Schweiz Luzern: Die Alleskönnerin

Diese Stadt ist ein Traum. Sie liegt dahingegossen wie gemalt, ein Künstler hätte sie nicht schöner gestalten können. Von der Natur hat Luzern einfach alles mitbekommen: einen kobaltblauen See vor der Nase, den Vierwaldstättersee. 

Einen klaren Fluss namens Reuß, der die pittoreske Altstadt mit den Gässchen aus dem 14. Jahrhundert von der coolen Neustadt mit ihren edlen Boutiquen und stilvollen Restaurants voneinander trennt – zumindest auf den ersten Blick. Denn Luzerns großes Plus ist just jener Mix aus Luxus im neuen Quartier und Nostalgie in den historischen Teilen. Und natürlich, nicht zu vergessen, die hohen Berggipfel, die auf jeder Postkarte der Stadt mit ihren schneebedeckten Spitzen aufragen: der "Pilatus" zur einen Seite der Stadt, auf dem der Sage nach der biblische Pontius Pilatus seine letzte Ruhestätte fand. Auf der anderen Seite die "Rigi", die als "Königin der Berge" bezeichnet wird und mit der allerersten Bergbahn Europas aufwarten kann. 

Superlative, wohin man schaut. Luzern, die Schöne, ist Hauptort des gleichnamigen Kantons sowie der gesellschaftliche und kulturelle Mittelpunkt der Zentralschweiz. Der Ausländeranteil unter den 76 000 Einwohnern beträgt fast ein Viertel, und die Zugereisten bereichern das Flair der Stadt. Eines der schönsten Restaurants Luzerns – das "Café de Ville" am Ufer – führt etwa der Franzose Richard Beaudoux. Luzern hat es mit allem gut getroffen. Manche sagen: Glück ist Talent fürs Schicksal – und das hat Luzern. Es macht das Beste aus seiner Traumlage, pflegt die hübschen Fassadenmalereien der Altstadt und investiert Millionen in die Kultur. Mit dem KKL hat es ein hochmodernes Kulturzentrum errichtet, das seinesgleichen sucht. Gleichzeitig lässt man Orten wie dem trendigen Ausgehviertel in der Neustadt genug Raum, sich natürlich weiterzuentwickeln. Damit Luzern nicht nur schön, sondern auch spannend bleibt. 

Malerisch liegt die Luzerner Jesuitenkirche an der Reuss.
Lukas Spörl
Malerisch liegt die Luzerner Jesuitenkirche an der Reuss.
Und wer doch einmal genug hat von der Stadt, verschwindet in kürzester Zeit in die umliegenden Berge, um abends entspannt in eines der stilvollen Hotels zurückzukehren. Wenn es das Portemonnaie zulässt, ins "The Hotel", das KKL-Architekt Jean Nouvel auf Geheiß von Hotelkönig Urs Karli umbaute – und das sich mittlerweile als schönstes Designhotel der Stadt rühmen darf. Luzern, ein einzigartiger Flecken heiler Welt. 

Das renommierte "Lucerne Festival" für klassische Musik findet seit 1998 dreimal im Jahr statt.

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Autor:
Cornelia Heim