird der Weg zur Geröllhalde. Jeder Schritt ein Balanceakt. Nach eineinhalb Stunden fängt es an zu schütten. Aus Pfaden werden Bäche. Aus Bächen werden Wasserfälle. Es donnert. Mike: "War das Gewitter?" Im Zickzack über den Llwybr-y-Mul, den Maultierweg zu Bwlch Glas, dem blauen Pass. Nur noch mit Händen und Füßen zu schaffen. Die Schuhe längst voll Wasser gelaufen. Die Windjacke durchweicht.

Magisches Licht auf dem Snowdon

Am Bwlch Glas trifft der Pyg Track auf die Gleise der Snowdon Mountain Railway. Zwei Stunden sind vorbei, es donnert wieder. "Fantastic", sagt Mike, "noch eine Viertelstunde. Wenn wir Glück haben, machen die Wolken auf und wir haben eine schöne Aussicht." Die Temperatur beträgt maximal fünf Grad, mit dem Wind gefühlt um den Gefrierpunkt. Dann endlich oben auf dem Gipfel. Mike zieht seine wasserdichte Ersatzjacke aus dem Rucksack: "Hier, nehmen Sie, ist besser so." Von Aussicht keine Rede.

 
Klaus Bossemeyer
Gipfelpause auf dem Snowdon
Der Abstieg ist vergleichsweise gemütlich. Mike sagt: "Ah, wir haben den Wind im Rücken – fantastic." Kurz darauf plaudert er mit einigen Arbeitern, die Steine und Erde von den Gleisen der Railway schaufeln. So viel Regen, sagen die Arbeiter, und schütteln den Kopf. Der Berg erodiere immer mehr. Zu viel Getrampel. Dazu der Klimawandel. Heute falle nur noch halb so viel Schnee wie vor 20 Jahren. Weniger Schnee heißt noch mehr Regen. Apropos Schnee: Im Winter gehen die Wanderer häufig auf der Strecke der Bergbahn. Weil es aber neben den Gleisen Hunderte Meter steil in die Tiefe ginge, seien vor einigen Jahren innerhalb weniger Wochen mehrere Menschen zu Tode gestürzt.

"Sie kommen ins Rutschen", sagt Mike, "und können sich nicht mehr halten."Begegnungen auf dem Weg nach unten: ein Mann in Mickey-Mouse-Kostüm; ein junges Paar mit Flip Flops an den Füßen; ein Mann in T-Shirt und einem Baby (ohne Mütze) auf dem Rücken. Mike schüttelt den Kopf. Eineinhalb Stunden ringsum nichts als weißes Nichts. Dann stoppt der Regen. Die Wiesen leuchten. Magisches Licht. Mike: "Ah, der Regen hat aufgehört – fantastic."
 
Unten spendiert Mike eine Tasse Tee und eine Zigarette. Wie er die Tour fand? "Sintflutartig, das erlebt man hier vielleicht einmal im Jahr." Gewitter am Snowdon? "Noch nie gehabt." Er macht eine Pause, schaut in den Nebel über den Bäumen: "Was für ein besonderer Tag. Ich habe ihn wirklich genossen." 
 

Information zur  Snowdon-Besteigung 
Für den Aufstieg zum 1085 Meter hohen Snowdon braucht es auf den sechs Hauptrouten mindestens 3 Stunden. Sie sind zwischen 5,5 und 7,5 Kilometer lang. ABER: Der Aufstieg ist keine Wanderung, auch wenn die geringe Höhe des Berges das vermuten lässt. Das Gelände ist anspruchsvoll, häufig steinig und nicht selten durchsetzt von steilen Passagen. Das Wetter ist unberechenbar und kann die Tour heftig beeinflussen; mit Regen muss immer gerechnet werden, im Sommer mit Hitze, im Winter mit Schneestürmen. Also unbedingt den Wetterbericht einholen! Gute Schuhe und bergtaugliche Kleidung (plus Ersatzkleidung) sind zwingend, ebenso Karte, Kompass, Erste-Hilfe-Paket, Verpflegung.
Informationen zur Bergsicherheit 

Llanberis: Der kleine Ort ist die beliebteste Ausgangsbasis. Hier startet die Snowdon Mountain Railway, beginnt hinter deren Station der Llanberis Path, der am meisten frequentierte Fußweg zum Gipfel.
Tourist Information Center
Electric Mountain Llanberis
Tel. 0128 6870765

Snowdon Mountain Railway: Die Züge starten von der Station in Llanberis im 30-Minuten-Takt von 9-17 Uhr, die Fahrt dauert ca. eine Stunde. An der Kasse sind nur Fahrscheine für hin und zurück erhältlich. Single-Fare- Tickets auf Vorbestellung und nur in be- grenztem Umfang. In der Hochsaison besser Tickets im Voraus online ordern!
Snowdon Mountain Railway Llanberis
Tel. 0844 4938120

Wege auf den Snowdon: 

Llanberis Path: Beginn in Llanberis (s.o.). Er gilt als einfachster Weg, ist aber der längste. Folgt über weite Strecken den Gleisen der Snowdon Mountain Railway. 

Miners’ Track: Ausgangspunkt siehe Pyg Track. Beginnt flach, führt über den Llyn Llydaw, im letzten Streckenabschnitt sehr steil. 

Pyg Track: Beginnt gegenüber der Jugendherberge in Pen-y-Pass. Anspruchsvoller Aufstieg, vor allem auf dem letzten Drittel.

Rhyd Ddu Path: Beginnt am Parkplatz südlich des Ortes Rhyd Ddu. Wenig frequentiert, weil landschaftlich zu Beginn eher reizlos, besseres Panorama kurz vor dem Gipfel.

Snowdon Ranger Path: Beginnt am Parkplatz gegenüber dem Snowdon Ranger Youth Hostel, A 4086. Gilt als ältester Aufstieg, gleichzeitig als einer der leichtesten, mündet in seinem letzten Stück in den Llanberis Path.

Watkin Path: Startet am Pont-Bethania-Parkplatz nahe Nant Gwynant an der A 498. Angeblich die anstrengendste der sechs Hauptrouten (weil größte Höhendifferenz zwischen Start und Gipfel). Landschaftlich die schönste.

Snowdon Horseshoe: Ausgangspunkt wie bei Pyg und Miners’ Track. 11,5 km, 6-9 Std. (hin und zurück). Folgt zunächst dem Pyg Track, führt auf etwa halber Strecke dann auf den teilweise sehr schmalen Grat Crib Goch und von da zum Gipfel. Abstieg über den Gipfel des Y Lliwedd (898 m), von dort zurück nach Pen-y-Pass. Dramatisches Panorama, aber nur geeignet für erfahrene, gut ausgerüstete Kletterer. 

Autor

Gerhard Waldherr

Ausgabe

Wales 10/2012