Niedersachsen Ferien auf den Ostfriesischen Inseln

Die Große: Borkum   


Nicht nur groß (36 Quadratkilometer), sondern auch weit draußen: Borkum liegt fast schon in der hohen See (perfekt für Allergiker, da hier kaum Pollen fliegen). Ein Veranstaltungskalender nur für Kinder bietet Laternenumzüge, Puppenspiele oder Kreativkurse. Bei schlechtem Wetter hat Borkum eine "Spielinsel". So heißt das Haus, in dem dann alle Kinder - mit Betreuung - Indoor-Abenteuer erleben können. Nahezu unberührt ist Borkums "Ostland" mit Süßwasserseen und Salzwiesen, in denen Orchideen leben und Vögel aus Sibirien überwintern.  

Die Schmale: Juist  


Juist, etwa 17 km lang und an einigen Stellen nur 500 Meter breit, ist rundum gesund. Autos gibt es hier natürlich nicht, aber mit Fahrrädern lässt sich alles schnell erreichen. Am schönsten ist sowieso eine Fahrt mit der Kutsche oder ein Ausritt - je nach Alter und Erfahrung mit Pferd oder Pony. Auf Juist gibt es regelmäßig eine "Abenteuernacht" für Kinder mit Ausflügen in den Maschinenraum der Fähre oder Spielen im Meerwasserbad. Für Essen und Trinken ist gesorgt, und das Beste: Die Eltern sind nicht dabei. 

Die Feine: Norderney  

Norderney hat prachtvolle Hotels und Häuser aus der großen Zeit der Seebäder, Kaiser, Könige und Kanzler waren schon hier. Doch der Rest der Insel ist pure Nordseenatur. In zwei Jugendherbergen und vor allem auf den drei Campingplätzen in den Dünen erlebt man diese besonders intensiv. Mit dem Fahrrad kommt man bis zur Mitte der Insel, danach geht’s nur noch zu Fuß weiter, bis ganz im Osten ein echtes Wrack auftaucht: das der "Capella", die hier 1968 strandete.

Die Kleine: Baltrum  


Fünf Kilometer lang und anderthalb Kilometer breit, das bedeutet kurze Wege für kurze Beine. Baltrum ist deshalb auch autofrei. Viele Angebote gibt es speziell für Kinder: Basteln, Kinderturnen am Strand, Kinderwattwanderungen, Kino, Konzerte; Clowns, Jongleure, Zauberer treten auf, Puppentheater, Kindertheater, Liedertheatre laden ein. Selbst die Surfschule bietet Kurse schon für die Kleinen an. 

Die Junge: Langenoog  


Das autofreie Insel Langeoog hat im Westen und Norden einen langen, feinen Sandstrand: ein riesiges Buddel- und Badeparadies. Aber auch sonst bietet die Insel viel für Kinder: der "Ferienkalender" ist rappelvoll. Das geht los mit Toben am Strand ohne Eltern, Piratenfahrten mit der ganzen Familie, Drachenbau und Inselrallyes. Eigentlich sind die Ferien viel zu kurz für diese Insel.  

Die Stille: Spiekeroog 

Gassen und uralte Fischerkaten, Wälder aus Kiefern und Moorbirken: Spiekeroog ist idyllisch grün. Aber auch Dünen und ein breiter, 15 Kilometer langer Strand fehlen nicht. Auf dem Weg dorthin klingeln nicht mal Fahrräder: Es ist hier einfach traumhaft ruhig. Das Beste ist aber doch der Inselzirkus "Tausendtraum", der den Sommer über ein abwechlungsreiches Programm (nicht nur) für Kinder bietet. Und wenn es regnet? Dann geht’s ins Trockendock - so heißt das kostenlose Kinderspielhaus.

Die Alte: Wangerooge  


Ritter brachen von hier schon im Mittelalter zu den Kreuzzügen auf. Das größte Seeabenteuer heute ist die Fahrt mit einem Fischkutter zu den Seehundbänken. Das Tollste aber: die Fußballschule für Jungen und Mädchen von sechs bis 14 Jahren. Mit richtigen Trainern und richtigen Toren. Große Klasse ist auch die Jugendherberge im alten Leuchtturm.