Schweiz Zur Erholung nach Carouge

Versteckte Hofgärten, lauschige Ecken und zweistöckige Reihenhäuschen statt repräsentative Prachtbauten. Nur eine kurze Fahrt mit der Straßenbahn von Genf entfernt!
Stadt Carouge in der Schweiz

Sobald die Genfer Straßenbahnlinie 12 den Fluß Arve überquert, beginnt eine andere Welt: versteckte Hofgärten, lauschige Ecken und zweistöckige Reihenhäuschen statt wie in Genf repräsentativer Prachtbauten. Alles wirkt hier etwas ruhiger und südländischer, etwas kleiner und dörflicher als in Genf. Als die Stadt Carouge in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts fast vollständig neu errichtet wurde, gehörte das Gebiet zum unabhängigen Königreich Piemont-Sardinien. Auf des Königs Anweisung waren es vor allem Turiner Architekten, die die Straßenzüge und Plätze im piemontesischen Stil planten. Carouge entwickelte sich zu einem Zentrum des Handwerks, insbesondere der Töpferei.

Bummeln in Carouge
Arthur F. Selbach
Carouge lädt zum Bummeln ein.
Bis heute leben hier viele Kunsthandwerker und Künstler. Genfer kommen gern hierher, um in den hübsch gestalteten Boutiquen zu stöbern. Auch die einladenden Cafés und Restaurants dazwischen haben Tradition: Schon kurz nach der Gründung war Carouge ein beliebtes Ziel für kulinarische Ausflüge. Besonders gut isst man heute etwa im Gourmet-Bistro "L’Artichaut". Gegen Abend lohnt sich ein Blick auf das Programm des ambitionierten Privatkinos "Cinéma Bio" und des Konzertlokals "Chat Noir".

Adressen in Carouge:

Gourmet-Bistro L’Artichaut: Quai du Cheval Blanc 9, Tel. 022 3019091; www.artichaut-restaurant.ch

Cinéma Bio: Rue St-Joseph 47, Tel. 022 3015443; www.cinema-bio.ch

Chat Noir: Rue Vautier 13, Tel. 022 3071040; www.chatnoir.ch

Ausgabe

Genfer See 07/2012