Frankfurt Reisetipps für Geschäftsreisende

Die allermeisten Menschen, die Frankfurt besuchen, kommen noch immer als Geschäftsreisende. Wer nicht gleich wieder weiterfliegen muss, kann die schönen Seiten der Stadt auch in nur wenigen Stunden kennenlernen. Dreimal Frankfurt auf die schnelle Tour.

TIPPS FÜR NEULINGE

Das Frankfurter Bahnhofsviertel

Das einst heruntergekommene Bahnhofsviertel ist zum Szeneviertel geworden

Zum ersten Mal in Frankfurt? Dann empfiehlt sich ein Bummel zu Fuß durch die Stadt – und zwar am besten vom Bahnhofsviertel, wo einige Wolkenkratzer zu sehen sind, über die City und die Altstadt bis ins Apfelweinrevier Sachsenhauen. Weil Frankfurt eine Stadt der kurzen Wege ist, lässt sich eine solche Tour in zwei bis drei Stunden bequem bewältigen. Ein guter Ausgangspunkt ist das schöne Hotel Nizza im Bahnhofsviertel. Das Haus in einem hübschen Gründerzeitbau wird gerne von Schauspielern oder Regisseuren, die am nahegelegenen Schauspielhaus gastieren, gebucht. Auf dem Weg von dort in die Innenstadt schlendern sie am besten die Kaiserstraße entlang, die Lebensader des Bahnhofsviertels. Ein Pflichtbesuch ist die Aussichtsturm des Main Towers. Es ist das einzige Hochhaus in Frankfurt, das Normalsterblichen dauerhaft offen steht. Der Blick von der Plattform, auf 190 Metern, über die Stadt könnte kaum spektakulärer sein. Frankfurts höchster Bankenturm, Norman Fosters Commerzbank-Tower, liegt direkt um die Ecke. Über die Hauptwache gelangt man schließlich zur Paulskirche, der »Wiege der deutschen Demokratie«, wo von 1848 bis 1849 die erste deutsche Nationalversammlung tagte, und zum Römerberg mit seinen Fachwerkhäusern und dem Rathaus. In der Cafébar im Kunstverein kann man sich stärken, vor allem der selbstgebackene Kuchen ist hervorragend. Über den Eisernen Steg gelangt man schließlich in den noch gemütlicheren Teil der Stadt, nach Sachsenhausen. Hier gibt es schöne Geschäfte, eine Vielzahl an Museen, aber vor allem die besten Apfelweinkneipen der Stadt. Ein Klassiker mit bodenständiger Küche und viel Atmosphäre ist Zum Eichkatzerl in der Dreieichstraße. Wer es moderner und zeitgenössischer, aber trotzdem deftig mag, ist mit dem Exenberger bestens bedient.

 

TIPPS FÜR FEINSCHMECKER

Die Kleinmarkthalle in Frankfurt

Ein Muss für Feinschmecker: Die Kleinmarkthalle

Frankfurt ist ein großartiges Pflaster für Gourmets, die Anzahl der Feinschmeckertempel ist hoch, die Qualität stimmt. Zum Beispiel bei Thomas Haus, der im Ostend das Restaurant im 25 Hours Hotel The Goldman führt. Klassiker der deutscher und der mediterranen Küche bereitet er mit viel Experimentierfreude zu. Das dazugehörige Hotel ist charmant und angesagt – wer sich hier einbucht, macht garantiert keinen Fehler. Ein kulinarischer Stadtausflug sollte in der Kleinmarkthalle mit ihren vielen exotischen Ständen beginnen. Direkt um die Ecke liegt das wunderbare Café von Das Eis. Hier hat man sich schon vor Jahren auf Bioeis spezialisiert, Sorten wie Zitrone-Quitte, Frozen Yoghurt mit Lemongrass, aber auch das klassische Vanilleeis sind eine Offenbarung. Im Sommer sind die paar Tische auf dem Gehweg schnell besetzt. Nur ein paar Schritte weiter, und man sitzt in der  Iimori Patisserie, einem fantastischen, kleinen Café in der Braubachstraße. Französische und japanische Backkunst werden hier vereint, es gibt feinste Croissants, Macarons und Grüner-Tee-Brötchen. Und abends? Da fällt die Auswahl zwischen unzähligen Hotspots schwer. Weil Frankfurt eine Hochburg für Geschäftsessen ist, haben sich einige der besten (und teuersten) Restaurants des Landes hier angesiedelt. Eine Legende ist Carmelo Greco, der die italienische Küche sehr kreativ und immer auf höchstem Niveau interpretiert. Eine sehr besondere Atmosphäre bietet das Seven Swans, direkt am Mainufer, in Frankfurts wohl schmalstem Haus. Jan Hoffmann kocht mit Bio-Zutaten, stellt jeden Monat ein neues, überraschendes Menü zusammen. Weil es nur eine Handvoll Plätze gibt, sollte man unbedingt reservieren. Zum Absacker geht es danach in die Gekkos Bar im Hilton-Hotel. Die Cocktailkreationen, die hier geschüttelt und gerührt werden, sind immer außergewöhnlich.

 

TIPPS FÜR KULTURLIEBHABER

Das Städel Museum in Frankfurt

Das Städelmuseum beherbergt die Werke großer Künstler

Am besten buchen Sie ein Hotel in Sachsenhausen, dann ist der Weg zum Museumsufer nicht weit. Eine gute Adresse ist das Hotel Maingau. Jens Döpfner kocht im Hotelrestaurant auf hohem Niveau, die Zimmer sind charmant. Bis zu den Museen am Mainufer läuft man zu Fuß keine zehn Minuten. Neun hochkarätige Ausstellungshäuser reihen sich hier direkt aneinander. Das Städelmuseum mit seiner spektakulären Sammlung und Meisterwerken aus allen Epochen sowie das Liebieghaus, in dem Skulpturen ausgestellt werden, sind Pflicht. Das Weltkulturen Museum, das Museum Angewandte Kunst oder das Deutsche Filmmuseum bilden die Kür. Fantastischen Kuchen und einen guten Kaffee bekommt man im gemütlichen Café im Liebieghaus. Wenn es ein feines Mahl sein soll, lohnt sich ein Abstecher ins Holbein’s, das Museumsrestaurant im Städel. Mit etwas Glück bekommen Sie noch Karten für Schauspiel oder Oper, beide Häuser spielen in Deutschland in der ersten Liga der Bühnenkunst mit. Oder sie gehen ins Kabarett: Die Käs im Ostend (die Abkürzung steht für: Kabarett-Änderungs-Schneiderei) ist eine Institution und bietet ein großartiges Programm. Auf dem Weg zurück ins Hotel können Sie noch in der Bar Oppenheimer vorbeischauen. Die kleine, dunkle Bar mit den bodentiefen Fenstern ist ein Künstlertreff, Studenten und Professoren der Kunstakademie Städelschule versammeln sich hier gerne zu einem späten Drink.

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