Mailand Nachtleben auf dem Corso Como

Das Nachtleben in Mailand pulsiert allabendlich auf dem Corso Como und Corso Garibaldi. Die Reichen und Schönen treffen sich hier zum Trinken und Tanzen. Wir geben Tipps für Bars und Diskotheken.

Fußballer von AC und Inter Mailand, Models, Banker und Fernsehstars, sie alle lassen hier die Korken knallen. Früher wurde auch Silvio Berlusconi des Öfteren auf dem Corso Como nahe der Porta Garibaldi gesichtet – wenn auch nicht auf der Straße. Der Politiker und Medienmogul zog sich meist in Privatlogen ausgewählter Clubs zurück. Von dort aus schickte er seine Späher auf den Corso, um hübsche Frauen zu einem Drink einzuladen. Solche privés sind noch immer typisch für den Corso Como, und die Türsteher entscheiden nach Schönheit, Brieftasche und Bekanntheitsgrad, wer hinein darf und wer nicht. Besonders begehrt sind die VIP-Zonen in der Diskothek Hollywood (Nr. 18, Tel. 02 6555381, ), wo sich während der Modewoche die gesamte Branche trifft.

Aber auch, wer dort nicht reinkommt, kann auf dem Corso die Nacht problemlos durchfeiern. Viele Cafés und Kneipen stellen bei gutem Wetter auch Tische und Stühle raus an die verkehrsberuhigte Straße, und so dauert die Party selbst vor winzigen Bars wie dem Pitbull (Nr. 11, Tel. 02 29002343) bis 2 Uhr morgens.

Für den Start in den Abend empfiehlt sich das Via Caffè Novecento (Nr. 9, Tel. 02 36524233), das kostenlose Thekenbüfett schafft zur Aperitif-Zeit eine solide Grundlage für die gut gemixten Cocktails. Sollte der Hunger zu später Stunde noch einmal zurückkehren, gibt es in der Pizzeria di Porta Garibaldi (Nr. 6, Tel. 02 6551926) bis nach Mitternacht pizza al trancio, also in Stücken vom Blech. Das klingt nach Fast Food, ist aber hausgemacht und seit Langem als Spezialität in ganz Mailand bekannt. Die Preise sind moderat.

Philip Koschel
Deutlich mehr kostet ein Glas Champagner im angesagten Loolapaloosa (Nr. 15, Tel. 02 6555693), aber dafür geht hier am Wochenende auch die Post ab, gefeiert wird bis zum Morgengrauen. Sehen und gesehen werden ist die Devise. Deswegen zieht es einige Damen zu vorgerückter Stunde zum Tanzen auf den Tresen. Auf schwindelerregend hohen Absätzen schauen sie sich dann das Partyvolk von oben an. Und lassen sich von denen da unten bewundern.

Autor

Kristin Hausen

Ausgabe

Mailand 11/2014