Luzern Naturschönheiten im Biosphärenreservat Entlebuch

Entlebuch ist das Haupttal der Kleinen Emme zwischen Bern und Luzern

Zuerst war den Entlebuchern die Idee, ihre Heimat zum "Biosphärenreservat" zu deklarieren, etwas unheimlich: Sie seien doch keine Indianer, die in einem Reservat wohnen! Dennoch entschieden sich bei einem Volksentscheid 94 Prozent für diesen Schritt – als erste Biosphärenregion der Welt bewarb sich das Entlebuch erst nach einem Volksentscheid bei der UNESCO. In dem seit 2001 geschützten Landstrich im Zentrum der Schweiz wird Tourismus auf sanfte Weise betrieben. Statt berühmter Viertausender und anderer Superlative finden Besucher hier: Wildnis. Unberührte Moore, Karsthöhlen, Schluchten und dichte Wälder, dazu köstlichen Käse oder selbst gebackenes Brot. Und Ruhe. In den acht Gemeinden des Entlebuchs leben gerade einmal 17 000 Menschen, die sich auf drei Täler verteilen. 

Höhlen

Karst, der weiß schimmernde und leicht auszuwaschende Kalkstein, formiert sich hier zu vielen Höhlen. 250 wurden bisher im Massiv der Schrattenfluh gefunden, von denen die Neuenburgerhöhle mit 7,5 Kilometern die längste ist. 

Moore

Nirgendwo in der Schweiz gibt es so viele Hoch- und Flachmoore wie im Entlebuch. Durch die immer selteneren Lebensräume für bedrohte Pflanzen- und Tierarten führt ein 80 Kilometer langer Moorlandschaftspfad in fünf Tagesetappen. 

Schluchten

Wo sich der Wildbach Große Fontanne tief in den Fels schneidet, stehen sie im Wasser: Goldsucher! Bis um 1900 wurde das Edelmetall hier professionell gewaschen. Heute sind die Schluchten ein Dorado für Abenteuerromantiker.

Wiesen

Auf den Almwiesen weiden die Kühe wie anno dazumal, viele Höfe sind seit Generationen in der Familie. Auch heute setzen die Bauern auf Nachhaltigkeit: Das Label "Echt Entlebuch" ziert rund 300 regionale Produkte –vom Käse bis zum Brot.

Flüsse

Er köchelt Kieselsteine aus dem Bach im Fischfond, räuchert den Schnee von seinen Ufern zur Suppe: Stefan Wiesner zaubert im Escholzmatter "Rössli" seine avantgardistische Naturküche und gilt als einer der kreativsten Köche der Schweiz. 

Berge

Mit 2350 Metern ist das Brienzer Rothorn der höchste Gipfel des Kantons Luzern. Bequem zu erreichen ist der Berg von Sörenberg mit der Seil- und von Brienz mit der Dampfbahn. Von der Station führen Wanderwege zu Alpen, Pässen, Aussichten.

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Autor:
Cornelia Heim