Skandinavien In Norwegen tanzt das Nordlicht

Riesige Schleier und Bänder wabern am Himmel und legen sich über die dunkle Nacht. Sie funkeln, glitzern und leuchten in den schönsten Grün-, Gelb- und Blautönen. Es ist die Zeit des Polarlichts, ein Naturspektakel, das momentan besonders gut auf der Nordhemisphäre nördlich des 60. Breitengrades zu beobachten ist.

Polarlichter, auch Aurora borealis genannt (das Licht, das am Südpol auftritt, wird als Aurora australis bezeichnet), entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen der Sonne auf die oberen Schichten der Atmosphäre treffen und dort die Luftmoleküle zum Leuchten anregen. Normalerweise werden die Teilchen vom Magnetfeld der Erde zu den Polen gelenkt. Bei besonders starken Eruptionen auf der Sonne können die Partikel aber auch bis in südlichere Breiten vordringen, so dass das Phänomen - wenn auch sehr selten - in Mitteleuropa zu beobachten ist.

Die skandinavischen Länder mit ihren langen, dunklen Wintern und der Nähe einzelner Regionen zum Nordpol bieten dagegen optimale Voraussetzungen für dieses besondere Naturereignis, allen voran Norwegen. In der Zeit zwischen Herbst und Frühling (Ende September bis Mitte März) ist die Chance am größten, die bunten Himmelslichter zu sehen. Ob am Nordkap, auf den Lofoten oder rund um Tromsø, die besten Orte für Nordlicht-Beobachtungen liegen alle nördlich des Polarkreises in Nordnorwegen. Eine Garantie für die Leuchterscheinungen, die sich meist in rund 100 Kilometer Höhe abspielen, gibt es jedoch nicht. An manchen Abenden ist das farbige Schauspiel gleich mehrmals zu sehen, es gibt aber auch Zeiten, da bleibt der Himmel dunkel.

 

Hinkommen:
Mit der Fähre von Hamburg oder Kiel z.B. mit Color Line, Stena Line und Fjord Line. Größter Flughafen ist in Oslo, der regelmäßig unter anderem von Lufthansa und SAS angesteuert wird. 

 

 

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