Cornwall Scilly Islands, Britanniens Tropen

Die Scilly Islands erfreuen mit üppiger Vegetation: Es wachsen Palmen und Zitronen. Unter Wasser warten Wracks auf mutige Taucher.
Scilly Island

Südwestlich von Land's End, 45 Kilometer vom englischen Festland entfernt, liegt die atlantische Südsee. Der Archipel der Scilly Islands mit seinen fünf bewohnten und mehr als hundert unbewohnten Inseln profitiert vom Einfluss des milden Golfstroms, das Klima hier ist eher subtropisch als typisch englisch. Es wachsen Palmen und Zitronen, schon im November beginnen die Narzissen zu blühen. Am besten lässt sich die Pflanzenvielfalt im Abbey Garden auf Tresco bewundern.

Seit 1838 existiert der Garten in den Abteiruinen, heute wachsen dort unzählige Pflanzenarten aus mehr als 80 Ländern der Welt. Die Inseln sind auch beliebtes Reiseziel von Wander- und Vogelfreunden. Und sie ziehen Menschen an, die sich für Schiffe interessieren. Untergegangene Schiffe. Davon gibt es hier reichlich, die Küsten der Scilly Islands gehören zu den gefährlichsten der Welt. Am 7. Mai 1875 etwa lief der deutsche Überseedampfer "Schiller" auf dem Weg von New York nach Hamburg auf ein Riff. Nur 37 der 372 Menschen überlebten. Einen schaurig-schönen Überblick der Schiffskatastrophen gibt es von unten - für Wracktaucher aus aller Welt gehören die Gewässer rund um die Scilly Islands zu den Topadressen.

Obwohl Tagestouren zu den Inseln möglich sind, lohnt sich eine Übernachtung. Früh zu buchen empfiehlt sich, die Unterkünfte sind oft lange im Voraus reserviert. Zu den Inseln gelangen Besucher entweder per Propellerflugzeug von Land's End, Newquay, Bristol, Exeter und Southampton oder mit dem Passagierschiff "Scillonian III" von Penzance. Auch zwischen den Inseln verkehren regelmäßig Boote.