Bodensee Die 7 besten Aussichtspunkte mit Wasserblick

MERIAN.de stellt die sieben besten Aussichtsplätze mit Sicht auf den Bodensee vor. Von der Festungsruine Hohentwiel über den Konstanzer Münster.
Blick vom Pfänder auf den See

Säntis

Mit 2502 Metern ist er der höchste Berg des schweizerischen Alpsteinmassivs und vom Bodensee aus eine weithin erkennbare Landmarke. Umgekehrt bietet der Gipfel einen fantastischen Blick über den ganzen See, eingefasst von einer grünen Hügellandschaft und den Alpen. Von Konstanz oder Lindau braucht man mit dem Auto etwa anderthalb Stunden bis zur Schwägalp (1352 m), die 10 Kilometer von Appenzell entfernt ist. Von dort lassen sich die Bergspitze samt Panoramarestaurant in 10 Minuten mit der Säntisbahn erreichen – oder für geübte Wanderer in etwa 3,5 Stunden zu Fuß.

Pfänder

Wenn sich im Winter der Nebel wie ein undurchdringliches Tuch über den See legt, reicht oft schon ein Ausflug auf den 1064 Meter hohen Berg Pfänder, um sich wieder von der Sonne bescheinen zu lassen. Der Hausberg von Bregenz lässt sich von der Stadt aus bequem mit der Pfänderbahn erobern, alternativ auch zu Fuß oder mit dem Auto. Knapp unterhalb des Gipfels kann man dann den See in Ost-West-Richtung betrachten – wenn Nebelschleier nicht die Sicht verhängen.

Hohentwiel

Von der Festungsruine Hohentwiel hat man einen guten Blick auf den Bodensee
Stattliche Schlösser und Gärten Ba.-Wü./Achim Mende
Von der Festungsruine Hohentwiel hat man einen guten Blick auf den Bodensee
Die Festungsruine, eine der größten Deutschlands, wurde 914/915 als Burg erbaut, ab dem 16. Jh. zur Landesfestung erweitert, im 18. Jh. als württembergisches Staatsgefängnis genutzt und 1801 durch die Franzosen gesprengt. Sie liegt westlich des Sees auf einem der erloschenen Hegau-
Vulkane. Bemerkenswert ist nicht nur der Blick: Alte Türme und Verliese, tiefe Brunnen und dicke Mauern verlocken Kinder wie Erwachsene stundenlang hier herumzustreifen.

Konstanzer Münster

Arthur F. Selbach
Blick vom Konstanzer Münster auf den Bodensee
193 Stufen führen hinauf zur Aussichtsplattform der romanischen Kirche in 40 Metern Höhe. Und der Aufstieg lohnt sich – einen stilvolleren Blick über Konstanz’ Altstadt, Hafen und Seerhein bekommt man sonst nirgends. Bei guter Sicht erscheinen selbst die Alpen so unwirklich nah, als habe sie jemand zwischen See und Himmel geklebt.

Moleturm Friedrichshafen

Der Aussichtsturm an der Mole des Fährhafens erfordert Schwindelfreiheit: ein 22 Meter hohes und gut 47 Tonnen schweres Stahlgerüst, das auf der achten und neunten Etage rund 50 Schaulustigen Platz bietet. Um das Treiben am und auf dem Wasser zu beobachten, ist der Ort perfekt.

Gehrenberg-Turm

Die 30 Meter hohe Stahlfachwerk-Konstruktion liegt auf dem gleichnamigen Hausberg von Markdorf. Den Turm zu erklimmen, verursacht manchem schwummrige Knie, belohnt aber mit einem 60-Grad-Panorama auf das Hinterland des Nordufers, weite Teile des Sees und die Gipfelkette der Alpen.

Neuer Leuchtturm Lindau

Der 1856 erbaute Turm an der Mole zählt neben dem Bayerischen Löwen zu den zwei Wahrzeichen der Stadt. Der Blick von oben ist traumhaft, die Hafeneinfahrt eine der schönsten am See. Um den 33 Meter hohen Leuchtturm zu besteigen, braucht man etwas länger: Nicht wegen der 139 Stufen, sondern weil man gern langsam geht, um die spannenden Wandzeichnungen im Innern zu betrachten.

Ausgabe

Bodensee 05/2014