Portugal Madeiras versteckte Badebuchten

Badestrand auf Madeira.

Um es gleich vorwegzunehmen: Feinsandige, weiße Traumstrände hat Madeira wirklich nicht zu bieten, dafür muss man schon die Fähre nach Porto Santo nehmen. Aber ganz auf Badefreuden braucht man auch auf Madeira nicht zu verzichten. An den beiden schmalen Stränden Prainha auf der östlichen Landzunge Ponta de Sao Lourenço und Porto da Cruz im Nordosten finden Sonnenanbeter immerhin natürlichen Sand - aber er ist schwarz von Lava. Zu empfehlen und kaum bekannt ist die kleine, versteckte Badebucht im Südwesten bei Madalena.

Madeira und seine Badebuchten

Allerdings ist sie nicht ganz einfach zu finden: Mit dem Auto in Richtung Arco de Calheta fahren, nach der Strandpromenade kommen zwei Tunnel. Ganz kurz nach dem zweiten Tunnel führt auf der linken Seite eine kleine, recht steile Rampe hinunter zum Badestrand. Am besten oben in einer Parkbucht den Wagen abstellen und zu Fuß hinunter gehen. Die anderen ausgewiesen Badebuchten bieten Kieselsteine als Unterlage für das Badetuch, an vielen Stellen ist der Untergrund mit Betonliegeflächen überbaut.

Strände auf Madeira
Walter Schmitz
Die Strände auf Madeira sind selten sandig: Badebucht bei Seixal.
Um den Mangel an Sand und Strand zu beheben, wurden in den vergangenen Jahren manche Küstenpartien, wie in Calheta und Machico, mit goldgelbem Sand aus Nordafrika künstlich aufgeschüttet. Eine schöne Alternative sind bewachte Naturpools, die von Lavafelsen umrahmt sind, etwa in Porto Moniz, Seixal und Porto da Cruz. Außerdem gibt es sogenannte Complexos Balneares, Freizeitbäder mit Wassersportangeboten, Sonnenterrassen, Umkleidekabinen, Duschen, Bars und Restaurants. Schwimmen kann man auch in den Pools praktisch aller größerer Hotels. Hotels an der Steilküste haben oft Treppen zum Badesteg im Atlantik oder gar einen Fahrstuhl wie das Reid's Hotel.

Surfen und Wellenreiten auf Madeira

Die südwestlichen Küsten von Jardim do Mar und Paúl do Mar gelten unter Surfern und Wellenreitern als Topspot. Im nordwestlichen São Vicente gibt es ein internationales Surfercamp eingerichtet. Besonders die Nordküste bei Ponta Delgada wird wegen der hohen Brandung geschätzt. Günstige Bedingungen auch für Anfänger bietet der Strand von Porto Santo. Bretter sind in den großen Hotels ausleihbar.

Tauchen rund um Madeira

Vor Madeira ist die Unterwasserwelt bunt, fisch- und artenreich. Der Eco-Parque Marinho do Funchal, Portugals Meeresnationalpark, erstreckt sich vor der Südküste von Funchal bis zur Ponta de São Lourenço und zu den Ilhas Desertas. Taucher finden unter Wasser intakte Riffe, Canyons, bizarre Lavaformationen und durchtauchbare Höhlen. Schon knapp unter der Wasseroberfläche durchschwimmt man mit Schnorchel oder Gasflasche einen fantastischen Unterwassergarten mit zitronengelben Zackenbarschen, Papageienfischen, Rochen, Oktopussen, Seepferdchen, Schnecken und schwarze Korallen. Die verschiedenen Tauchbasen Madeiras verfügen über eine gute Infrastruktur, viele sind deutschsprachig. Sie führen Tauchgänge durch, teilweise auch nachts, bieten Tauchkurse und verleihen die Ausrüstung. Das klare Wasser ermöglicht Sichtweiten bis zu 60 Meter.