Griechenland Reisetipps für Kreta

Türkisblaues Wasser, feine Sandstrände, Paläste und charmante Bergdörfer: Die Insel Kreta in Griechenland ist ein beliebtes Urlaubsziel, das beinahe das gesamte Jahr über hochsommerliche Temperaturen bietet. Doch was lohnt sich im Norden und was an der Südküste? Was muss man auf Reisen unbedingt in Heraklion, was in Agios Nikolaos und was in Chania sehen? Es folgen Tipps für Ihre Reise nach Kreta!

Mietwagen statt Bustransfer

Die goldene Regel: Setzen Sie auf einen Mietwagen! Am besten steigen Sie direkt am Flughafen selbst ans Steuer. Warum? Nun, zuerst einmal sind Sie viel flexibler und nicht auf sämtliche Abfahrtzeiten angewiesen. Aber, und das ist der viel bessere Grund, vor allem können Sie mit einem Mietwagen die Insel Kreta auch abseits der Touristenpfade kennenlernen. Ganz sicher werden Sie zwischendurch schöne Aussichtspunkte entdecken, einen schönen Fotospot oder einen geheimen Wanderpfad. Steigen Sie einfach aus und erkunden Sie Kreta auf eigene Faust. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie einen verborgenen Strand. Oder eine beeindruckende Schlucht. Von beidem gibt es auf der griechischen Insel einige schöne Exemplare. 

Die richtige Reisezeit für Kreta

Wann ist es wirklich Zeit, nach Kreta zu reisen? Festzuhalten ist schon einmal, dass die griechische Insel zu den Reisezielen mit den meisten Sonnenstunden und dem wärmsten Klima in Europa gehört. Auf der Insel im Mittelmeer herrschen an 300 Tagen des Jahres sommerliche Temperaturen. Vor allem an der Südküste Kretas kann es sehr trocken und heiß werden, insbesondere in den Sommermonaten. 

  • Frühling: Ab Mitte März punktet Griechenland und auch Kreta bereits mit schön warmen Temperaturen – und vor allem mit einer blühenden Natur! Aktivurlauber werden Kreta im Frühling lieben. Im April können Sie hier schon mit ca. 20 Grad rechnen.
  • Sommer: Im Sommer empfiehlt sich Reisenden besonders ein Badeurlaub auf der Insel, denn es wird richtig heiß! Hier ist besonders der Juni zu empfehlen, wenn die maximale Höchsttemperatur im Durchschnitt bei 27 Grad liegt. Von Juli bis September steigen die Temperaturen noch einmal um einiges an – das Thermometer steigt dann bis auf über 30 Grad an.
  • Herbst: Ab September wird es wieder etwas erträglicher und die Temperaturen fallen langsam ein wenig ab. Dennoch ist es schön warm und Aktivsportarten bieten sich genau wie im Frühjahr bestens an. Ab Oktober steigt das Niederschlagsrisiko.
  • Winter: Ab November müssen sie Regen und mildere Temperaturen einkalkulieren. Aber auch im Dezember kann es auf der Insel in Griechenland bis zu 17 Grad warm werden. 

Reisetipps für Kretas Norden 

Im Norden der Insel liegt nicht nur der (Haupt-)Flughafen Iraklio „Nikos Kazantzakis“, über den Sie höchstwahrscheinlich anreisen werden. Inselhauptstadt ist Iraklio, lange als Heraklion bekannt. Hier lohnt sich besonders ein Bummel durch die tolle Altstadt. Die Highlights: die venezianische Loggia, die Agios-Titos-Kirche oder der Morosini-Brunnen.

Nur rund fünf Kilometer von Iraklio entfernt, liegt der Palast von Knossos, der zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel gehört. Diesen sollten Sie sich nicht entgehen lassen, sondern ganz weit oben auf Ihrer To-do-Liste eintragen. Seit dem 3. Jahrtausend vor Christus soll die historische Tempelanlage existieren. Sie liegt idyllisch auf einem Hügel, von dem aus man als Besucher die wunderschöne Natur mit den vielen Olivenbäumen bewundern und bis hin zur Hauptstadt blicken kann. Ein Spaziergang durch die alten Ruinen versetzt einen zurück in eine weit entfernte Zeit. Tipp: Kommen Sie recht früh, dann können Sie Ihren Mietwagen direkt vor dem Palast abstellen. Viele andere Parkplätze in der Nähe gehören zu Restaurants, in denen dann auch nach Möglichkeit gespeist werden soll. Weitere Sehenswürdigkeiten im Norden der Insel sind etwa die Lagune von Balos (Nordwesten) oder Sitia (Nordosten). 

Besuchen Sie auch den charmanten Hafenort Chania, nach Iraklio die zweitgrößte Stadt – und dennoch kein Stück ungemütlich. Schlendern Sie durch die engen Gassen der Stadt und entlang des Hafenbeckens. Hinter dem Hafen von Chania finden Sie das Viertel Splazzia, wo sich viele kleine Lokale und Geschäfte befinden. Auch die Markthalle von Chania ist einen besuch wert, er gilt als der schönste Markt der Insel.

Gut zu wissen: In Kretas Norden sind die Straßen gut ausgebaut und es gibt nur einige wenige Schotterpisten. 

Die Südküste von Kreta

Im Süden der Insel warten gleich mehrere Sehenswürdigkeiten. Nicht nur zahlreiche schöne Strände und Hotels, sondern zum Beispiel auch die Samaria-Schlucht im Südwesten der griechischen Mittelmeerinsel. Brechen Sie aber nur zu dieser Wanderung auf, wenn Sie Erfahrung haben – und Durchhaltevermögen. Wichtig ist, dass Sie sich genügend Wasser und Snacks einpacken, denn die Tour kann bei einer Länge von ca. 17 Kilometern bis zu acht Stunden dauern. Sie sind also den ganzen Tag unterwegs. Eine Alternative: die Tour zur Agia-Irini Schlucht. Sie ist nur knapp acht Kilometer lang. Aber auch hier sollten Sie auf genug Proviant achten. 

Hippie-Feeling: In Matala sollen einst Bob Dylan und Cat Stevens gewohnt haben. Am Rande der kleinen Bucht liegen kleine alte Höhlen, in denen sich über die Jahre viele Hippie-Gemeinschaften niedergelassen haben. Die Restaurants nahe der Bucht können Sie guten Gewissens besuchen. Der Fisch schmeckt wirklich gut und ist fangfrisch. 

Extra: Infos über die Reiseführer MERIAN momente

Die Reiseführer MERIAN momente geben Reisetipps für Kreta. Individuelle Auszeiten und inspirierende Erlebnisse, die auch nach dem Urlaub noch lange nachwirken. "Mit dem neuen Konzept wollen wir zeigen, wie Reisende ihre Urlaubszeit mit allen Sinnen erleben können", erklärt Dr. Malva Kemnitz, Verlagsleitung der MERIAN-Reiseführer. "Mal ist es eine nächtliche Tour durch einen Zoo, mal ein Kochkurs inklusive Marktbummel, mal einfach ein grandioser Ausblick abseits der Touristenpfade. Mit viel Reiselust und Entdeckergeist haben unsere Autoren vor Ort wunderbare und einzigartige Anregungen gesammelt." Denn meist sind es die kleinen und umso kostbareren Momente, die am längsten in Erinnerung bleiben und uns die schönsten Erlebnisse schenken. Mit MERIAN momente lassen sich auch die leisen, feinen Seiten einer Stadt oder einer Region entdecken. Neben diesen Anregungen enthalten die Reiseführer alle klassischen Informationen für einen gelungenen Urlaub: Sehenswürdigkeiten, empfehlenswerte Hotels und Restaurants sowie Vorschläge für Spaziergänge und Ausflüge. 

MERIAN momente – neue Titel im Handel

Amalfiküste, Amsterdam, Andalusien, Barcelona, Basel, Berlin, Brüssel, Chalkidiki, Cinque Terre, Dresden, Dublin, Elsass, Gardasee, Hannover, Irland, Istanbul, Istrien, Kalabrien, Kärnten, Kanalinseln, Kos, Köln, Korsika, Kreta, Kroatien, Lanzarote, Leipzig, Lissabon, London, Madrid, Mallorca, Malta und Gozo, München, New York, Paris, Piemont, Prag, Riga, Rom, Sardinien, St. Petersburg, Stockholm, Teneriffa, Toskana, Venedig, Wien, Zypern.

Alle Titel 14,99 € (D), 160/192 Seiten, Extra-Karte zum Herausnehmen. Hier können Sie MERIAN momente-Reiseführer erwerben!

MERIAN momente Kreta

Geschrieben wurde der Reiseführer von Klaus Bötig, der Kreta seit 1973 bereist und auch nach 40 Jahren immer noch Neues entdeckt. Auf Kreta heimische Freunde geben ihm immer wieder wertvolle Tipps, darunter der Fotograf Bastian Parschau, der mit seiner Familie bei Iráklio lebt. Aus Bötigs
Feder stammen mehr als 130 Bücher, die meisten über griechische Inseln und Festlandsregionen.
Auch von Klaus Bötig in der Reihe MERIAN momente: "Malta und Gozo" und "Zypern"

Urlaub aus Sicht der Glücksforschung

Dies bestätigt die aktuelle Glücksforschung. "Wer auf seiner Reise nicht nur von einer Sehenswürdigkeit zur anderen hetzt, sondern auch mal verschnauft, hat oft mehr vom Urlaub", so der Glücksforscher Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel, Ökonom und Glücksforscher an der Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg. Daher sei es oft ratsam, innezuhalten und die Sinne zu schärfen. "Sich einfach mal treiben zu lassen, ohne zu wissen, was passiert." Ruckriegel glaubt, dass sich das Urlaubsglück durchaus konservieren lässt. Grundvoraussetzung hierfür sind soziale Beziehungen, die auch während der Reise gelingen. "Wir haben im Alltagsstress vergessen, die schönen Dinge des Lebens zu beachten und zu genießen. Es sollten gezielt Gelegenheiten geschaffen werden, um soziale Kontakte aufzufrischen und zu vertiefen sowie um neue zu schließen", so Ruckriegel. Überhaupt raten Glücksforscher dazu, eher in Erlebnisse als in materielle Güter zu investieren. Erfahrungen werden zu Erinnerungen und damit zu einem zentralen Bestandteil unserer Identität.