Deutschland Kieler Woche - Segeln über alles

Currywurstbuden und AC/DC-Coverbands gibt es auch bei jedem anderen Volksfest, wer zur Kieler Woche kommt, um zu essen oder Musik zu hören, ist selbst schuld. Zwar bemüht sich die "Sailing City" Kiel, mit einem kulturellen Rahmenprogramm ihr jährliches Großereignis, jedes Mal in der letzten vollen Juniwoche, aufzuwerten. Dadurch tritt aber in den Hintergrund, worum es bei der Kieler Woche eigentlich geht: Traditionssegler aus nächster Nähe zu sehen, bei Segelregatten mitzufiebern und das Können von Olympiasiegern und Weltmeistern zu bestaunen.

Zum Glück bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, dem Gedränge an der Kiellinie zu entkommen. Vom Wasser aus kann man das Geschehen bei einer Regatta- oder Paraden-Begleitfahrt aus nächster Nähe erleben. Oder aus der Luft, denn parallel zur Kieler Woche findet jedes Jahr die "Internationale Balloon Sail" statt, bei der vom Nordmarksportfeld Heißluftballons in den Himmel aufsteigen. Richtig schön ist die Kieler Woche übrigens in Eckernförde.

Beim "Welcome Race" zum Start der Kieler Woche segeln über 100 Jachten in den Hafen der Kleinstadt ein und werden dort mit einer "Bunten Meile" begrüßt. Spätestens zur Marinekutter-Regatta, die mit uralten Holzschiffen ausgetragen wird, sollte man zurück in Kiel sein. Wer spontan Lust bekommt, selbst segeln zu lernen, kann beim "Open Camp" an der Innenförde ohne Anmeldung an Schnuppertörns teilnehmen. Die Kieler Woche endet mit der Großen Windjammerparade und einem abendlichen Feuerwerk, das man am besten beim Feuerwerkstörn mit einem Traditionssegler erlebt.

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