Barcelona Unsere Top 10 Geheimtipps

Sagrada Familia und Parc Güell kann jeder. Barcelona hat aber noch viel mehr zu bieten. Abseits der normalen Touristenrouten aus dem Reiseführer zeigt sich die katalanische Hauptstadt von einer ganz anderen, charmanten und romantischen Seite. Wir zeigen Ihnen unsere Top 10 Reisetipps für das besondere Barcelona-Erlebnis.

Parc Güell

1. Die Bunker von Turó de Rovira im Park Guinardó

Die Bunker in dem Stadtteil Guinardó sind ein echter Geheimtipp: von hier aus hat man den wahrscheinlich spektakulärsten Blick auf Barcelona mit einem 360°-Blick. Die Reste der Flugabwehrbatterie aus dem Spanischen Bürgerkrieg sind im nördlichen Teil der Stadt zu finden und nur nach einem kleinen Spaziergang bergauf oder viel Umsteigen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wahrscheinlich ist deshalb auch der Andrang überschaulich. Hier findet man eigentlich immer ein Plätzchen, um die Füße der Stadt entgegenzustrecken und die leichte, kühle Brise zu genießen, die hier immer weht. 

2. Strand von Badalona & El Prat de Llobregat

Strand Barcelona
Wer im Sommer in Barcelona an den Strand will, muss realistisch sein. Es gibt keine geheimen, menschenleeren Strände mit weißem Sand und blauem Wasser. Aber wem die Stadtstrände in der Barceloneta zu voll sind, kann leicht ausweichen. Die Strände etwas außerhalb des Stadtzentrums sind leerer und sauberer als die Stadtstrände. Badalona, ein Vorort Barcelonas, ist in einer Viertelstunde mit dem Nahverkehr RENFE oder mit der U-Bahn mit der lila Linie zu erreichen. Beide Stationen sind noch in der Zone 1 des Metrosystems. Man kann also problemlos die Zehnerkarte nehmen. Ebenfalls ein schöner Strand etwas außerhalb ist der Strand von El Prat de Llobregat. Hier kommt man mit dem Bus in einer halben Stunde hin.

3. Mittagsmenüs in Barcelona

Die meisten Restaurants bieten zur Mittagszeit ein günstiges Drei-Gänge-Menü an. Das "Menu de mediodia" ist eine Reliquie des Franco-Regimes. Mitte der 60er Jahre setzte der Diktator auf Billigtourismus und verpflichtete jedes Restaurant dazu, ein Menü mit drei Gängen zu einem vorgegebenen Preis zu servieren. Das Konzept hat bis heute gehalten. Heute kostet ein Menü im Schnitt 12 Euro und beinhaltet Vor-, Haupt- und Nachspeise, Getränke und Brot. Auch gute und normalerweise teure Restaurants bieten unter der Woche oft ein Mittagsmenü zu einem günstigen Preis an. Wenn also das Lieblingsrestaurant etwas teurer ist, lohnt es sich, mal nach dem Mittagsmenü zu schauen.

4. Plaça St. Pere (Plaza St. Pedro)

Plaza St. Pedro
Der kleine Platz gehört zu den schönsten Orten in Barcelona. Direkt vor dem Kloster San Pedro de las Puellas gelegen und von schattenspendenden Bäumen umgeben, hat der Platz einen ganz besonderen Charme. Auf den Stufen des Klosters oder des Brunnens in der Mitte kann man stundenlang das Treiben beobachten. Hier findet man auch kleine Cafés, die zum Kaffee trinken oder Tapas essen einladen.

5. Labyrinthgarten Horta

Im Park im Stadtteil Horta wurde die berühmte letzte Szene aus dem Film “Das Parfüm” gedreht. Kein Wunder! Hier sieht es aus wie aus dem Märchenbuch. Eine schöne Kulisse um sich mal gedankenlos zu verlaufen. Die Brunnen sehen so verwunschen aus, es würde einen nicht wundern, wenn aus ihnen der Froschkönig herausspringt und in diesem Labyrinth hat sich bestimmt schon die ein oder andere Prinzessin verlaufen. Leider kostet der Park inzwischen Eintritt, allerdings unter 3 Euro.

6. La Caseta del Migdia

Parc Güell

DIE TYPISCHEN SEHENSWÜRDIGKEITEN BARCELONAS FINDEN SIE HIER:
 

7 Dinge, die man in Barcelona gemacht haben muss

Die Caseta del Migdia ist eine Open-Air Bar auf dem Montjïc mit einem Grill, Lautsprechern und einem tollen Blick auf den Industriehafen und das Meer. Die Installationen sind etwas primitiv. Es gibt Klappstühle und -tische sowie einen überteuerten Grillteller auf Plastikgeschirr. Aber das Bier ist kalt und der Blick einzigartig. Tagsüber gibt es Musik vom DJ und abends kommt nicht selten eine Live-Band und spielt für die Gäste. Die Bar ist entweder mit dem Auto oder Motorrad zu erreichen und zu Fuß von der Montjïc Burg aus. Einfach an der Burg vorbeilaufen und nach ein paar Minuten hört man schon die Klänge der Caseta.

7. Hospital Sant Pau

Hospital de la Santa Creu i Sant Pau ist eines der weniger bekannten modernistischen Gebäude in Barcelona. Das Krankenhaus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem katalanischen Architekten Lluís Domenèch i Montaner erbaut. Wer sich auch nur ein wenig für Architektur interessiert, kommt in dem größten modernistischen Gebäudekomplex der Welt voll auf seine Kosten. Das alte Gebäude wird nicht mehr als Krankenhaus genutzt und kann besichtigt werden. Es gibt auch Touren, die durch das Gelände führen und die Geschichte erklären.

8. Piscina Municipal de Montjuïc

Piscinas Municipales de Montjuïc
Die Bilder der Turmspringer, die bei den Olympischen Spielen 1992 über den Dächern Barcelonas schwebten, machten die Stadt im Nu weltberühmt. Das Schwimmbad ist inzwischen im Sommer öffentlich zugänglich. Eine Erfrischung von der Hitze und dabei eine Aussicht über die gesamte Stadt - wer sagt da noch, man kann nicht alles haben? Besonders unter der Woche, wenn es nicht so voll ist, ist das Schwimmbad eine gute Alternative zum Strand.

9. Iglesia St. Pau del Camp

Mitten im Multi-Kulti Viertel Raval versteckt sich ein kleiner Architektur-Schatz. Das Kloster Sant Pau del Camp ist eines der wenigen gut erhaltenen, romanischen Gebäude der Stadt und geht bei dem Modernista-Fieber vieler Besucher leicht unter. Die Kirche des ehemaligen benediktinischen Klosters stammt wahrscheinlich aus dem neunten Jahrhundert. Es ist wie eine kleine Oase in Mitten des Trubels und der Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang über die Rambla del Raval verbinden.

10.  Carretera de les Aigües

Carretera de les Aigues
Bei einem abendlichen Spaziergang die Sonne über den Dächern Barcelonas untergehen zu sehen ist kein schlechter Ausklang des Tages. Die Carretera de les Aigües schlängelt sich auf halber Höhe am Tibidabo entlang und ist wegen ihrer tollen Blicke auf die Stadt sehr beliebt unter Joggern und Radlern. Man kann aber auch bei einem gemütlichen Spaziergang die Blicke und die Ruhe genießen. Erreichbar ist sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Plaça Catalunya aus. Einfach an der Station “Peu del Funicular” umsteigen und mit der Seilbahn hoch fahren.

Über die Autorin

Julia Henkel lebt seit sieben Jahren in Barcelona. Sie arbeitet dort als freie Journalistin, Copy Writerin und im Online Marketing. Auf ihrem Blog "Travelling Treasures" verrät sie Geheimnisse der katalanischen Hauptstadt, gibt Tipps für Barcelona und berichtet von ihren Reisen. 

Autor

Julia Henkel