Monaco Wir empfehlen die schönsten Hotels in Monaco

Der Blick nach Monaco lohnt nicht nur zu Fürstenhochzeiten, das winzige Land platzt förmlich vor Glamour und Kultur. Wer es sich leisten kann, sollte in Monaco eines der ehrwürdigen Belle-Epoque-Hotels zur Übernachtung in Erwägung ziehen - ein bisschen royaler Glanz soll ja auch auf die Besucher des Fürstentums abfärben. In den letzten Jahren entstanden aber auch moderne Boutiquehotels, die mit innovativen Konzepten die historische Schwere der alteingesessenen Grandhotels abschütteln wollen. Wir stellen einige der schönsten Hotels des Mini-Staates vor.

Hôtel de Paris - Institution in Weiß

Das berühmteste Hotel Monacos, direkt neben dem Casino Monte Carlo gelegen, lebt auch von seinen berühmten Gästen. So war im Hôtel de Paris auch Winston Churchill zu Gast. Nach ihm ist eine ausladende Suite mit 205 Quadratmetern Wohnraum und 73 Quadratmeter großer Terrasse benannt, die bei Buchung das Konto um etwa 10.000 Euro erleichtert - pro Nacht. Weitere Gäste dieses Belle-Epoque-Hotels waren russische Zaren, die "Gigi"-Autorin Colette und Prinzessin Grace.

Die strahlend weiße monegassische Institution wurde 1863 für den Hochadel und betuchte Casinobesucher gebaut und hat sich seither kaum verändert, Prunk ist nach wie vor Trumpf: Die Kathedralen-ähnliche Lobby nötigt selbst abgebrühten Jetsettern Ehrfurcht ab. Selbst in der Herrentoilette findet man Louis-XV-Stühle vor. Alle Zimmer haben riesige rosa Marmorbadezimmer und teures Mobiliar. Besonders beliebt sind die mit Blick auf das direkt benachbarte Casino.

Gäste haben die Auswahl zwischen drei Restaurants: Das "Le Louis XV - Alain Ducasse" (drei Michelin-Sterne), welches das Essen für die Hochzeit von Prinz Albert II. lieferte und im Weinkeller Jahrhunderte alten Napoleon-Brandy und Chateaux Margaux 1920 im Wert von Millionen lagert, das Le Grill (ein Michelin-Stern) mit Panoramablick und das Côté Jardin mit Terrasse. Gegenüber des Hôtel de Paris befindet sich nicht minder legendäre Café de Paris.

Hôtel de Paris, 182 Zimmer (davon 75 Suiten), Place du Casino, Monte Carlo 98000, Tel. +377 98 06 30 00, Zimmer ab 340 Euro, Suite ab 580 Euro,

Hôtel Hermitage - eine Oase auf dem Kliff

Das Grandhotel Hermitage liegt auf einem Kliff, nahe beim Casino und etwas abseits des großen Verkehrstrubels. Bereits die Eingangshalle, die von Eiffelturm-Konstrukteur Gustave Eiffel entworfen wurde, ist sehenswert.

Hier wird die Belle Epoque lebendig, trotzdem wird man in den Zimmern und Suiten nicht vom Glanz erschlagen. Eher schlicht ist das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant Vistamar eingerichtet, eines von dreien des denkmalgeschützten Hotels. Es bietet - wie der Name schon vermuten lässt - einen Meerblick. Das Hôtel Hermitage ist wie das Hôtel de Paris direkt an die Les Thermes Marins angeschlossen.

Hôtel Hermitage, 280 Zimmer (davon 43 Suiten), Square Beaumarchais, Monte Carlo 98000, Tel. + 377 98 06 40 00, Zimmer ab 270 Euro, Suite ab 460 Euro,

Hôtel Metropole - Florenz in Monaco

Das 1886 erbaute Hôtel Metropole wurde 2004 generalüberholt. Dabei wurde Wert darauf gelegt, die Ausstrahlung des Palasthotels im florentinischen Stil zu bewahren. Die Zimmer und Suiten sind elegant und hell eingerichtet. In der obersten Etage liegt die Suite Carré d'Or mit einer 110 Quadratmeter großen Privatterrasse, von der gutbetuchte Gäste Monte-Carlo und das Meer überblicken. 2010 wurde das Hôtel Metropole auf der Jahresversammlung der "Leading Hotels of the World" als bestes Hotel ausgezeichnet.

Das Restaurant Joël Robuchon serviert unter der Leitung von Christophe Cussac französische Küche. Wer eine Kurzreise nach Asien der Riviera vorzieht, diniert im Restaurant Yoshi mit Blick auf den japanischen Garten.

Hôtel Metropole, 146 Zimmer (davon 64 Suiten), 4 avenue de la Madone, Monte Carlo 98007, Tel. (+377) 93 15 15 15, Zimmer ab 290 Euro, Suite ab 490 Euro,

Port Palace - in außergewöhnlicher Lage

Das Port Palace ist das erste Boutiquehotel Monacos und wurde im Jahr 2003 eröffnet. Es liegt direkt am Yachthafen Port Hercule - ein nicht eben trivialer Umstand, den man ruhig stolz im Namen tragen kann. Auch das Casino ist nur wenige Minuten entfernt. Aus den 50 Zimmern und Suiten des Boutiquehotels haben Gäste einen Ausblick auf den Felsen mit dem Fürstenpalast, dem Yachthafen und der Silhouette Monacos. Gestaltet hat die Räume der französische Innenarchitekt Jacques Garcia.

Die Fassade besteht aus blauglasigen Bogenfenstern, die in mattem Stahl eingefasst sind. Fünf Themen beherrschen die Anmutung des Port Palace: Luft, Sonne, Meer, Felsen und Sand. In den Farbtönen der edlen Steinböden, des Leders und der Rubelli-Bezugsstoffe wird das Konzept immer wieder aufgegriffen. Die Grenzen zwischen Luxus und Dekadenz sind hier manchmal fließend: Die Executive Corner Suiten sind mit einem Privat-Hamam ausgestattet.

Berühmt ist das Port Palace für seine Blumenarrangements der hauseigenen Blumendesignerin. Eine 50-minütige Sitzung mit einem einzigartigen Blumenstrauß kostet 98 € pro Person.

Port Palace, 50 Zimmer (davon neun Suiten), 7, avenue JF Kennedy, Monte Carlo 98000, Tel. +377 97 97 90 00, Zimmer ab 200 Euro, Suite ab 400 Euro,

Ni Hôtel - individuell und rebellisch

Das kleine Ni Hôtel liegt mal zur Abwechslung nicht in Monte Carlo, sondern am Fuße des Felsens in Monacos ältestem Bezirk Monaco-Ville. Bereits die schwarze Steinplatten-Fassade mit den farblich akzentuierten Fenstern verrät: Das Ni Hôtel will anders sein. Im etwas gediegenen Monaco wirkt der gestalterische Ansatz geradezu rebellisch: Schiefe einfarbige Türrahmen, beleuchtete Stufen, farbige Neonlichtspiele kontrastieren mit schwarzen Wänden, schwarzer Marmorboden mit buntgestreiften Teppichen. Die originelle Ni-Bar mit Retro-Pin-up-Aufnahmen des amerikanischen Fotografen Andy Hartmark wird per Knopfdruck in Rot oder frisches Grün getaucht.

Die 17 Zimmer sind mit Schwarz, Anthrazit, Weiß und Blautönen um einiges nüchterner gehalten. Wer mehr Schnörkel mag oder eine (Liebes-)Botschaft übermitteln möchte, der kann sich als besonderen Service sein Domizil individuell herrichten lassen. Fotos, Texte oder Grafiken, die mindestens eine Woche vor Anreise zugeschickt worden sind, werden gegen Aufpreis vergrößert und am Kopfende des Bettes angebracht.

Um Monaco im Freien zu genießen, muss man nicht zwangsläufig das Ni Hôtel verlassen: Mit Blick über die Dächer des Hafenviertels La Condamine und den Yachthafen Port Hercule lässt sich reichlich Zeit auf der Dachterrasse totschlagen.

Ni Hôtel, 17 Zimmer (davon zwei Maisonetten), 1, bis rue Grimaldi, Monaco-Ville 98000, Tel. +377 97 97 51 51, Doppelzimmer ab 150 Euro,

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Autor:
Robert Filipowicz