Naturreisen Natur-Highlights in der Toskana

Wo zwischen Wäldern und Felsen warme Whirlpools sprudeln, liegen Sie richtig: Abseits der Städte zeigt die Toskana ihre grüne Seite. Die besten Natur-Highlights in der Toskana!

Die heißen Quellen Saturnia

Warme Naturquellen, Olivenernte oder Chianti-Tour? Diese Natur-Highlights lohnen sich in der Toskana. Neben Kunst und Kultur sollten Sie sich auch im Freien Italiens umschauen.

Therme

Es dampft, blubbert, stinkt nach Schwefel. Klingt wie Hölle, verheißt jedoch Erholung. Grund: Aus der vulkanischen Erde der Toskana sprudeln heiße Quellen. Terme libere, wilde Thermen, die sich in den Wäldern verstecken – und die jeder für entspannende Bäder kostenlos nutzen darf. Wie im Ort Bagni San Filippo: Vom Dorfkern aus wandert man am Bach Fosso Bianco entlang und trifft bald auf den "weißen Wal", einen großen, weißblauen Kalkfelsen. Ab hier formen sich hinter jeder Biegung natürliche Badebecken, in denen sich das türkise, warme Wasser staut. Noch spätabends dümpeln hier die Romantiker.

Spektakulär sind die Cascate del Mulino, die "Mühlenwasserfälle" in Saturnia. Dort rauscht das Wasser eine Felswand hinab, sammelt sich in einem Naturpool und fließt in stufenförmige Sinterbecken. In den Felsvertiefungen aalen sich das ganze Jahr über Erholungsbedürftige. Umkleiden oder Duschen gibt es nicht, denn der Name hält Wort: Naturtherme. Bequemer sind die Terme di Saturnia. Im zahlungspflichtigen Thermalpark brodeln gleich vier Becken vor sich hin. Temperatur: 37 Grad. Familien zieht es oft ein Stück weiter nach Osten in die Terme di Sorano. Dort gibt es Ferienwohnungen, die Kinder spielen am warmen Bach im Wald und planschen im großen Thermalbecken. Luxuriös ist das Spa Fonteverde im Val d’Orcia. Hinter den Thermalpools öffnet sich die Hügellandschaft, beim "Etruskischen Rundgang" entspannt man in Saunen, Dampfbädern und Grotten. Freitags und sonntags genießen die Gäste dazu in Schlappen und Bademantel einen "Aperispa" und toskanische Köstlichkeiten.

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Olivenernte

Olivenernte Podere Usignolo

Selten kann man Arbeit und Urlaub in einem Atemzug nennen. Hier in der Maremma funktioniert das: Zwischen knorrigen Bäumen auf sonnengefluteten Hängen hört man die Vögel zwitschern und packt mit an. Von Mitte Oktober bis Mitte November dauert die Olivenernte auf dem Landgut Podere Usignolo, je acht Gäste helfen den Schweizer Besitzern tageweise beim Pflücken. Was bedeutet: Handschuhe an, Leiter hoch und die Oliven aus den Zweigen schütteln und rütteln. Mittags gibt’s ein pranzo unter den Bäumen oder auf der Terrasse – und zum Abschied frisch gepresstes Öl. Einige Olivenbauern in der Toskana schätzen mittlerweile die Arbeit mit wechselnden Gästen, manche organisieren solche Einsätze sogar unkompliziert ohne Voranmeldung. So kann man beim Agriturismo Casale della Torre nahe Cortona ab Ende Oktober einfach vorbeikommen und sich bei Signore Lapo Salvadori melden. Ist das Wetter schlecht, lädt der kurzerhand zum Käserei-Kurs und macht leckeren Pecorino Toscano. Auch auf dem Podere San Gregorio in Pienza sind helfende Hände willkommen. 900 Olivenbäume gehören zu dem Gut, das neben sehr gutem Öl auch Wein aus Sangiovese-Trauben produziert. Wer längere Zeit gegen Kost und Logis mitarbeiten möchte, findet bei der Organisation wwoof (World-Wide Opportunities on Organic Farms) zahlreiche toskanische Höfe, die dafür offen sind.

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